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Hass und Propaganda: Twitter-Boss gesteht lange Untätigkeit ein

Hass und Propaganda im Netz  

Twitter-Boss gesteht lange Untätigkeit ein

02.03.2018, 16:56 Uhr

Hass und Propaganda: Twitter-Boss gesteht lange Untätigkeit ein. Twitter-Chef Jack Dorsey: Das soziale Netzwerk soll zu einem besseren Ort werden. (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)

Twitter-Chef Jack Dorsey: Das soziale Netzwerk soll zu einem besseren Ort werden. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

Twitter-Chef Jack Dorsey hat eingestanden, zu spät auf Missbrauch des Netzwerks reagiert zu haben. Jetzt soll alles besser werden, auch mit Hilfe der Community.

In mehreren Tweets räumte der 41-Jährige zudem ein, dass der Dienst in der Vergangenheit zu wenig gegen Belästigung, Falschinformationen, Manipulationen durch Bots und Trolle oder Filterblasen unternommen hätte. "Wir sind nicht stolz darauf, wie die Leute unseren Dienst ausgenutzt haben oder auf unsere Unfähigkeit, schnell genug dagegen vorzugehen", twitterte Dorsey.

So habe man sich in der Vergangenheit hauptsächlich darauf konzentriert, Tweets zu löschen, die gegen die Benutzerregeln verstoßen, anstatt gesündere Debatten und kritisches Denken zu fördern. "Das ist der Ansatz, den wir nun brauchen." Dorsey will sich dafür Unterstützung von Experten suchen - er bat aber auch gezielt die Twitter-Gemeinde um Hilfe und Feedback.

Auch Facebook will weniger Hass im Netzwerk

Ähnlich hatte sich im Januar bereits Facebook-Chef Mark Zuckerberg geäußert. Seine Plattform habe eine Menge Arbeit zu tun - ob es darum gehe, die Gemeinschaft vor Beschimpfungen und Hass zu schützen oder vor staatlicher Einmischung zu verteidigen, schrieb der 33-Jährige auf Facebook und versprach, nach einer Lösung suchen zu wollen. "Wir werden nicht alle Fehler oder Missbrauch verhindern können, aber derzeit machen wir zu viele Fehler, wenn es darum geht, unsere Regeln umzusetzen und den Missbrauch unserer Plattform zu verhindern."

Die Online-Netzwerke wurden zuletzt auch von der US-Politik immer kritischer gesehen, auch weil sie zu einem Einfallstor für russischen Einfluss im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 wurden.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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