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Lebensmittelvergiftung: Welche Nahrung ist gefährdet?

jlu

Aktualisiert am 20.06.2017Lesedauer: 3 Min.
Übelkeit ist ein typisches Symptom für eine Lebensmittelvergiftung.
Übelkeit ist ein typisches Symptom für eine Lebensmittelvergiftung. (Quelle: LarsZahnerPhotography/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Auf der Gartenparty am Abend war noch alles in Ordnung. Besonders die Lachshäppchen, die Salate und das Tiramisu vom Buffet waren köstlich. Doch Zuhause plagen einen plötzlich Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe. Waren die Speisen vielleicht verdorben? Wahrscheinlich ja, denn die Symptome deuten darauf hin. Doch handelt es sich um eine Lebensmittelvergiftung oder ist es eine Salmonellen-Infektion? Wir erklären die Unterschiede.

Salmonellen – keine Lebensmittelvergiftung

Eine Lebensmittelvergiftung wird durch Giftstoffe hervorgerufen, die über das Essen in den Magen-Darm-Trakt gelangen. Diese Toxine werden bereits in der Nahrung von Bakterien gebildet. Das Tückische: Die Erreger können in jedem Lebensmittel vorkommen, sogar in Fertiggerichten und Konservendosen, besondere Vorsicht gilt aber bei Fleisch, Milch- und Eierspeisen. Außerdem sind viele Bakteriengifte hitzebeständig. Das heißt, dass die Bakterien zwar durch 30-minutiges Erhitzen auf 100 Grad Celsius sterben, das produzierte Gift kann aber nicht zerstört werden.

Anders Salmonellen: Diese Bakterien verursachen keine Lebensmittelvergiftung, sondern eine Lebensmittelinfektion. Im Unterschied zu einer Vergiftung dringen nicht die Gifte, sondern die Erreger selbst in den Magen-Darm-Trakt ein, vermehren sich dort und lösen dadurch Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen aus. Außerdem haben die Betroffenen Fieber.

Übelkeit und Durchfall nach dem Genuss verdorbener Lebensmittel

Typisch für eine Lebensmittelvergiftung: Die Symptome machen sich nach einer bestimmten Zeit bei allen Personen, die von der verdorbenen Speise gegessen haben, bemerkbar. Abhängig vom Erreger treten demnach ein bis 16 Stunden nach dem Essen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe auf – Fieber haben die Betroffenen nicht. Da der Körper beim Abwehren der Gifte viel Flüssigkeit und Salz verliert, ist es wichtig, viel zu trinken. Am besten sind Tee, Wasser oder spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke. In der Regel verschwinden die Beschwerden spätestens nach zwei Tagen. Trotzdem sollte man bei einem Verdacht auf eine Erkrankung zum Arzt gehen, das gilt vor allem für kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Auch wenn die Symptome länger als drei Tage anhalten oder blutiger Durchfall und Fieber hinzukommen, ist ein Arztbesuch nötig.

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Lebensmittelvergiftung kann tödlich enden

Meistens steckt das Bakteriengift des Erregers Staphylococcus aureus hinter einer Lebensmittelvergiftung. Seltener, dafür aber gefährlicher, ist das Bakterium Clostridium botulinum. Der Grund: Der Botulinumgiftstoff ist eines der stärksten Gifte, schon die winzige Menge von einem Hundertstel Milligramm ist für Menschen tödlich. Das Toxin kann zum Beispiel in selbst Eingemachtem oder selbst gepökeltem Fisch und Fleisch stecken. Ein trockener Mund, Atemnot sowie Seh-, Sprach- und Schluckstörungen sind typische Vergiftungserscheinungen und machen sich innerhalb von zwei bis 14 Tagen nach dem Genuss eines verdorbenen Lebensmittels bemerkbar. Da Lebensgefahr besteht, sollten Betroffene schnellstmöglich zum Arzt gehen.

Spülbürste regelmäßig wechseln

Vorbeugen kann man einer Lebensmittelvergiftung, indem man sich an bestimmte Hygieneregeln hält: Vor und nach dem Kochen oder der Verarbeitung von rohen Eiern, Fisch, Geflügel oder Fleisch sollte man sich stets die Hände waschen. Außerdem ist es ratsam, kalte Beilagen wie Salat nicht auf dem selben Brett zu schneiden wie das Fleisch. Sonst besteht die Gefahr, dass die Bakterien andere Lebensmittel befallen. Und weil Salate nicht erhitzt werden, werden die Bakterien nicht unschädlich gemacht. Zudem sollte man leicht verderbliche Lebensmittel im Kühlschrank lagern und möglichst schnell aufbrauchen. Auch hilft es, Spülschwämme und Küchenhandtücher regelmäßig zu wechseln. Zum Schutz vor einer Salmonellen-Infektion gelten die selben Hygienemaßnahmen, wie bei einer Lebensmittelvergiftung. Hinzu kommt, dass auch das Kochen, Braten und Backen von Speisen Salmonellen unschädlich macht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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