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Was darf man aufwärmen?

ag

29.07.2011Lesedauer: 3 Min.
Knusprige Kruste, zartes Fleisch: So wird der Gänsebraten perfekt
Eine Weihnachtsgans im Ofen: Das Festmahl reicht f√ľr mehrere Tage. (Quelle: Florian Schuh/dpa-tmn-bilder)
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Einmal kochen, drei Tage lang davon essen? Das spart Zeit und Geld. Viele Menschen kochen daher gr√∂√üere Portionen und w√§rmen die Speisen nach dem ersten Verzehr wieder auf. Doch sind wirklich alle Lebensmittel hierf√ľr geeignet? Bei Eierspeisen, Fisch, Muscheln, Spinat und Pilzen herrscht bei vielen Unsicherheit. Darf man sie wiederverwerten? Sechs Tipps zum Aufw√§rmen von Speisen.

Keine Chance f√ľr Bakterien & Co.

Was schon die alte Witwe Bolte bei Wilhelm Busch wusste: Rotkohl und Sauerkohl schmecken erst nach dem ersten oder zweiten Aufw√§rmen richtig gut. Andere Speisen dagegen, zum Beispiel Fisch, Broccoli und Karotten, b√ľ√üen beim Geschmack ein. Generell gilt: Alle gekochten Speisen lassen sich noch einmal aufw√§rmen. Wichtig ist aber, dass man Speisen, die man nicht gleich verzehren will, nach dem Kochen so schnell wie m√∂glich in den K√ľhlschrank stellt. Wird dies nicht beachtet, vermehren sich die Mikro-Organismen in den Lebensmitteln und bilden Giftstoffe, so genannte Toxine. Es kommt zu Durchf√§llen, √úbelkeit und Erbrechen.

Ausreichend erhitzen - langes Warmhalten vermeiden

Lebensmittel √ľber Nacht einfach auf dem Herd stehen zu lassen, ist eine schlechte Idee. Im Essen bilden sich Bakterien, die Durchfall und Erbrechen ausl√∂sen k√∂nnen. Beim Aufw√§rmen gilt: Die Temperatur sollte √ľber 70 Grad Celsius betragen. Darauf weist das Bundesamt f√ľr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hin. Bei niedrigeren Kochtemperaturen werden n√§mlich bestimmte Krankheitserreger nicht abget√∂tet. Dann k√∂nnen sich Giftstoffe bilden, die schlimmstenfalls zu einer Lebensmittelvergiftung f√ľhren. Ein allzu langes Warmhalten der Speisen und ein mehrfaches Aufw√§rmen ist ebenfalls nicht empfehlenswert. Sonst gehen zu viele N√§hrstoffe und Vitamine verloren.

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Pilze: Auf die K√ľhlung kommt es an

"Pilze darf man nicht aufw√§rmen", besagt eine alte K√ľchenweisheit. Der Grund: Bei l√§ngerem Stehen im Warmen k√∂nnen sich gef√§hrliche Giftstoffe bilden. Seit der Erfindung des K√ľhlschranks ist diese Regel hinf√§llig - allerdings nur, wenn man ein paar Regeln beachtet. Wichtig ist es, die Reste schnell abzuk√ľhlen. "Pilze sind leicht verderblich. Wegen ihres hohen Wasser- und Eiwei√üanteils sind sie ein idealer N√§hrboden f√ľr Mikroorganismen", erkl√§rt Antje Gahl, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung. Im K√ľhlschrank k√∂nnen Reste jedoch maximal 24 Stunden aufbewahrt werden. Da Spinat viel Nitrat enth√§lt, sollte man ihn allerdings f√ľr Kleinkinder nicht aufw√§rmen. S√§uglinge sollten das Gem√ľse gar nicht bekommen, r√§t der Infodienst Landwirtschaft - Ern√§hrung - L√§ndlicher Raum.

Spinat und nitratreiche Gem√ľsesorten

Spinat enth√§lt von Natur aus vergleichsweise viel Nitrat, das durch Bakterien in giftiges Nitrit umgewandelt werden kann. Dies passiert zum Beispiel, wenn bereits zubereiteter Spinat l√§ngere Zeit bei Zimmertemperatur steht. Bei nitratreichen Gem√ľsesorten wie Blattsalaten, Mangold, Rettich, Radieschen empfiehlt es sich zudem, das Gem√ľse in der Hauptsaison zu kaufen, da es dann nitrat√§rmer ist als Treibhausgem√ľse. Zudem sollten Sie Stiele und Str√ľnke herausschneiden und das Kochwasser weg gie√üen. Gegarte Gem√ľsereste sollten schnell - am besten im Wasserbad - abgek√ľhlt und im K√ľhlschrank maximal ein bis zwei Tage gelagert werden. Dieses Gem√ľse kann dann wieder aufgew√§rmt und von Erwachsenen und gr√∂√üeren Kindern bedenkenlos gegessen werden.

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Vitaminverluste vermeiden

"Je h√§ufiger Speisen wieder erw√§rmt werden, desto gr√∂√üer ist der N√§hrstoffverlust, weil die meisten Vitamine empfindlich gegen Hitze und Sauerstoff sind", erkl√§rt Ern√§hrungsexpertin Gahl. Die Mikrowelle ist f√ľr das Aufw√§rmen eine zeitsparende Alternative zum Herd. Die N√§hrwertverluste der Lebensmittelreste sind nicht geringer als beim herk√∂mmlichen Kochen. Vorsicht ist jedoch beim zu schnellen Erhitzen geboten. H√§ufig verleitet die Mikrowelle n√§mlich dazu, die Wattleistung zu hoch einzustellen, um die Garzeit noch weiter zu verk√ľrzen. Das geht wiederum auf Kosten der Vitamine. Zudem bewirkt die Mikrowellen-Energie eine ungleichm√§√üige Erhitzung der Nahrung. Vor allem bei Gefl√ľgel und bei mit frischen Eiern zubereiteten Speisen ist darauf zu achten, dass das Gericht f√ľr einige Minuten mindestens 70 Grad Celsius hei√ü wird, so dass Salmonellen nicht √ľberleben k√∂nnen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow
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