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Gelegenheitsrauchen: Wie gefährlich ist es wirklich?


Wie viele Zigaretten schaden Ihrer Gesundheit?

Larissa Koch mit dpa

Aktualisiert am 15.08.2017Lesedauer: 2 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Gelegenheitsraucher sehen sich meist als Nichtraucher – ist das berechtigt?
Gelegenheitsraucher sehen sich meist als Nichtraucher – ist das berechtigt? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Auch Gelegenheitsraucher schrauben ihr Risiko für einen vorzeitigen Tod langfristig merklich hoch. Das bestätigen neue Studien aus den USA.

Selbst Menschen, die durchschnittlich weniger als eine Zigarette pro Tag rauchen, hätten ein höheres vorzeitiges Sterberisiko als lebenslange Nichtraucher, berichteten Forscher im Fachjournal "JAMA Internal Medicine" bereits Ende 2016. "Die Ergebnisse der Studie stützen die Warnungen, dass es kein gesundheitlich sicheres Level beim Rauchen gibt", sagt Hauptautorin Maki Inoue-Choi vom Nationalen Krebs-Instituts (NCI) der USA. Beobachtet wurden 11.500 Studienteilnehmer.

Gelegenheitsraucher haben ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck

Auch Forscher der Ohio State University bestätigen nun: Gelegenheitsraucher haben ein größeres Risiko, Bluthochdruck zu bekommen sowie einen erhöhten Gesamtcholesterinspiegel als Nichtraucher. Und noch ärgerlicher dürfte es für die Gelegenheitsraucher sein: Ihr Risiko für beides – Bluthochdruck und erhöhten Cholesterinspiegel – ist genauso hoch, wie bei den "echten" Rauchern. Und Bluthochdruck sowie erhöhte Cholesterinwerte führen wiederum zu einem größeren Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Wer das Risiko klein halten möchte, darf gar nicht rauchen

Die Wissenschaftler werteten dazu die Daten von fast 40.000 Männern zwischen 21 und 40 Jahren aus und veröffentlichten ihre Ergebnisse im "American Journal of Health Promotion". Wer ab und an eine Zigarette etwa am Wochenende auf einer Party oder in einer Bar rauche, gefährde damit seine Gesundheit gleichermaßen wie es beim regelmäßigen Rauchen der Fall ist, betonten die Forscher. Um die Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gering zu halten, sollte man das Rauchen ganz lassen, ergänzten die Experten.

Wer raucht, stirbt früher

Weltweit sterben jährlich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund sechs Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens.

Für Menschen, die langfristig ein bis zehn Zigaretten täglich rauchen, liege die Gefahr, früher zu sterben, um 84 Prozent höher als bei lebenslangen Nichtrauchern, erklärten die Wissenschaftler vom Nationalen Krebs-Institut der USA . Von den rund 111.500 in der oben genannten Studie berücksichtigten lebenslangen Nichtrauchern starben demnach gut 9.000 (neun Prozent) an Krebs, Herz-Kreislauf- oder Lungenkrankheiten, bei denen es einen Zusammenhang zum Tabakkonsum gibt. Bei den eine bis zehn Zigaretten pro Tag rauchenden Teilnehmern waren es gut 230 der rund 1.500 Teilnehmer (16 Prozent). Eine häufige, aber nicht die einzige Todesursache war demnach Lungenkrebs. Ex-Raucher verbesserten ihre Lebenserwartung umso mehr, je früher sie das Rauchen aufgegeben hatten.

Studie mit Grenzen

Die geringe Zahl erfasster Raucher, die weniger als eine Zigarette täglich konsumieren, schränke die Aussagekraft der Daten für diese Gruppe stark ein, geben die Forscher zu bedenken. Für die 159 Menschen fehlten zudem detailliertere Angaben zum Rauchverhalten: Konsumieren sie eher eine Zigarette alle zwei Tage oder einmal in der Woche zehn bei Partys? Zudem gebe es Unsicherheiten, weil sich die Befragten an ihr Rauchverhalten vor etlichen Jahrzehnten erinnern mussten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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