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Xiaomi Mi 11: Kamera lässt Menschen im Hintergrund verschwinden

Kameraeffekte  

Xiaomi Mi 11 will Nutzer zu Filmproduzenten machen

08.02.2021, 13:49 Uhr
Xiaomi Mi 11: Kamera lässt Menschen im Hintergrund verschwinden. Das neue Xiaomi Mi 11: Intelligente Kamerafunktionen machen das Top-Smartphone so besonders.  (Quelle: Hersteller/Xiaomi)

Das neue Xiaomi Mi 11: Intelligente Kamerafunktionen machen das Top-Smartphone so besonders. (Quelle: Xiaomi/Hersteller)

Das Xiaomi Mi 11 präsentiert sich nicht als Leistungsmonster. Dafür bietet das Gerät einige nette Spielereien. Der Fokus liegt auf intelligenten Kamerafunktionen, fantasievollen Videoeffekten und dem preisgekrönten Display. 

Was erwartet man von einem neuen Smartphone? Vielleicht ein noch größeres, noch brillanteres Display, noch mehr Speicherplatz, eine bessere Kameraauflösung, ein paar Zoom-Stufen mehr? Sicherlich. Nichts davon ist verkehrt, aber irgendwie ist das alles auch sehr vorhersehbar.

Etwas anders präsentiert sich da zurzeit Xiaomi. Am Montag hat der Smartphonehersteller aus China – aktuell die Nummer drei hinter Apple und Samsung – sein neues Flaggschiff Xiaomi Mi 11 vorgestellt. Das Modell hebt sich in mehrfacher Hinsicht von der Konkurrenz ab und beschreitet sogar im Vergleich zum Vorgänger neue Wege. Es ist dünner und leichter als das Xiaomi Mi 10, ohne an der Ausstattung zu sparen. Außerdem soll es einen der besten Bildschirme auf dem Markt bieten. 

"Ultra Nachtmodus" statt "Super-Zoom"

Das Kameramodul ist jetzt quadratisch angeordnet und setzt sich zusammen aus einem 108 Megapixel Weitwinkel, einem Ultra-Weitwinkel mit 13 MP und einem Telemakro-Sensor mit 5 MP Auflösung. 

Laut Hersteller ist der stapelförmige Aufbau einer DSLR-Kamera nachempfunden und bietet ausreichend Platz für den extra großen und besonders lichtempfindlichen Bildsensor. Das sorge für bessere Bildqualität, einen schöneren Bokeh-Effekt und detailreiche Aufnahmen im Dunkeln. 

Xiaomi betont vor allem die besonderen Nachtsichtfähigkeiten des Smartphones. Dazu unterstützen alle drei Kamerasensoren den Nachtmodus. Bei Konkurrenzmodellen liefert meist nur ein Sensor gute Ergebnisse bei wenig Licht. 

Die Kamera soll selbst Dunkelheit durchdringen können und Tiere, Personen oder Gegenstände im Bild oder Video sichtbar machen. Der "Ultra Nachtmodus" ist Xiaomis Antwort und Gegenentwurf zum "Super-Zoom" der Konkurrenten und soll für Szenen mit Lichtverhältnissen mit weniger als 1 Lux geeignet sein. 

Intelligente Kamerafunktionen ersetzen Photoshop

Mehrere intelligente Kamerafunktionen machen das Xiaomi Mi 11 interessant für Kreative und Selbstdarsteller. Der Hersteller wirbt unter anderem mit "Videoaufnahmen in Studioqualität". Dank einer in Echtzeit funktionierenden Geräuschunterdrückung soll auch der Ton gut rüberkommen, wenn man beispielsweise ein Video-Statement in einer lauten Umgebung drehen will. 

Außerdem können Nutzer mithilfe des KI-Assistenten beispielsweise störende Personen oder Elemente im Hintergrund eines Fotos einfach verschwinden lassen. Bisher brauchte man für diese Art der Bildmanipulation spezielle Software wie Photoshop und einiges Geschick. Die Xiaomi-Software erkennt die Umrisse aber automatisch und füllt den Hintergrund selbständig aus. Vor einer Wand funktioniert das besonders gut. In wuseligen Szenen dürfte die KI hingegen schnell an ihre Grenzen stoßen. 

Auch Videoaufnahmen mit dem Xiaomi Mi 11 profitieren von der Software, die neben mehreren Kino-Optik-Filtern auch sechs verschiedene Filmeffekte erzeugen kann. Nutzer sollen so ohne zusätzliches Equipment, Schnittsoftware oder Umwege über den Computer fantasievolle Filme drehen können. Als Beispiel zeigte Xiaomi bei der Präsentation Szenen, in denen mit Stop-Motion-Tricks, schwindelerregenden Zooms oder einem "Inception"-artigen Spiegeleffekt gearbeitet wurde.

Preisgekröntes Display 

Das seitlich gekrümmte Display misst 6,8 Zoll und verfügt über einen integrierten Fingerabdruckscanner, der später sogar den Puls des Nutzers messen können soll. Auf Ober- und Unterseite des Geräts sitzen Stereolautsprecher von Harman Kardon. Eine weitere Besonderheit des Mi 11 ist die Dual-Headphone-Unterstützung. Das heißt, dass erstmals zwei Audiogeräte gleichzeitig per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden sein können. 

Wie inzwischen alle aktuellen Oberklassegeräte gönnt sich Xiaomi eine Bildwiederholungsrate von bis zu 120 Hertz (Hz), wobei sich die Frequenz in vier Stufen adaptiv an die Nutzung anpasst, um entweder den Akku zu schonen oder für flüssige Grafik beim Scrolling oder Gaming zu sorgen. Mit bis zu 1.500 Nits ist das Display des Mi 11 ähnlich hell wie beim neuen Samsung Galaxy S21 Ultra. Die Auflösung beträgt 3.200 x 1.440, also Ultra-HD, bei einer Pixeldichte von 515 ppi. Die Darstellung von Videos mit einer niedrigeren Qualität wird automatisch an die Bildschirmeigenschaften angepasst und verbessert, ohne dass sich das negativ auf den Datenverbrauch auswirkt. Dank seiner 10-Bit-Farbtiefe soll das Gerät außerdem besonders detailreiche und natürliche Farbverläufe darstellen können. 

Insgesamt scheint die Displayqualität auch Experten überzeugt zu haben: Die Bildschirmspezialisten von DisplayMate – laut Xiaomi die "weltweit führende Testinstitution für professionelle Bildschirme" – bescheinigen dem Mi 11 jedenfalls Bestnoten und zeichneten das Gerät mit dem "Best Display Award" aus. 

Stattlicher Preis – aber verlängerte Garantie

Als Prozessor ist ein Qualcomm Snapdragon 888 verbaut. Dieser soll nicht nur leistungsstark, sondern auch besonders energieeffizient sein. Außerdem unterstützt das Smartphone damit den neuen Mobilfunkstandard 5G. Der neue Wifi-Standard 6 ermöglicht zudem superschnelle Datenübertragungen im WLAN-Netz. 

Mit 4.600 Milliamperestunden (mAh) ist der Akku des Xiaomi Mi 11 üppig ausgestattet. Ein kabelgebundenes Ladegerät mit 55 Watt liegt der Verpackung bei. Dadurch soll das Handy in 45 Minuten von Null auf 100 Prozent aufladen können. Alternativ lässt sich das Gerät aber auch mit 50 Watt kabellos aufladen. Das dauert dann 53 Minuten. 

Das Xiaomi Mi 11 kommt Anfang März in den Handel und kann ab dem 25. Februar vorbestellt werden. Das Gerät kostet je nach Ausstattung zwischen 800 und 900 Euro. Es gibt eine Version mit 256 Gigabyte (GB) internem Speicher und 8 GB RAM, sowie eine kleinere Variante mit 128 GB. Zwei Farben stehen zur Auswahl: ein mattes Hellblau (Horizon Blue) und Dunkelgrau (Midnight Grey). Das Handy bietet Platz für zwei SIM-Karten, hat jedoch keine eSIM-Funktion. 

Auch die in der oberen Preisklasse übliche Gehäusezertifizierung zu Staub- und Wasserschutz fehlt. Das war schon bei den Vorgängermodellen so. Dafür verspricht Xiaomi einen einmaligen kostenlosen Displaytausch, falls im ersten Jahr nach dem Kauf doch mal ein Missgeschick passiert. Darüber hinaus gilt eine Herstellergarantie für 24 statt 12 Monate. 

Verwendete Quellen:
  • Präsentation von Xiaomi

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