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Was die UMTS-Abschaltung für Smartphone-Nutzer bedeutet

3G muss 5G weichen  

Was die UMTS-Abschaltung für Nutzer bedeutet

17.05.2019, 16:38 Uhr | Alena Hecker, t-online.de

Was die UMTS-Abschaltung für Smartphone-Nutzer bedeutet. Menschen mit Smartphone (Symbolbild): 3G könnte bald abgeschaltet werden.  (Quelle: Getty Images)

Menschen mit Smartphone (Symbolbild): 3G könnte bald abgeschaltet werden. (Quelle: Getty Images)

Dass es den Mobilfunkstandard UMTS oder 3G in naher Zukunft nicht mehr geben wird, ist kein Geheimnis mehr. Aber wann genau wird es so weit sein? Und was bedeutet es für Handynutzer?

Wenn 5G kommt, muss ein anderer gehen. Um für den neuen Mobilfunkstandard Platz zu schaffen, werden die Frequenzen freigeräumt. In diesem Fall wird wohl der Mobilfunkstandard UMTS (3G) weichen müssen. Nur wann es so weit sein wird, darüber wird derzeit wild spekuliert.

"UMTS wird der erste Netzlayer sein, den wir abschalten." So zitierte das IT-Magazin "golem.de" den Technikchef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, im Frühjahr 2017. Der Technische Direktor von Vodafone, Johan Wibergh, äußerte sich laut "golem.de" wenige Monate später ähnlich: "3G war nicht unbedingt ein Erfolg. Ungefähr im Jahr 2020 bis 2021 drehen wir 3G ab."

Wann wird UMTS abgeschaltet?

Schon jetzt wird das UMTS-Netz kaum noch ausgebaut, stattdessen setzen die Netzbetreiber auf den Nachfolger LTE, der schnelleres Internet und eine verbesserte Qualität beim mobilen Telefonieren bietet.

Wann genau es 3G nicht mehr geben wird, darüber schweigen die Anbieter jedoch: "Vodafone Deutschland hat aktuell keine Pläne für eine Abschaltung des UMTS-Netzes", so ein Vodafone-Sprecher zu t-online.de.

Und auch das Unternehmen Telefónica mit seiner Kernmarke O2 erklärt auf Anfrage: "Telefónica Deutschland wird sein Mobilfunkangebot auch weiterhin mit den drei bestehenden Netzstandards betreiben und sich zusätzlich auf den kommenden Mobilfunkstandard 5G vorbereiten."

Wen betrifft die UMTS-Abschaltung?

Laut Branchenseite "chip.de" haben etwa 30 Prozent aller Mobilfunkkunden in Deutschland derzeit vertragsgemäß nur Zugriff auf das UMTS-Netz. Vor allem Menschen, die noch alte Verträge bei einem Mobilfunk-Discounter haben, werden die Folgen der UMTS-Abschaltung zu spüren bekommen. Denn die Discounter nutzen die Infrastruktur der großen Netzanbieter, haben aber oft keinen Zugang zum LTE-Netz.

Zwar verkündete Vodafone jüngst als letzter der drei großen Netzbetreiber, auch für Drittanbieter das LTE-Netz öffnen zu wollen. Profitieren können davon aber bislang nur Neukunden von mobilcom-debitel und freenetMobile. Eine allgemeine LTE-Freischaltung, wie sie etwa Telefónica schon vor längerer Zeit vorgenommen hat, ist im Vodafone-Netz nach wie vor nicht geplant.

Auch die Telekom lässt nur wenige Anbieter ins LTE-Netz und auch nur Kunden mit hochwertigen Verträgen. Prepaid-Nutzer sind vom 4G-Netz der Telekom ausgeschlossen. Telekom-Sprecher Dirk Wende erklärt auf Anfrage von t-online.de: "Wann 3G zugunsten neuer Mobilfunkgenerationen endgültig auslaufen wird, ist offen. Wir behalten uns den genannten Zeitpunkt lediglich vor. Telekom-Mobilfunkkunden sowie Mobilfunkkunden anderer Anbieter, die das Netz der Telekom nutzen und zurzeit noch primär im 3G-Netz unterwegs sind, müssen sich keine Sorgen machen. Die Abschaltung von 3G wird nicht ohne begleitende und langfristige Kommunikation erfolgen."

Was passiert mit GSM?

Der Mobilfunkstandard 2G soll bis auf Weiteres erhalten bleiben. GSM deckt nahezu ganz Deutschland ab, wird für die Übertragung von SMS verwendet und gewährleistet die Möglichkeit, zu telefonieren, falls LTE nicht verfügbar ist. Auch Menschen aus dem Ausland landen im GSM-Netz, wenn ihre Smartphones oder Verträge nicht LTE-fähig sind.

Gibt es ohne 3G mehr Funklöcher?

Wer mit dem Handy ohnehin nur telefonieren will, kann dafür auch das GSM-Netz nutzen. Für eine halbwegs brauchbare Internetverbindung braucht es aber mindestens das UMTS-Netz, besser noch LTE. Gerade in Nord- und Ostdeutschland sowie in Grenzregionen gibt es noch weite Flächen, die weder einen Zugang zu LTE noch zu UMTS haben.

Da die großen Netzanbieter sich vor allem auf den Ausbau des LTE-Netzes konzentrieren, wird es in diesen Regionen künftig zwar nicht mehr, aber für UMTS-Nutzer gleich viele Funklöcher geben.

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