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Eiweißnahrung für Sportler: Wie geht's richtig?

Riegel, Shakes und Co  

Eiweißnahrung für Sportler: Wie geht's richtig?

06.02.2019, 13:11 Uhr | dpa

Eiweißnahrung für Sportler: Wie geht's richtig?. Sportlernahrung: Am besten schmeckt Eiweißpulver zusammen mit anderen Lebensmitteln, in einem selbst gemixten Smoothie zum Beispiel. (Quelle: Getty Images/JANIFEST)

Sportlernahrung: Am besten schmeckt Eiweißpulver zusammen mit anderen Lebensmitteln, in einem selbst gemixten Smoothie zum Beispiel. (Quelle: JANIFEST/Getty Images)

Protein ist in. Die Supermärkte sind voller Eiweißprodukte, von Getränken bis zu Käse. Doch was haben Sportler davon? Experten raten, die Inhaltsstoffe gut zu studieren und die Präparate eher sparsam zu nutzen. Denn ein Ersatz für echtes Essen sind sie nicht.

Sportler brauchen Eiweiß, auch Protein genannt. Da ist es kein Wunder, dass es gerade im Fitnessbereich zahlreiche Produkte gibt, die eine Zusatzdosis des wertvollen Stoffs versprechen. Doch ist die wirklich nötig?

Mehr Eiweiß, mehr Muskeln?

In der Regel lässt sich der Eiweißbedarf eines Erwachsenen durch eine ausgewogene Ernährung gut abdecken, sagen Experten. Fertigprodukte sehen sie daher eher kritisch: Protein kann den Muskelaufbau zwar positiv beeinflussen, wenn es kurz vor oder bis zu zwei Stunden nach dem Sport eingenommen wird, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. "Ein Mehr an Eiweiß bringt kein Mehr an Muskeln", sagt die Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der DGE. Ein gezieltes und intensives Training sei effektiver.

Andere Experten sehen das grundsätzlich ähnlich: Riegel oder Drinks bieten keine besondere Proteinzusammensetzung, die Nahrung nicht liefert, sagt Hans Braun aus der Abteilung Sporternährung im Institut für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Und doch haben die Präparate ihren Nutzen

"Notwendig sind Eiweißprodukte nicht, aber sie sparen eine Menge Zeit", sagt Günter Wagner vom Deutschen Institut für Sporternährung. Auch für Ernährungsberater und Personal Trainer Nino Herrscher sind die Fertigprodukte eher eine Notfalllösung.

"Generell sollte die Zutatenliste so kurz wie möglich und der Zuckeranteil nicht zu hoch sein", rät Personal Trainer und Ernährungsberater Tobias Süß. Neben tierischem oder pflanzlichem Protein seien meist Verdickungsmittel, Aromen und eventuell Süßstoffe enthalten.

Braun schlägt vor, die Proteinmengen auf vier bis fünf kleinere Portionen zu je 20 Gramm zu verteilen. "Wenn man weiß, man kommt unmittelbar nach einem intensiven Training nicht so schnell zum Essen, kann ein Shake helfen."

Wer abnehmen möchte und gerade deswegen Sport treibt, kann seine Proteinzufuhr eventuell nicht vollständig über die Nahrung abdecken. Hier kann ein Präparat ebenfalls hilfreich sein, sagt Braun. "Echtes Essen wird natürlich immer vorgezogen, aber ausnahmsweise kann man mal eine Mahlzeit durch einen Drink ersetzen", erklärt Süß.

Vorsicht bei Vorerkrankungen

Personen mit Vorerkrankungen wie Nieren- oder Leberschäden sollten vor dem Griff zu Proteinprodukten mit ihrem Arzt sprechen. Denn dann spiele die normale Ernährung eine wichtige Rolle, erklärt Süß: Ist sie ohnehin schon sehr eiweißhaltig, können weitere Zugaben unnötig belasten. Und Diabetiker müssen beachten, dass sie mit einem Eiweiß-Drink oder -Riegel zusätzliche Kohlenhydrate aufnehmen.

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Eine eiweißreiche Alternative zu Fertigprodukten sind laut DGE neben Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern vor allem Hülsenfrüchte wie Soja, Linsen und Erbsen. Nüsse und Samen sind ebenfalls ideale Eiweiß-Lieferanten, und auch Getreideprodukte wie Brot tragen zur optimalen Versorgung bei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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