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Clevere Technik im Ausland: Warum gibt es das nicht auch in Deutschland?

Clevere Technik im Ausland  

Warum gibt es das nicht auch in Deutschland?

10.12.2018, 17:59 Uhr | t-online.de, hd

Clevere Technik im Ausland: Warum gibt es das nicht auch in Deutschland?. Costa Coffee: Bezahlt wird mit dem schlauen Becher. (Quelle: imago/Dinendra Haria)

Costa Coffee: Bezahlt wird mit dem schlauen Becher. (Quelle: Dinendra Haria/imago)

Deutschland gilt als das Land der Erfinder. Doch in Sachen Digitalisierung gibt es Nachholbedarf. Dabei müsste man viele gute Ideen einfach nur aus dem Ausland übernehmen. Hier sind ein paar Vorschläge aus aller Welt, gesammelt von der t-online.de-Redaktion.

Mit der "Octopus-Card" kann man in Hong Kong nicht nur Nahverkehrs-Tickets kaufen, sondern auch kleine Beträge am Kiosk bezahlen, ohne Bargeld. In London gibt es die "Oyster Card", mit der man seine Fahrten bezahlen kann, das ist viel billiger als einzelne Fahrscheine zu kaufen.

Octopus-Karte im Einsatz: Bargeldlos bezahlen kein Problem (Quelle: imago)Octopus-Karte im Einsatz: Bargeldlos bezahlen kein Problem (Quelle: imago)

Noch einen Schritt weiter geht der "Clever Cup" der britischen Kette "Coffee Costa". Er kostet 15 britische Pfund. Über einen eingebauten NFC-Chip im Boden kann der Nutzer seinen Kaffee bargeldlos bezahlen. Und bekommt jeden Kaffee 25 Pence günstiger. Maximal 15 Pfund können auf den Mehrfach-Becher aufgeladen werden. Das "Bezahlen per Becher" soll sogar bei der Konkurrenz von "Pret a manger" klappen. Die bieten bis zu 50 Pence Rabatt an. Spart Geld und schont die Umwelt.

Bargeldloses Bezahlen in Restaurants klappt in Deutschland immer noch nicht flächendeckend. Vielleicht können Google Pay und das am 11. Dezember gestartete Apple Pay 2019 etwas daran ändern.

Octopus-Karte in Hong Kong: Bargeldlos bezahlen, ohne Kontrollen fahren. (Quelle: imago/Li Peng)Octopus-Karte in Hong Kong: Bargeldlos bezahlen, ohne Kontrollen fahren. (Quelle: Li Peng/imago)

Auch beim Thema Verkehr gibt es viele gute Ideen zum Nachmachen:

So stehen in vielen Großstädten wie New York und Paris automatische Fahrkarten-Barrieren in den U-Bahnhöfen. Sie machen Kontrollen in den Bahn überflüssig. Für die Tickets gelten Einheitspreise. 

Die "Suica Card" in Tokio kann noch mehr: Sie ist für sämtliche öffentliche Verkehrsmittel nutzbar, sucht die billigsten Konditionen und rechnet nur diese ab. "Suica" steht für "Super Urban Intelligent Card". Auch Fernreisen per Zug und die Brötchen am Kiosk lassen sich damit bezahlen.

Die U-Bahnen in Japan fahren so leise, dass man dabei einschlafen kann kann. Jede einzelne Station hat eine andere Melodie, mit der sie angekündigt wird. Diese wird vor dem Halt des Zuges gespielt. Dadurch wissen Passagiere immer genau, wo sie sind, zusätzlich gibt es noch eine Durchsage.

In der Schweiz werden im Fernreise-Zug nicht nur der nächste Halt, sondern auch mögliche Anschlussverbindungen angezeigt. Das klappt auch in Österreich, sogar, wenn der Zug durch Deutschland fährt. 

Bezahlen ohne Kasse gibt es unter anderem in Großbritannien, Schweden und den Niederlanden. In Deutschland gibt es Versuche mit Scannerkassen für Kunden oder Bezahlen per App im Laden unter anderem bei Ikea, Globus und Saturn in Hamburg. Das soll lange Schlangen verhindern.

Kostenloses und superschnelles WLAN ist in vielen Städten im Ausland verbreitet, zum Beispiel in Helsinki oder in Oslo. In deutschen Städten fehlt es oft an Abdeckung, auch in der City.

Behördengänge, aber auch Steuererklärungen und ähnliches lassen sich im Ausland per App oder am Laptop erledigen. In Österreich kann man seine Einkommenssteuer komplett online erledigen und auch abschicken. Das gibt es in Deutschland auch, ist aber zu kompliziert ("Elster") oder nicht kostenlos (Steuersoftware). Auch Arzt-Termine lassen sich andernorts einfach online buchen.

In Australien arbeiten die Behörden digital vernetzt. Das ist sehr praktisch, weil man zum Beispiel Kindergeld ohne Termine und Anträge einfach so bekommt. In Deutschland wird das aus Datenschutzgründen nicht gemacht.


Fazit: In Sachen Digitalisierung kann Deutschland noch viel dazu lernen.

Nachtrag: Anbieter wie Jameda bieten auch in Deutschland an, Termine bei Ärzten online zu buchen. Laut eigenen Angaben stehen rund eine Million Termine pro Monat zur Online-Buchung zur Verfügung.

Kennen Sie noch mehr Beispiele zum Nachahmen? Schreiben Sie uns in den Kommentaren! 

Mitarbeit: Karen Oates, Christian Mutter 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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