Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet >

China blockiert Wikipedia in sämtlichen Sprachen

Zensur vor Jahrestag  

China blockiert Wikipedia in sämtlichen Sprachen

15.05.2019, 13:03 Uhr | dpa

China blockiert Wikipedia in sämtlichen Sprachen. Wikipedia: Chinesische Zensoren haben die Online-Enzyklopädie gesperrt. (Quelle: Getty Images/zmeel)

Wikipedia: Chinesische Zensoren haben die Online-Enzyklopädie gesperrt. (Quelle: zmeel/Getty Images)

Nutzer aus China haben aktuell keinen Zugriff auf Wikipedia: Nicht nur die chinesischsprachige, sondern alle Sprachversionen der Website sind blockiert. Grund dafür ist ein bevorstehendes politisches Ereignis.

Vor dem 30. Jahrestag des Pekinger Tiananmen-Massakers haben chinesische Zensoren die Online-Enzyklopädie Wikipedia komplett gesperrt. Die Website war am Mittwoch in China nicht abrufbar. Die Sperre in sämtlichen Sprachen sei schon Ende April erfolgt, bestätigt Wikipedia laut BBC-Angaben. Zuvor waren in China bereits Artikel auf Chinesisch gesperrt.

Die Regierung in Peking kontrolliert das Internet mit zunehmender Härte. Gesperrt ist etwa die Suchmaschine Google. Auch soziale Medien wie Facebook, Twitter oder YouTube und WhatsApp sind geblockt – ebenso Nachrichtenseiten der "New York Times", des "Wall Street Journal" und aus Sicht der Zensoren politisch heikle oder chinakritische Websites.

Wer die Blockaden umgehen will, braucht einen VPN-Tunnel (Virtual Private Network). Vor allem vor wichtigen politischen Ereignissen oder für die Regierung heiklen Gedenktagen gehen die Behörden jedoch stärker gegen solche geschützte Verbindungen vor, indem sie diese massiv stören.

Pekinger Tiananmen-Massakers jährt sich

In drei Wochen jährt sich zum 30. Mal das Tiananmen-Massaker. Im Frühjahr 1989 hatten sich auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen-Platz) über Wochen hinweg Demonstranten versammelt und politische Reformen gefordert. In der Nacht zum 4. Juni 1989 rollten Panzer an.

Soldaten eröffneten das Feuer auf die Demonstranten. Bis heute verschweigt Chinas Regierung die wahre Zahl der Opfer. Es dürften jedoch mehrere Hundert Tote gewesen sein. Tausende Demonstranten landeten in Gefängnissen oder Arbeitslagern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet

shopping-portal