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Haferflocken: Warum Sie diesen Alleskönner unbedingt öfter essen sollten


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Darum sollten Sie öfter Haferflocken essen

Von t-online, dpa, cch

Aktualisiert am 25.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Haferflocken: Das Getreideprodukt ist reich an Mineral- und Ballaststoffen.
Haferflocken: Das Getreideprodukt ist reich an Mineral- und Ballaststoffen. (Quelle: undefined/getty-images-bilder)
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Haferflocken nehmen die meisten höchstens mit dem Müsli zu sich. Dabei war Hafer bis ins 19. Jahrhundert eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel und allseits bekannt für seine heilende Wirkung. Wir nennen Ihnen sieben Gründe, warum Sie öfter Haferflocken essen sollten.

1. Haferflocken sorgen für mehr Energie

Hafer gilt aus ernährungsphysiologischer Sicht als das wertvollste Getreide. Das liegt vor allem an seinem hohen Eiweiß- und Ballaststoffgehalt sowie an den enthaltenen Mineralstoffen und den Vitaminen B1 und E. Diese Kombination sorgt für einen geregelten Blutzuckerspiegel und ein starkes Immunsystem. Vor allem Sportler können von dieser natürlichen Energiezufuhr Gebrauch machen.

2. Hafer fördert schöne Haut

Die in den Haferflocken enthaltenen B-Vitamine sorgen nicht nur für mehr Power, sondern zusammen mit Spurenelementen wie Zink, Mangan und Kupfer auch für starke Fingernägel und reine, gesunde sowie schöne Haut. Bereits 40 Gramm Haferflocken – das sind etwa drei bis vier Esslöffel – decken 20 Prozent des Tagesbedarfs an Zink und Kupfer.

3. Haferflocken sind wirksam gegen Magen-Darm-Beschwerden

Haferflocken gelten bis heute als bewährtes Hausmittel. Vor allem bei Magen-Darm-Krankheiten können sie Beschwerden lindern. Die in den Haferflocken enthaltenen unverdaulichen Ballaststoffe halten den sauren Magensaft von der Schleimhaut wie eine Schutzschicht fern. Darüber hinaus kurbelt aufgekochter Haferbrei mit Wasser oder Milch die Verdauung an.

4. Glucan hält den Blutzuckerspiegel in Schach

"Beim Hafer kommt es ganz besonders auf eine spezielle Art von Ballaststoffen an, die Beta-Glucane", erklärt Johannes Gottfried Mayer, Leiter der Forschergruppe Klostermedizin des Instituts für Geschichte der Medizin an der Universität Würzburg. "Beta-Glucane verhindern einen starken Anstieg des Blutzuckerspiegels. Das ist besonders interessant für Menschen, die an Diabetes Typ II leiden."

Es gibt Studien, denen zufolge insulinpflichtige Diabetiker mit zwei Hafertagen pro Monat – Tage, an denen die Ernährung hauptsächlich auf Hafer basiert – ihren Insulinbedarf um ein Drittel senken können. Der Effekt eines Hafertages halte zwei bis drei Wochen an.

5. Haferflocken senken den Cholesterinspiegel

Und noch weitere Faktoren machen das Getreide so gesund. Die 4,5 Gramm Beta-Glucan auf 100 Gramm Hafer schützen zum Beispiel die Schleimhaut des Verdauungstraktes, sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. "Zudem bindet Beta-Glucan vermutlich Gallensäuren und fördert deren Ausscheidung, sodass der Körper auf Cholesterin zurückgreifen muss, um neue Gallensäuren zu bilden." Daher geht der Cholesterinspiegel mit dem Verzehr von Hafer herunter.

6. Haferflocken sättigen gut

Haferflocken enthalten zwar viele Kalorien – etwa 332 Kilokalorien pro 100 Gramm – machen aber nicht unbedingt dick. Im Gegenteil, sie eignen sich sogar für eine Diät. Denn die in ihnen enthaltenen Ballaststoffe machen lange satt. Diese pflanzlichen Fasern regulieren die Verdauung und dämpfen den Hunger. Zudem kann auch der hohe Eiweißgehalt in den Flocken beim Abnehmen helfen. Pro 100 Gramm stecken in Haferflocken über zehn Gramm Eiweiß. Dieses kurbelt den Stoffwechsel an.

7. Haferflocken enthalten Antioxidantien

Antioxidantien können den Blutdruck senken und Entzündungen entgegenwirken. Zudem sollen sie das Immunsystem unterstützen und vor Krankheiten bewahren können. In Hafer – und nur in Hafer – stecken unter anderem die sogenannten Avenanthramide. Diese können schädigende Ablagerungen in den Blutgefäßen verhindern. So tragen sie zur Gesundheit der Gefäße und des Herz-Kreislauf-Systems bei.

So groß ist die ideale Portion Haferflocken

Bei aller Begeisterung über die gesundheitsfördernde Wirkung gilt aber auch für Hafer: Maß halten, so Ernährungswissenschaftlerin Inga Pfannebecker. Sie hat ein Buch über Hafer geschrieben: In "Porridge & Oats – Frühstück für Aufgeweckte" stellt sie morgendliche Varianten des gesunden Getreides vor. "Getreide an sich hat relativ viel Energie, daher sollte man natürlich nicht übertreiben." Eine ideale Portion ihr zufolge: 40 bis 50 Gramm Haferflocken, die zwischen etwa 150 und 180 Kilokalorien liefern.

Nährwerte pro 100 Gramm Haferflocken
Kilokalorien 379 kcal
Eiweiß 13 g
Fett 6,5 g
Cholesterin 0 mg
Kohlenhydrate 67,7 g
Ballaststoffe 10,1 g

Quelle: Amerikanisches Landwirtschaftsministerium

Pfannebecker empfiehlt, Hafer mit eiweißhaltiger Nahrung zu sich zu nehmen – etwa mit Milch, Quark oder Joghurt. Das sättige noch länger. "Um das enthaltene Eisen besser zu verwerten, sollte man Haferflocken zudem mit Vitamin C kombinieren, zum Beispiel mit frischen Früchten oder Saft."

Rezept: Bananen-Haferflocken-Kekse
Für das Backen dieses gesunden Snacks benötigen Sie nur zwei Zutaten: Bananen und Haferflocken. Für etwa ein Dutzend Kekse zerdrücken Sie eine reife Banane mit einer Gabel. Mischen Sie rund 80 Gramm Haferflocken dazu. Aus dieser Masse formen Sie dann flache Kekse. Backen Sie diese etwa zehn Minuten bei 180 Grad auf einem Blech, das Sie vorher mit Backpapier ausgelegt haben – fertig!

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Amerikanisches Landwirtschaftsministerium
  • Alleskörner: "Antioxidantien im Hafer"
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