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Zecken: So zäh sind die Blutsauger

Zecken  

Zecken können die Waschmaschine überleben

16.08.2011, 10:49 Uhr | wve

Zecken: So zäh sind die Blutsauger. Zecken: Zecken überleben auch in der Waschmaschine und unter Wasser. (Foto: imago)

Zecken sind zäh: Sie überleben auch in der Waschmaschine und unter Wasser. (Foto: imago)

Egal, ob auf dem Land oder in der Stadt: Zecken lauern im Sommer fast überall, wo es grün ist. Sie können für Menschen und Tiere gefährlich werden, weil sie Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) übertragen können. Deshalb sollte man seinen Körper nach einem Besuch im Grünen gründlich nach Zecken absuchen. Aber auch auf der Kleidung können die Tiere unbemerkt in die Wohnung kommen und dort überleben. Professor Jochen Süss vom Friedrich-Loeffler-Institut in Jena erklärt, was Zecken überleben.

Die Waschmaschine tötet Zecken nicht immer

Untersuchungen haben ergeben, wie zäh die kleine Blutsauger sind. Denn auch wenn man seine Kleidung nach einem Spaziergang im Grünen sofort bei 40 Grad Celsius wäscht, können sie das aushalten. "Bei 40 Grad überlebt ein hoher Prozentsatz der Zecken. Effektiver ist der Trockner oder eine Wäsche bei 60 Grad" erklärt Süss. In der Fachwelt weiß man mittlerweile, dass man Zecken erst ab einer Temperatur von 60 Grad töten kann. Das habe ein Versuch seines Kollegen Dr. Hans Dautel bestätigt.

Kälte hilft nur bedingt

Aber auch bei Kälte gehen die Zecken nicht direkt kaputt. "Wenn man seine Hose vorsichtshalber einfriert, muss man mindestens eine Temperatur von -12 bis -20 Grad haben, um die Zecken zu vernichten", betont Süss. Viele Gefrierschränke, die man in der Küche hat, haben aber nur eine Temperatur von -10 Grad und das können die Zecken überleben. "Schließlich vertragen Zecken ja auch einen kalten Winter", so Süss weiter. Genaue Untersuchungen, wie lange Zecken in der Kälte überleben können, gebe es aber nicht.

Zecken können nicht ertrinken

Auch Wasser kann den Tieren nicht so schnell etwas anhaben. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass Zecken auch eine Woche unter Wasser überleben können. Wenn man sie also im Waschbecken runterspült, ist man die Zecke selbst zwar los, man tötet sie damit aber nicht.

Überleben Zecken in der Wohnung?

Theoretisch können Zecken in der Wohnung ewig überleben. Doch bei uns in Mitteleuropa stellt das kaum eine Gefahr dar. "Der größte Feind der Zecke ist die Trockenheit", sagt Prof. Jochen Süss. Da es in den meisten Wohnungen hierzulande trocken ist, hat die Zecke in der Wohnung auch nur selten eine Überlebenschance.

Wie wird man Zecken los und wie schützt man sich?

Prof. Süss empfiehlt: "Wenn man draußen war, sollte man sich danach ganz ausziehen und bei hellem Licht den Körper nach Zecken absuchen. Denn Zecken brauchen meist Stunden, bis sie wirklich zustechen. Bis dahin kann man sie dann schon gefunden haben und vernichten." Außerdem sollte man draußen möglichst helle und enge Kleidung tragen, denn auf einem weißen Kleidungsstück sieht man die dunkle Zecke besonders gut und je enger die Kleidung ist, desto schwerer kommt die Zecke an die Haut heran.

Mit einem festen Gegenstand zerdrücken

Wenn man eine Zecke am Körper findet, die noch nicht zugestochen hat, kann man diese mit einer gut schließenden Pinzette oder dem Finger zerdrücken. Danach sollte man sich aber auf jeden Fall die Finger gut waschen und mit Alkohol desinfizieren. Die Versuche von Hand Dautel zeigten, dass man eine Zecke am besten mittels eines festen Gegenstandes tötet: Man solle den Blutsauger in Papier falten und dann ein Wasserglas mit Druck darüber ziehen. Auch das Töten in 40-prozentigem Alkohol, Chlorreiniger oder Sagrotan sei bei den Versuchen erfolgreich gewesen. Vom Zertreten raten Zeckenforscher ab, dass kann das Tier überleben, zum Beispiel im Profil.

Ratgeber:
Erhöhte Zeckengefahr durch milden Winter?
Was Sie unbedingt über Zecken wissen sollten

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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