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Resturlaub ins nächste Jahr mitnehmen: So sind die Regeln

Das sind die Regeln  

So lange ist Ihr Resturlaub gültig, bevor er verfällt

02.11.2018, 08:56 Uhr | Amelie Breitenhuber, dpa-tmn

Resturlaub ins nächste Jahr mitnehmen: So sind die Regeln. Urlaub am Ende des Jahres: Um ihren Anspruch auf Resturlaub durchsetzen zu können, sollten Arbeitnehmer ihre Rechte kennen. (Quelle: dpa/Matthias Balk)

Urlaub am Ende des Jahres: Um ihren Anspruch auf Resturlaub durchsetzen zu können, sollten Arbeitnehmer ihre Rechte kennen. (Quelle: Matthias Balk/dpa)

Nicht jeder Arbeitnehmer darf Resturlaub ins nächste Jahr mitnehmen. Wer einen Anspruch darauf hat – und wer nicht, erfahren Sie hier.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und immer noch haben einige Arbeitnehmer ihren Urlaubsanspruch nicht komplett ausgeschöpft. Urlaubstage mit ins nächste Jahr nehmen – das darf ein Arbeitnehmer aber nicht so ohne Weiteres.

Arbeitsvertrag prüfen

"Der Arbeitsvertrag, die Betriebsvereinbarung oder auch ein geltender Tarifvertrag enthalten aber oft Regelungen, die günstiger sind als die gesetzlichen Vorgaben", sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Für Arbeitnehmer lohnt es sich also, diese zu überprüfen.

Jeder Arbeitnehmer kann mit seinem Arbeitgeber auch individuelle Einigungen treffen. "In der Regel ist das okay", sagt Bredereck. Man sollte als Arbeitnehmer aber beweisen können, dass eine solche Absprache getroffen wurde. "Dazu reicht zum Beispiel der Mailverkehr mit dem Chef aus", erklärt der Fachanwalt.

Zwei Arten von Gründen: persönliche und betriebliche

Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass Urlaubstage ins neue Jahr übertragen werden können, wenn persönliche oder aber dringende betriebliche Gründe vorliegen. Unter erste fallen etwa Elternzeit oder eine Langzeiterkrankung. Arbeitnehmer können auch andere Gründe geltend machen, wenn sie den Urlaub mit ins neue Jahr nehmen wollen. "Gerichte sind bei solchen Entscheidungen relativ locker."

Dringende betriebliche Gründe können zum Beispiel vorliegen, wenn große Teile der Belegschaft wegen einer Grippewelle ausfallen oder ungewöhnlich hohe Fehlzeiten vorliegen. "Da geht es um Vorkommnisse, die nicht in der betrieblichen Routine liegen", erklärt Bredereck. Eine stressige Produktion im Weihnachtsgeschäft zähle zum Beispiel eher nicht als dringender Grund. Denn: "Das Weihnachtsgeschäft kann in der Regel schon im Voraus geplant werden."

Urlaub bis Ende März 2019 nehmen

Arbeitnehmer müssen ihren Resturlaub aber in jedem Fall bis spätestens zum 31. März des Folgejahres nehmen. Sich am Ende des Jahres noch offene Urlaubstage auszahlen zu lassen – das geht nicht. "Diese Regelung gilt nur bei einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses." Jeder Urlaubstag, der nach dem 31. März des Folgejahres noch nicht verbraucht ist, verfällt also.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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