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Abfindung nach 20 Jahren: Kennen Sie die Regelung?


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Diese Abfindung steht Ihnen zu

t-online, Raphael Diebold

Aktualisiert am 01.12.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 101808201Vergrößern des BildesLassen Sie sich rechtlich beraten, wenn es um Ihre Abfindung geht. (Quelle: Daniel Ingold via www.imago-images.de/imago)
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Endet das Arbeitsverhältnis nach zwei Jahrzehnten, kann eine ordentliche Abfindung herumkommen. Wir erläutern, was Sie wissen müssen.

Die 20-jährige Betriebszugehörigkeit ist ein Meilenstein, der oft mit einer Mischung aus Stolz und Wehmut betrachtet wird. Besonders, wenn das Arbeitsverhältnis endet, rückt die Frage nach einer angemessenen Abfindung in den Vordergrund.

Gesetzliche Regelungen und Firmenpolitik

Es besteht kein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung, allerdings können sich Rechte aus Arbeits- oder Tarifverträgen, sowie aus einem Sozialplan ergeben. Handelt es sich um eine betriebsbedingte Kündigung, kann ein Anspruch aus dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG) resultieren.

Berechnung der Abfindung – die Faustformel

Bei der Berechnung einer möglichen Abfindung lautet die Faustformel: ein halbes Monatsgehalt x Betriebszugehörigkeit in Jahren. Ein Beispiel: Bei einem Monatsgehalt von 4.000 Euro und 20 Jahren Betriebszugehörigkeit ergäbe sich so eine Abfindung von 40.000 Euro. Diese Formel ist nur ein Richtwert und keineswegs bindend. Es kann zu deutlich höheren oder niedrigeren Abfindungen kommen.

Hierbei spielen viele Faktoren eine Rolle, häufig zum Beispiel auch das Alter des Arbeitnehmers. Am Ende ist die Abfindungssumme meist ein Ergebnis nach längeren Verhandlungen. Jeder Fall ist individuell zu betrachten und zu beurteilen.


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Besondere Herausforderungen in Kleinbetrieben

In Kleinbetrieben, insbesondere wenn kein klarer Vertrag vorliegt, können die Abfindungsansprüche weniger transparent sein. Eine individuelle Klärung mit dem Arbeitgeber ist oft unumgänglich, um Missverständnisse zu vermeiden und faire Bedingungen zu schaffen.

Pflicht zur Information und aktive Kommunikation

Es liegt in Ihrer Pflicht, sich über Ihre Rechte und Pflichten im Klaren zu sein. Eine proaktive Kommunikation mit dem Arbeitgeber oder der Personalabteilung ist essenziell, um Ihre Ansprüche zu klären.

Anwaltliche Unterstützung – ein Muss bei Unklarheiten

Gerade bei unklaren Vertragslagen oder in Kleinbetrieben ohne festgelegte Verträge ist es empfehlenswert, sich rechtlich beraten zu lassen. Ein Anwalt unterstützt Sie dabei, Ihre Ansprüche zu verstehen und durchzusetzen. Das gilt auch im Fall einer Kündigung.

Nach der Klärung Ihrer Abfindungsansprüche kann der nächste Schritt sein, Ihre finanzielle Zukunft zu planen. Die erhaltenen Mittel können eine Gelegenheit sein, in neue berufliche Ambitionen zu investieren, sei es eine Weiterbildung, den Start in die Selbstständigkeit oder eine wohlverdiente Auszeit, um sich neu zu orientieren.

Verwendete Quellen
  • kuendigungsanwalt.de: "Abfindung zum Ausgleich finanzieller Nachteile bei Kündigung"
  • rechtecheck.de "Abfindung nach Betriebszugehörigkeit"
  • kanzlei-herfurtner.de "Abfindung nach Beschäftigungsjahren? So zahlen Sie nicht zu viel!"
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