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Rezeptfreie Arzneien können abhängig machen

Keine harmlosen Pillen  

Rezeptfreie Arzneien können abhängig machen

11.09.2019, 12:27 Uhr | dpa

Rezeptfreie Arzneien können abhängig machen. Eine Packung freiverkäufliche Tabletten: Neben Linderung von Schmerzen können sie jedoch auch ungewollt zur Abhängigkeit führen. (Quelle: Getty Images/ MJ_Prototype)

Eine Packung freiverkäufliche Tabletten: Neben Linderung von Schmerzen können sie jedoch auch ungewollt zur Abhängigkeit führen. (Quelle: MJ_Prototype/Getty Images)

Eine Tablette gegen Kopfschmerzen, eine Tablette zum Einschlafen: Freiverkäufliche Medikamente können abhängig machen, warnen Psychiater. Doch woran erkennen Sie eine Abhängigkeit und was sollten Sie bei der Einnahme beachten?

Bei Schmerzen oder Schlaflosigkeit können rezeptfreie Medikamente oft Abhilfe schaffen. Sie bergen aber bei längerfristiger Einnahme das Risiko, abhängig zu machen. Das gilt insbesondere für Menschen, die sie einsetzen, um trotz Schmerzen oder Schlafstörungen dauerhaft leistungsfähig zu bleiben. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) hin.

Vorsicht bei Dauer und Häufigkeit der Einnahme

Grundsätzlich sollten freiverkäufliche Schmerzmittel daher nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht mehr als zehn Mal pro Monat eingenommen werden. Auch rezeptfreie Schlafmittel sollten nur kurzfristig und nach ärztlicher Rücksprache zum Einsatz kommen – besonders solche, die den Wirkstoff Diphenhydramin oder Doxylamin enthalten.

Anzeichen für missbräuchliche Einnahmen

Von einer missbräuchlichen Einnahme spricht man laut BVDP, sobald die Medikamente nicht zur Behandlung von Beschwerden eingesetzt werden, sondern, um das eigene Wohlbefinden zu steigern. So soll vorsichtig sein, wer Schmerz- oder Schlaftabletten ohne Absprache mit einem Arzt nur vorbeugend einnimmt. Auch das Horten von Medikamenten und das Auftreten von Gefühlen des Unwohlseins, wenn keine Arzneimittel zur Verfügung stehen, können Warnsignale für eine Abhängigkeit sein.
 

Wichtig: Wer solch ein Verhalten bemerkt, sollte sich an seinen Hausarzt wenden. Die Medikamente sollten dann nur in ärztlicher Begleitung abgesetzt werden. Auch Beratungsstellen helfen bei ersten Anzeichen von Medikamentenabhängigkeit weiter. Zum Beispiel unter www.psychiater-im-netz.org.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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