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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

EEG-Umlage: Warum sinkt sie 2022 deutlich?

Von afp, dpa, mak

Aktualisiert am 15.10.2021Lesedauer: 3 Min.
Ein Windpark vor der Kleinstadt BĂĽtzow in Mecklenburg-Vorpommern (Symbolbild): Die EEG-Umlage soll den Ausbau der erneuerbaren Energien finanzieren.
Ein Windpark vor der Kleinstadt BĂĽtzow in Mecklenburg-Vorpommern (Symbolbild): Die EEG-Umlage soll den Ausbau der erneuerbaren Energien finanzieren. (Quelle: Fotoagentur Nordlicht/imago-images-bilder)
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Die Strompreise sind in Deutschland so hoch wie in kaum einem anderen Land in der EU. Einen groĂźen Teil davon macht die EEG-Umlage aus. Doch was ist das eigentlich genau? Und wie funktioniert sie?

Das Wichtigste im Ăśberblick


  • Was ist die EEG-Umlage?
  • Wer bezahlt fĂĽr die Umlage?
  • Wer legt die Höhe der Umlage fest?
  • Warum sinkt die Umlage 2022?
  • Was flieĂźt noch in den Strompreis ein?
  • Was können Verbraucher erwarten?

Verbraucher müssen nächstes Jahr deutlich weniger für den Ausbau erneuerbarer Energien zahlen: Die EEG-Umlage sinkt 2022 deutlich – von 6,5 Cent auf 3,723 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde Strom.


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t-online erklärt, was das für den Strompreis heißt, was die EEG-Umlage eigentlich genau ist, wer sie bezahlt und woraus sich der Preis für Strom sonst noch zusammensetzt. Ein Überblick.

Was ist die EEG-Umlage?

Die EEG-Umlage ist eine Ökostrom-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), um den Ausbau von Windrädern, Solaranlagen oder Wasserkraft quer zu finanzieren. Sie wird seit dem Jahr 2000 erhoben.

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Hintergrund ist, dass sich die Übertragungsnetzbetreiber verpflichtet haben, den zunehmend angebotenen Ökostrom abzunehmen und weitgehend zu festen Preisen zu vergüten. Sie verkaufen den Strom dann an der Börse. Je nach Stromverbrauch und Börsenpreis entsteht für die Netzbetreiber eine Differenz, die mit der EEG-Umlage ausgeglichen werden soll.

Bei ihrer Einführung betrug die EEG-Umlage 0,19 Cent pro Kilowattstunde Strom – seitdem ist sie in den meisten Jahren gestiegen, zuletzt sank sie hingegen 2018 und 2019 leicht. Weil die Corona-Pandemie den Strommarkt einbrechen ließ, verhinderte die Bundesregierung mit einem Zuschuss, dass die EEG-Umlage stark stieg.

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Wer bezahlt fĂĽr die Umlage?

Am Ende wird sie grundsätzlich auf alle Stromverbraucher umgelegt. Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wird die EEG-Umlage knapp zur Hälfte von Unternehmen und zu gut einem Drittel von den privaten Haushalten getragen, der Rest entfällt größtenteils auf öffentliche Einrichtungen.

Allerdings können sich Unternehmen aus besonders stromintensiven Branchen Rabatte sichern, um Wettbewerbsnachteilen vorzubeugen. 2019 erhielten laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gut 2.000 Unternehmen Ermäßigungen – fast ausschließlich aus dem produzierenden Gewerbe.

Wer legt die Höhe der Umlage fest?

Zuständig sind die Betreiber der Stromübertragungsnetze – 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW. Sie lassen jedes Jahr unter Aufsicht der Bundesnetzagentur schätzen, wie viel Ökostrom im nächsten Jahr voraussichtlich ins Netz eingespeist wird, wie viel Geld sie den Erzeugern dafür zahlen müssen und wie viel sie wiederum an der Strombörse für die Energie bekommen. Auch weitere Größen wie der Gesamtstromverbrauch und der Bau neuer Ökostromanlagen werden geschätzt.

Eine besondere Rolle spielt das sogenannte EEG-Konto. Auf dieses flieĂźen die eingenommene EEG-Umlage und die Einnahmen aus dem Verkauf des Ă–kostroms, die Zahlungen an die Stromerzeuger gehen hiervon ab.

Warum sinkt die Umlage 2022?

Für die sinkende EEG-Umlage gibt es mehrere Gründe. Nach einer Analyse der Denkfabrik Agora Energiewende haben die hohen Gas-, Kohle- und CO2-Preise zu einem stark gestiegenen Börsenstrompreis geführt.

Damit werde weitaus weniger Geld vom EEG-Konto gebraucht, um Differenzkosten der erneuerbaren Energien auszugleichen – erneuerbare Energien erzielten höhere Erlöse am Markt und die notwendige Fördersumme sinke.

Dazu komme, dass Ökostromanlagen der frühen Jahre, die noch vergleichsweise hohe Vergütungen erhalten hätten, seit diesem Jahr nach und nach das Ende ihrer 20-jährigen Förderdauer erreichten: "Der Kostenrucksack des EEG wird damit immer kleiner", schreiben die Experten der Denkfabrik jüngst in einer Analyse.

Außerdem schießt der Staat 3,25 Milliarden Euro aus der CO2-Bepreisung zu, um die Verbraucher zu entlasten. Schon vergangenes Jahr überwies der Bund 10,8 Milliarden Euro, um die EEG-Umlage zu deckeln. Wegen der Corona-Krise brach der Börsenstrompreis ein und drückte das EEG-Konto auf ein Minus von 4,1 Milliarden Euro.

Was flieĂźt noch in den Strompreis ein?

Die eigentlichen Energiekosten machen nur knapp ein Viertel des Endpreises aus: Laut Bundesnetzagentur entfielen bei Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch zwischen 2.500 und 5.000 Kilowattstunden Mitte 2019 durchschnittlich 24,7 Prozent auf die Strombeschaffung, den Vertrieb und die Gewinnmarge des jeweiligen Anbieters.

Gut 23 Prozent entfielen demnach auf das Entgelt für die Netznutzung. Steuern und Abgaben machten mehr als die Hälfte aus; die EEG-Umlage war dabei mit rund 21 Prozent der größte Posten.

Was können Verbraucher erwarten?

In jedem Fall keine oder zumindest keine große Entlastung: Nach Angaben des Vergleichsportals Verivox liegt im Oktober 2021 der durchschnittliche Strompreis für Haushalte bei 31,38 Cent pro Kilowattstunde und damit höher als jemals zuvor.

Die Senkung der EEG-Umlage auf 3,72 Cent würde den aktuellen durchschnittlichen Strompreis zwar um rund 11 Prozent senken. Bei einem Dreipersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden läge die Entlastung bei rund 132 Euro.

Aber: "Die Senkung der EEG-Umlage bedeutet jedoch nicht, dass die Strompreise für die Kunden automatisch sinken", sagte jüngst Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. Denn gleichzeitig seien die Beschaffungskosten der Stromversorger deutlich gestiegen, auch bei den Netznutzungsentgelten zeichneten sich Erhöhungen ab. "Daher gehen wir davon aus, dass die Strompreise auch im kommenden Jahr ihr aktuelles Rekordniveau halten werden oder zumindest nicht spürbar sinken."

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Von Frederike Holewik und Anna Sophie KĂĽhne
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