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Apple will langfristig auf Rohstoff-Förderung verzichten

dpa, Andrej Sokolow

20.04.2017Lesedauer: 2 Min.
Apple iphone 6s Plus
Zum Bau von Smartphones werden viele Rohstoffe benötigt. Einige kommen in Krisengebieten vor. (Quelle: imago-images-bilder)
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Apple hat sich das langfristige Ziel gesetzt, in Zukunft in seiner Produktion komplett auf die Förderung neuer Rohstoffe zu verzichten und voll auf Recycling zu setzen.

Der iPhone-Konzern nannte in seinem aktuellen Umweltbericht am Donnerstag allerdings keinen konkreten Zeitplan dafür, sondern erklärte nur, die Abhängigkeit von der Rohstoffförderung solle "eines Tages" ganz enden. Man strebe eine geschlossene Lieferkette an, in der Produkte nur mit erneuerbaren Ressourcen oder Materialien aus dem Recycling produziert würden. Apple setzt seit mehreren Jahren auch auf erneuerbare Energie und bietet für gebrauchte Geräte ein Rückkaufprgramm an.

Apple ist auch das erste Technologiekonzern, der ein solches Ziel öffentlich ausruft. Vor allem die rasant gewachsene Smartphone-Industrie - im vergangenen Jahr wurden rund 1,5 Milliarden Computer-Handys verkauft - wurde von Umweltschützern dafür kritisiert, dass sie Nutzer schon nach wenigen Jahren zum Kauf neuer Geräte verleitet.

Seltene Erden aus Krisengebieten

In Geräten wie Smartphones kommen Mineralien und Seltene Erden zum Einsatz, die zum Teil unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen gefördert werden. Apple und andere große Hersteller verpflichteten sich, nur verantwortungsvoll produzierte Rohstoffe einzusetzen. Kritiker erklären aber, der Weg der Materialien sei zum Teil schwer zu verfolgen.

Daraus bestehen Handys

Ihre Namen kennt kaum jemand, dabei sind sie wichtige Bausteine von Smartphones: seltene Metalle wie Tantal, Lanthan und Neodym.

Die Elemente sind Doping für das Mobiltelefon, denn sie machen das Gerät erst so kompakt und leistungsfähig. Ohne solche Metalle kein Vibrationsalarm, kein Touchscreen, keine Farben auf dem Bildschirm.

Besonders wichtig sind die sogenannten Seltenen Erden, zu denen neben Lanthan und Neodym noch gut ein Dutzend weitere Metalle gehören. Anders als der Name vermuten lässt, gibt es auf der Welt zum Teil große Vorkommen dieser Elemente. Sie sind allerdings häufig schwierig zu fördern. Und viele Lager befinden sich in Konfliktgebieten. Außerdem steigt der weltweite Bedarf seit Jahren oft stark an.

Insgesamt sind in einem Smartphone häufig mehr als 40 Stoffe verbaut - und damit rund die Hälfte aller natürlich vorkommenden, nicht radioaktiven Elemente. Dazu zählen so verschiedene Stoffe wie Lithium, Gold, Kalium und Zinn.

Abgebaut werden sie in aller Welt. Aus China stammen deutlich über 80 Prozent des weltweiten Verbrauchs an Seltenen Erden. Wolfram kommt nicht nur aus China, sondern auch aus Russland, den USA, dem Kongo und aus Ruanda. Im Kongo finden sich zudem große Vorkommen von Kobalt und Coltan, einem Erz, aus dem Tantal gewonnen wird.

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