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Zyanid: Vergiftung nach Einnahme von Aprikosenkern-Extrakt

Blausäure  

Mann vergiftet sich an Aprikosenkern-Extrakt

12.09.2017, 16:51 Uhr | AFP

Zyanid: Vergiftung nach Einnahme von Aprikosenkern-Extrakt. In den Kernen von Aprikosen ist das Gift Zyanid enthalten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Almaje)

In den Kernen von Aprikosen ist das Gift Zyanid enthalten. (Quelle: Almaje/Thinkstock by Getty-Images)

Nicht alles an Obst ist gesund: Ein Mann hat einem Bericht zufolge eine Zyanid-Vergiftung erlitten, nachdem er jahrelang Aprikosenkern-Extrakt zu sich genommen hatte.

Wie die Medizin-Fachzeitschrift "BMJ Case Reports" berichtet, konsumierte der Mann die Alternativmedizin zur Krebsvorbeugung über fünf Jahre lang täglich. Aprikosenkerne enthalten allerdings auch das Gift Zyanid, vielen bekannt als Blausäure, das lebensbedrohlich sein kann.

Mann nimmt jeden Tag zwei Löffel Aprikosenkern-Extrakt

Während einer Operation fielen seine extrem niedrigen Sauerstoff-Werte auf, bei Bluttests wurden alarmierend hohe Zyanid-Werte gemessen. Als der Patient aus der Vollnarkose aufwachte, habe er die Ärzte über seine Selbstmedikation informiert: jeden Tag zwei Teelöffel seines hausgemachten Aprikosenkern-Extraktes und zusätzlich drei Fruchtkern-Tabletten.

Täglich habe er somit 17 Milligramm des Extraktes zu sich genommen – genug, um den Zyanidgehalt im Blut auf das 25-Fache der Menge zu erhöhen, die als unbedenklich gilt. Laut Medizin-Internetseiten können 50 Milligramm des Giftes, also etwa ein bis zwei Teelöffel, bereits zum Tod eines 72 Kilogramm schweren Menschen führen.

Selbstmedikation kann gefährlich sein

Der Fall des Mannes zeigt dem "BMJ"-Bericht zufolge, dass Selbstmedikation mit Alternativmedizin gefährlich sein kann. Die Ärzte erklärten dem Mann ihre Bedenken; er habe sich allerdings dazu entschieden, den Aprikosenkern-Extrakt weiterhin zu nehmen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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