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Niedrigzinsen: So können Sie ihr Geld nun gut anlegen


Aktien, ETFs und Co.  

Mit diesen Investments machen Sie trotz Mini-Zinsen Gewinn

19.02.2021, 18:09 Uhr
Niedrigzinsen: So können Sie ihr Geld nun gut anlegen. Anlegen bei niedrigen Zinsen: Viele Online-Broker machen das Investment an der Börse einfach. (Quelle: imago images/Kniel Synnatschke)

Anlegen bei niedrigen Zinsen: Viele Online-Broker machen das Investment an der Börse einfach. (Quelle: Kniel Synnatschke/imago images)

Das Sparbuch hat in Zeiten der Nullzinspolitik ausgedient – Anlageformen wie Fonds, ETF und Aktien werden dagegen immer beliebter. t-online zeigt Ihnen, was dahinter steckt und wie Sie Ihr Geld weiterhin sinnvoll anlegen können.

Sparbuch, Fest- und Tagesgeld sind noch immer die beliebtesten Anlageformen der Deutschen  – dabei gleichen sie in Zeiten der Nullzinspolitik häufig nicht einmal die Inflation aus. Sie können Ihrem Geld dabei also wortwörtlich beim Schrumpfen zusehen. Mehr noch: Wer sein Geld auf dem Konto ruhen lässt, riskiert bei immer mehr Banken sogar Strafzinsen.

Dabei gibt es viele Möglichkeiten, Ihr Geld an der Börse in verschiedenen Anlageformen zu investieren. Wie viel Risiko Sie dabei eingehen möchten, entscheiden Sie selbst, denn die Börse ist nicht nur ein Platz für Zocker. t-online zeigt Ihnen, wie Sie ihr Geld aktuell geeignet investieren können – an und abseits der Börse.

Was sind die gängigsten Anlageformen?

Sie können Ihr Geld in viele verschiedene Anlageformen investieren. Die folgenden sind die gängigsten Finanzprodukte und auch für Einsteiger gut geeignet: 

Wertpapiere

  • Fonds und ETFs
  • Aktien
  • Staats- und Unternehmensanleihen

Sachanlagen

  • Rohstoffe wie Gold, Silber, Öl oder auch Kaffee
  • Immobilien

Bank- und Versicherungsprodukte

  • Tages- und Festgeld
  • Sofortrente
  • Renten- und Lebensversicherung

Was muss ich beim Anlegen beachten?

Bevor Sie ihr Geld investieren, sollten Sie sich folgende wichtigen Fragen stellen: 

  • Wie viel Geld steht Ihnen zur Verfügung?
  • Wie lange können und möchten Sie Ihr Geld investieren?
  • Wie viel Risiko können und möchten Sie eingehen?
  • Könnte sich Ihre finanzielle Situation bald ändern?
  • Wann möchten Sie in den Ruhestand gehen?
  • Wie viel Rendite möchten Sie erwirtschaften?

Wie Sie diese Fragen beantworten, entscheidet, welche Finanzprodukte für Sie am geeignetsten sind. Für einen Fondssparplan sollten Sie zum Beispiel über einen längeren Zeitraum einen konstanten Betrag einzahlen.

Hier kommt es also darauf an, dass Ihnen für diesen Zeitraum immer diese Summe zur Verfügung steht. Hier lohnt es sich, einen Blick auf das Haushaltskonto zu werfen und zu überprüfen, welche Summe Sie im Monat nicht ausgeben beziehungsweise für Ihre Anlage verwenden könnten.

Verfügen Sie dagegen plötzlich über eine größere Summe, etwa durch ein Preisgeld oder eine Erbschaft, können Sie das Geld beispielweise in  Immobilien, Rohstoffe, Aktien großer Unternehmen oder Fonds investieren und anschließend ruhen lassen. 

Auch das Alter spielt eine Rolle, besonders bei der Frage, wie risikoreich ihre Anlage sein soll. Während jüngere Anleger Verluste über die Jahre ausgleichen können, schmerzen Einbrüche im Alter deutlicher.

Wichtig: Je näher der Ruhestand rückt, desto weniger Risiken sollten Sie als Anleger eingehen. Mit dem Alter sollten Sie nach und nach risikoreiche Produkte in sicherer Anlageformen umwandeln.

Zusätzlich sollten Sie diese vier goldenen Grundsätze des Anlegens beachten: 

  • Investieren Sie kein Geld, das Sie nicht haben – gehen Sie nicht in den Dispo für eine Anlageform
  • Informieren Sie sich gut über die Finanzprodukte. Vertrauen Sie nicht nur auf Berater oder Freunde.
  • Streuen Sie ihr Geld auf viele verschiedene Produkte 
  • Balancieren Sie risikoreiche und konservative Anlagen miteinander aus.

Wie investiere ich in ETFs?

In ETFs können Sie einfach über den Broker Ihrer Hausbank, Ihrer Direktbank oder bei Neubrokern wie Trade Republic, Scalable oder Smartbroker investieren. Am beliebtesten sind unter den ETF die Aktien-Indexfonds.

Hier legen Sie Ihr Geld in Aktienindizes an – etwa den Dow Jones, den deutschen Leitindex Dax oder dem MSCI World. Es gibt aber auch ETFs, die auf kleineren Indizes basieren und damit auch Nischen abbilden. So ist in Deutschland seit 2021 sogar ein Cannabis ETFs handelbar.  

Sie können mit Sparplänen regelmäßig in ETFs investieren. Hier lohnt sich ein Vergleich der Broker – manche bieten Sparpläne auf bestimmte ETFs kostenlos an, andere verlangen eine Gebühr. 

Vorteile: Durch die Streuung breiter Indizes wie dem MSCI World können Sie eine hohe Rendite erwirtschaften, ohne sich in das Alltagsgeschehen der Börse zu vertiefen. So konnten Anleger bei ETFs auf den MSCI World seit 1975 durchschnittlich neun Prozent Rendite im Jahr erzielen. 

Im Gegensatz zum aktiven Fonds haben ETFs nur geringe Kosten. Für den iShares ETF auf dem MSCI World zahlen Sie als Anleger bei einer großen Direktbank etwa nur 0,20 Prozent Ihrer Anlagesumme als Gebühr.

Nachteile: Da ETFs auf Aktienindizes beruhen, schwanken auch hier die Kurse. Sie müssen als Anleger also Nerven und Geduld bewahren. Diese Anlageform eignet sich daher als langfristiges Investment, mit dem man Krisen aussitzt. 

Wie investiere ich in Investmentfonds?

Auch in diese Anlageklasse können Sie bei jedem Broker investieren. Hausbanken wie die Sparkasse oder die Volksbank bieten auch hauseigene Fonds an, die häufig von Beratern empfohlen werden. Hier lohnt sich immer der Vergleich, da Ihr Bankberater für eine erfolgreiche Empfehlung meist eine Provision kassiert. 

Bei Investmentfonds handelt es sich im Gegensatz zu ETFs um aktiv gemanagte Fonds. Eine Fondsgesellschaft steht also zwischen Ihnen als Anleger und dem Markt. Die Fondsgesellschaft entscheidet aufgrund Marktanalysen ihrer Fondsmanager, in welche Assets das Geld der Anleger investiert wird.

Investmentfonds sind dabei genauso vielfältig wie ETF, die Gesellschaften investieren je nach Fonds etwa in Wertpapiere, Rohstoffe oder auch Immobilien

Auch bei Investmentfonds können Sie bei vielen Brokern Sparpläne abschließen und so mit einer kleinen Summe von 25 oder 50 Euro konstant Vermögen aufbauen.

Vorteile: Zwischen Ihnen und der dem Geschehen steht eine Fondsgesellschaft, die auf das Marktgeschehen reagiert. Das eignet sich für Anleger, die den Markt selbst nicht immer im Auge behalten möchten. Zudem bietet diese Anlageform deutlich höhere Rendite als konservative Formen wie etwa das Sparbuch oder das Tagesgeldkonto. 

Nachteile: Investmentfonds sind im Vergleich mit ETFs mit höheren Kosten verbunden, da die Fondsmanager für die Steuerung Gebühren nehmen. Die laufenden Ausgaben sind bei dieser Anlageform höher, zudem müssen Sie als Anleger mit einem Ausgabenaufschlag für die Fondsgesellschaft rechnen.

Er wird einmalig erhoben, um Gebühren für Vertrieb und Verwaltung zu decken. Viele Fonds lassen sich das gut bezahlen: Bis zu 7 Prozent des Rücknahmepreises behält der Fonds so ein.

Wie investiere ich in Anleihen?

Anleihen können Sie als Anleger so einfach kaufen wie Fonds oder Aktien. Dafür suchen Sie sich die Anleihe aus, in die Sie investieren möchten, etwa eine Deutsche Staatsanleihe. 

Diese können Sie anschließend zum Kurswert beim Broker Ihrer Wahl kaufen, nachdem Sie ein Depot eröffnet haben. Populäre Anleihen gibt es bei einer Vielzahl von Brokern zu kaufen: Hier hilft es die Handelsplatzgebühren zu vergleichen. 

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