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Hepatitis E: Krankheitserreger können in Schweinemett lauern


Hepatitis-E-Viren im Schweinemett

Von t-online
Aktualisiert am 18.07.2017Lesedauer: 2 Min.
Schweinemett kann gefährliche Krankheitserreger enthalten, unter anderem Hepatitis-E-Viren.
Schweinemett kann gefährliche Krankheitserreger enthalten, unter anderem Hepatitis-E-Viren. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa-bilder)
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Hepatitis E ist eigentlich eine in Deutschland seltene Tropenkrankheit. Doch laut Robert-Koch-Institut infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Erreger, obwohl sie nicht verreist sind. Die Krankheit verläuft dabei oft chronisch. Als Ursache vermuten die Experten infiziertes Schweinefleisch.

Die Zahl der mit Hepatitis-E-Infizierten ist in den vergangenen Jahren rasant angestiegen, auf 670 im Jahr 2014, auf 1246 im Jahr 2015 und sogar auf 1983 im Jahr 2016. Aktuell warnt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auf eine Hepatitis-E-Infektion durch den Verzehr von ungenügend erhitztem oder gar rohem Schweinefleisch.

Schweinefleisch, Leber und Mett als Infektionsquelle

Während sich Betroffene in der Vergangenheit meist auf Reisen angesteckt haben, gehen Experten des BfR inzwischen davon aus, dass sich die meisten Hepatitis-E-Patienten innerhalb Deutschlands infizieren. Als mögliche Ursachen nennen die Fachleute den direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder den Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Tiere, meist Schweinen, gewonnen wurden. Daneben kämen Bluttransfusionen und direkte Virusübertragungen durch Erkrankte als Infektionsquelle in Betracht.

"Wir gehen davon aus, dass ein Risiko der Virusübertragung besteht, wenn Schweinefleisch, Innereien und vor allem Leber roh verzehrt wird", sagte Professor Reimar Johne vom BfR gegenüber dem SWR. "Und auch für Mett und kurz gereifte Rohwurst besteht ein Risiko", so der Experte.

Jeder Sechste infiziert sich irgendwann mit Hepatitis E

Für Gesunde ist Hepatitis E in der Regel kein Problem, oft verläuft die Krankheit ohne Symptome. Laut BfR infiziert sich sogar jeder Sechste im Laufe seines Lebens mit Hepatitis E. Bei Schwangeren und Menschen mit Vorschädigungen der Leber kann es allerdings zu schweren Verläufen mit Gelenk- und Muskelschmerzen sowie der typischen Gelbfärbung der Haut kommen. Bei immungeschwächten Patienten kommen auch chronische Infektionen vor, die zu einer Leberzirrhose führen können. Vereinzelt gab es auch Todesfälle.

Drei Prozent der Schweine sind zum Schlachtzeitpunkt akut infiziert

Auch Verbraucherschützer von "foodwatch" sind inzwischen alarmiert. Rund drei von hundert Schweinen seien zum Schlachtzeitpunkt akut mit Hepatitis E infiziert und kämen unbemerkt in den Handel. "Der Kontakt mit diesen Schweinen, aber auch der Verzehr von daraus erzeugten Mett- und Rohwürsten stellt daher ein ernstes Infektionsrisiko dar", so die Verbraucherschutzorganisation.

Foodwatch fordert daher von der Bundesregierung, Forschungsprojekte zu initiieren, um Hepatitis E flächendeckend in deutschen Ställen nachweisen und bekämpfen zu können.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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