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ChatGPT-Konkurrenz: Google startet KI-Offensive


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Google startet KI-Offensive

Von afp
Aktualisiert am 07.02.2023Lesedauer: 2 Min.
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Das Google-Logo vor dem Wort Bard: Bard ist ein neuer KI-Chatbot, der Weltwissen, Sprachen und Intelligenz miteinander kombinieren soll. (Quelle: IMAGO/Jakub Porzycki)
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Google will mit einer KI namens Bard beim Chatbot-Hype mitmischen und Rivale Microsoft das Wasser abgraben. Was Bard so besonders macht? Lesen Sie hier.

Die auf K├╝nstlicher Intelligenz (KI) basierende Software ChatGPT bekommt Konkurrenz von Google: Der US-Internetriese hat einen eigenen Chatbot namens Bard entwickelt. Dieser steht zun├Ąchst einem begrenzten Kreis zu Testzwecken zur Verf├╝gung und soll in den kommenden Wochen der breiteren ├ľffentlichkeit zug├Ąnglich gemacht werden, wie Google-Chef Sundar Pichai mitteilte. Damit nimmt Google es mit dem Technologieriesen Microsoft auf, der massiv in den ChatGPT-Hersteller OpenAI investiert.

ChatGPT ist ebenso erfolgreich wie umstritten. Die Software erstellt mit Hilfe von KI binnen Sekunden ganze Texte - Essays, Gebrauchsanleitungen oder Programmiercodes. Nutzerinnen und Nutzer k├Ânnen der Anwendung einzelne Befehle oder S├Ątze vorgeben, die das System dann auf der Grundlage von Unmengen an vorhandenen Daten eigenst├Ąndig erg├Ąnzt.

Hochschule wertete ChatGPT als Betrug?

Die Technologie birgt enormes Potenzial, Bildungseinrichtungen haben aber auch ihre Probleme damit: Die franz├Âsische Hochschule Sciences Po untersagte ChatGPT sowie den Einsatz von k├╝nstlicher Intelligenz ├╝berhaupt und wertet dies als Betrug. Auch in einigen Schulen in den USA ist die Software bereits verboten. Der Facebook-Mutterkonzern Meta musste im November zudem ein eigenes Chatbot-Projekt zun├Ąchst wieder einstampfen, nachdem Nutzerinnen und Nutzer tendenzi├Âse und falsche Antworten der Programme gepostet hatten.

Bard st├╝tzt sich direkt aufs Internet

Google will bei dem Hype mitmischen. Die Anwendung Bard basiert auf dem Google-eigenen Sprachmodell LaMDA, das ├╝ber mehrere Jahre entwickelt und an Texten und Dialogen trainiert wurde. Bard k├Ânne damit die "volle Bandbreite des Weltwissens mit der Macht, Intelligenz und Kreativit├Ąt unserer Sprachmodelle" kombinieren, erkl├Ąrte Unternehmenschef Pichai.

Bard bedient sich direkt der Infos aus dem Internet und k├Ânne damit "frische, hochwertige Antworten" liefern. Damit unterscheidet sich das Google-Projekt von ChatGPT, das sich nicht direkt auf das Internet st├╝tzt. Bard arbeitet so gesehen eher wie eine Suchmaschine.

Google nimmt mit seinem Projekt den direkten Kampf im KI-Bereich gegen Microsoft auf, denn der Konkurrent hatte im Januar angek├╝ndigt, mehrere Milliarden Dollar in OpenAI zu investieren. ChatGPT soll au├čerdem in die Microsoft-Dienste wie das Office-Paket, die Besprechungssoftware Teams und m├Âglicherweise auch die Suchmaschine Bing integriert werden. Das wiederum greift den Suchmaschinen-Platzhirschen von Google an.

Alarmstufe Rot bei Google

Besonders in der Weiterentwicklung von Suchmaschinen durch KI liegt gro├čes Potenzial. Diese w├╝rden dann "strukturierte Antworten auf Fragen geben, statt nur Links zu liefern", sagt Thierry Poibeau vom Forschungszentrum CNRS in Paris. Bots wie ChatGPT g├Ąben aber auch falsche Antworten und das sei f├╝r eine Suchmaschine dann "├Ąrgerlich".

Laut Medienberichten hatte der enorme Erfolg von ChatGPT eine Art "Alarmstufe Rot" bei Google ausgel├Âst. Firmengr├╝nder Larry Page und Sergey Brin seien zum Brainstorming zur├╝ck in die Firma geholt worden, um mit Softwareentwicklern herauszuarbeiten, wie dem Programm m├Âglichst schnell etwas entgegengesetzt werden k├Ânnte. Zuletzt entt├Ąuschten auch die Zahlen der Google-Mutter Alphabet, was den Handlungsdruck zus├Ątzlich erh├Âhte.

In den Wettlauf um den besten Chatbot reihte sich auch China ein: Der Internetkonzern Baidu entwickelt eine eigene KI-Anwendung namens Ernie Bot - deren Testphase werde im M├Ąrz abgeschlossen sein, sagte eine Unternehmenssprecherin. Dann werde der Chatbot der "breiten ├ľffentlichkeit" zug├Ąnglich gemacht. Ein Datum daf├╝r sei noch nicht festgelegt worden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur afp
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