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Lebensmittelvergiftung: Ursachen und die richtige Vorbeugung

Vorsicht bei diesen Speisen  

Wann eine Lebensmittelvergiftung droht – und wie Sie sich schützen

09.03.2018, 10:29 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Lebensmittelvergiftung: Ursachen und die richtige Vorbeugung. Meist treten die Symptome einer Lebensmittelvergiftung – wie Krämpfe, Erbrechen oder Durchfall – einige Stunden nach dem Verzehr des mit den Giftstoffen verunreinigten Lebensmittels auf. (Quelle: Getty Images/gpointstudio)

Meist treten die Symptome einer Lebensmittelvergiftung – wie Krämpfe, Erbrechen oder Durchfall – einige Stunden nach dem Verzehr des mit den Giftstoffen verunreinigten Lebensmittels auf. (Quelle: gpointstudio/Getty Images)

Bauchkrämpfe, Erbrechen, Durchfall: Vermehren sich Keime auf dem Essen, kann es zu einer Lebensmittelvergiftung kommen. Wo die größten Gefahren lauern – und wie Sie sich am besten vor einer Lebensmittelvergiftung schützen.

Eine Lebensmittelvergiftung wird nicht durch Krankheitserreger ausgelöst, sondern durch Toxine im Essen, die von Bakterien in der Nahrung gebildet werden. Gelangen die Giftstoffe in den Magen-Darm-Trakt, plagen den Betroffenen Übelkeit, starke Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen. In den meisten Fällen ist das Bakterium Staphylococus aureus Grund für die Beschwerden. Seltener sind Clostridium perfringens und Bacillus cereus die Auslöser.

Lebensmittelvergiftung durch Botulinumtoxin

Sehr selten, aber lebensgefährlich ist eine Lebensmittelvergiftung mit dem Gift Botulinumtoxin, das vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird. Schon geringe Mengen sind kritisch. Botulismus zeigt sich neben Erbrechen und Durchfall durch neurologische Ausfälle wie Schluck-, Sprach- und Sehstörungen. In schweren Fällen kann es zu Lähmungen, darunter Atemlähmung, kommen. 

Symptome einer Lebensmittelvergiftung zeigen sich rasch

Meist treten die Symptome einer Lebensmittelvergiftung einige Stunden nach dem Verzehr des mit den Giftstoffen verunreinigten Lebensmittels auf. Der Körper versucht, die Toxine so schnell wie möglich wieder auszuscheiden. Daher sind Lebensmittelvergiftungen heftig – aber meist nach ein bis zwei Tagen überstanden.

Diese Speisen sind risikoreich für eine Vergiftung

Vor allem Gerichte mit nicht ausreichend gegartem Fleisch, Fisch, Ei oder Huhn bergen Risiken in Hinblick auf eine Lebensmittelvergiftung. Dazu zählen unter anderem Sushi, Tiramisu und rohe Tierprodukte wie Mett oder Tartar. Doch auch verdorbene Pilze können zum Problem werden.

Besonders vorsichtig sollten Schwangere und Personen mit einem geschwächtem Immunsystem sein und auf heiß geräucherte Fischerzeugnisse wie Forellenfilet und Makrele sowie auf weiche Käsesorten aus pasteurisierter Milch verzichten, wenn diese mit Gelb- oder Rotschmiere hergestellt wurden. Dazu zählen zum Beispiel Harzer, Limburger, Esrom, Tilsiter und Handkäse.

Selbst eingelegte Lebensmittel und Konserven, die nicht ausreichend erhitzt wurden, sind in Hinblick auf das Bakterium Clostridium botulinum riskant, das vor allem unter Ausschluss von Sauerstoff Toxine bildet. Aufgeblähte Dosen sollten immer entsorgt werden. Für Säuglinge stellt Honig ein Risiko dar (Säuglingsbotulismus). 

Hygieneregeln einhalten: So beugen Sie einer Lebensmittelvergiftung vor

Die wichtigste Hygieneregel im Kampf gegen Keime im Essen ist Händewaschen vor und nach der Zubereitung von Speisen sowie nach jedem Kontakt mit rohem Fleisch, Fisch, Huhn und Ei. Tauwasser und Verpackungen von tierischen Produkten immer sofort entsorgen. Wichtig ist zudem, dass kritische Lebensmittel auf einem eigenen Brett geschnitten werden, damit mögliche Keime nicht auf andere Lebensmittel übergehen.

Nach der Zubereitung müssen Arbeitsplatte, Messer und Brett in der Spülmaschine oder mit Spülmittel und heißem Wasser gründlich gereinigt werden. Schwämme und Spülbürsten sollte man ebenfalls reinigen beziehungsweise austauschen.

Wichtig ist auch, die Speisen ausreichend durchzugaren. Dabei sollten im Inneren des Lebensmittels für mindestens zwei Minuten 70 Grad und höher erreicht werden. Reste gegarter Speisen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen verzehren. Obst und Gemüse immer abwaschen. Tierische Produkte werden nach dem Einkauf am besten in einer Kühltasche transportiert. Ist das Verbrauchsdatum abgelaufen, das Produkt entsorgen.

Nicht gleich Durchfall-Mittel schlucken

Hat man sich dennoch eine Lebensmittelvergiftung zugezogen, sollte man im Akutverlauf der Erkrankung auf Mittel gegen Durchfall verzichten, da diese die Darmtätigkeit verlangsamen. Das führt dazu, dass die Gifte unnötig lange im Körper verbleiben. Der Körper sollte die Möglichkeit haben, sie schnell von den Toxinen zu befreien.

Da der Körper dabei reichlich Flüssigkeit verliert, ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Am besten geeignet sind Tees und spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke. Lassen die gröbsten Beschwerden nach, sind geriebene Äpfel, zerdrückte Bananen, Salzstangen, Zwieback und schwarzer Tee eine gute Wahl.

Wann Sie mit einer Lebensmittelvergiftung zum Arzt müssen

Verbessern sich die Beschwerden nicht innerhalb von zwei bis drei Tagen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn starkes Fieber über 39 Grad auftritt oder sich Blut oder Eiter im Stuhl zeigen. Dann kann die Gabe von Antibiotika notwendig sein. Auch mit starkem Schwindel und Kreislaufbeschwerden sollte man zum Arzt. Kinder, ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem sollten mit starkem Durchfall und Erbrechen ebenfalls nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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