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Bitcoin-Scam: Twitter-Konten von Biden, Musk, Gates offenbar gehackt

Riesiger Bitcoin-Scam  

Twitter-Konten von Biden, Musk, Gates offenbar gehackt

16.07.2020, 01:23 Uhr | aj, t-online.de

Bitcoin-Scam: Twitter-Konten von Biden, Musk, Gates offenbar gehackt. Elon Musk: Der Tesla-Chef ist schon öfters Opfer von Hackerangriffen geworden. (Quelle: dpa/Kiichiro Sato/Archivbild)

Elon Musk: Der Tesla-Chef ist schon öfters Opfer von Hackerangriffen geworden. (Quelle: Kiichiro Sato/Archivbild/dpa)

Bill Gates, Barack Obama, Elon Musk, Joe Biden: Auf Twitter treiben derzeit Hacker ihr Unwesen. Zahlreiche bekannte Konten wurden geknackt. Der Aufruf: Follower sollten Bitcoin versenden. 

Eine Reihe großer Twitterkonten unter anderem von prominenten US-Persönlichkeiten, Unternehmern und Firmen sind am Mittwoch offenbar einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Unter den gekaperten Konten befanden sich unter anderem Apple und Uber in den USA, Amazon-Gründer Jeff Bezos, Ex-US-Präsident Barack Obama, Ex-Vizepräsident Joe Biden, Musiker Kanye West, Tesla-Chef Elon Musk und Microsoft-Gründer Bill Gates.

Binnen 30 Minuten sollten Bitcoins im Wert von 1.000 US-Dollar (rund 870 Euro) per Link überwiesen werden, hieß es in mehreren Tweets, die von den jeweiligen Konten abgeschickt wurden. Das Versprechen: Die Summe der eingezahlten Kryptowährung werde verdoppelt und dann an den Absender zurückgesandt.  

"Ich fühle mich wegen Covid-19 großzügig"

Der Account von Tesla-Chef Elon Musk etwa gab um 16.17 Uhr folgenden mysteriösen Tweet ab: "Ich fühle mich wegen Covid-19 großzügig. Ich werde jede an meine BTC-Adresse gesendete Zahlung für die nächste Stunde verdoppeln. Viel Glück und bleib sicher da draußen!" Der Tweet enthielt auch eine Bitcoin-Adresse. Die Botschaft wurde nach kurzer Zeit gelöscht und mit einer ähnlichen Nachricht ersetzt.

Bei Bill Gates lautete eine der Botschaften: "Alle fragen mich immer wieder, wann ich zurückgebe, jetzt ist die Zeit gekommen. Alle Einzahlungen auf mein BTC-Konto werden in den nächsten 30 Minuten verdoppelt. Du sendest $1,000, ich sende $2,000 zurück". 

Ein dubioser Tweet auf dem Konto von Joe Biden: Die Botschaft enthält auch Rechtschreibfehler. (Quelle: Screenshot/Twitter)Ein dubioser Tweet auf dem Konto von Joe Biden: Die Botschaft enthält auch Rechtschreibfehler. (Quelle: Screenshot/Twitter)

Die "New York Times" berichtete, Hunderte Menschen seien auf den Betrug hereingefallen. Demnach wurden mehr als 100.000 US-Dollar, das sind umgerechnet rund 87.620 Euro, innerhalb weniger Stunden auf das Konto eingezahlt. Eine Quelle für die Informationen nennt die Zeitung allerdings nicht. Einige Menschen kommentierten unter den Tweets, dass sie Bitcoins verschickt hätten. Andere warnten davor, dass es ein Betrug sei, an dem man nicht teilnehmen solle.

Wie konnte es zu dem Hack kommen?

Wie genau der Hackerangriff passierte, blieb zunächst unklar. Viele der Accounts wurden zeitweise gesperrt und waren kurze Zeit später ohne die zweifelhaften Nachrichten wieder online. Berichten zufolge habe der Nachrichtendienst zunächst alle verifizierten Konten blockiert, mehrere Nutzer berichteten davon, dass sie keine Tweets versenden oder ihre Passwörter ändern konnten. Twitter selbst sprach von einem "Sicherheitsvorfall", an einer Lösung werde gearbeitet. Wenige Stunden nach dem Zwischenfall hieß es, die meisten Accounts sollten wieder funktionieren.

Twitter hatte in der Vergangenheit immer wieder mal Probleme mit dem Kapern von Accounts – aber noch nie auf so breiter Front und bei so prominenten Namen. Das Ausmaß der Attacke legt nahe, dass diesmal nicht wie bei früheren Fällen etwa eine mit Twitter-Accounts verknüpfte App ausgenutzt wurde – sondern direkt Systeme von Twitter betroffen sein könnten.

Die Accounts der Prominenten dürften mit komplexen Passwörtern sowie der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt sein, bei der zusätzlich noch ein frisch zugeschickter Code für die Anmeldung auf einem neuen Gerät erforderlich ist. Dass es dennoch gelang, Nachrichten im Namen der Prominenten abzusetzen, wirft ernsthafte Fragen zu den Sicherheitsvorkehrungen von Twitter auf –  insbesondere weniger als vier Monate vor der US-Präsidentenwahl. Der Account des US-Präsidenten Donald Trump, für den Twitter ein zentraler Kommunikationskanal ist, war am Mittwoch nicht betroffen.

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