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Blinder Fleck: Was ist das? Machen Sie einen Test

Besonderheit beim Sehen  

Blinder Fleck: Was ist das? Machen Sie einen Test

28.09.2015, 17:42 Uhr | om (CF), AP

Blinder Fleck: Was ist das? Machen Sie einen Test. Ein einfacher Selbstversuch zeigt, aus welchem Blickwinkel der Blinde Fleck sichtbar wird. (Quelle: imago images)

Ein einfacher Selbstversuch zeigt, aus welchem Blickwinkel der Blinde Fleck sichtbar wird. (Quelle: imago images)

Im menschlichen Auge findet sich ein bestimmter Bereich, ein sogenannter Blinder Fleck, auf dem das Sehorgan keine Lichtreize empfangen kann. Üblicherweise merken Sie davon nichts – das Gehirn gleicht diesen Mangel aus. Ein Test macht den Blinden Fleck sichtbar.

Blinder Fleck: Was ist das?

Ein sogenannter Blinder Fleck existiert in jedem Auge. Er beschreibt die Stelle nahe der hinteren Seite des Augapfels, an der der Sehnerv in die Netzhaut übergeht. Genau dort existieren keine Lichtrezeptoren, weshalb an dieser Stelle auch keine Seheindrücke entstehen können. Die Blinden Flecken sind in beiden Augen symmetrisch gelegen, deshalb betrifft dieser Mangel niemals beide Augen gleichzeitig. Ein Reiz kann nicht zur gleichen Zeit in beiden Augen auf den jeweiligen Blinden Fleck treffen.

Wie groß ist der Blinde Fleck?

Der blinde Fleck macht etwa 0,2 Prozent der Netzhaut (Retina) aus. An dieser oval geformten Stelle, die etwa 1,9 Millimeter in der Höhe und 1,9 Millimeter in der Breite misst, fehlen die Rezeptoren zum Sehen.

Welche Funktion hat der Blinde Fleck im Auge?

Entwicklungsgeschichtlich hat sich der Blinde Fleck aufgrund der speziellen Anatomie des Auges gebildet. Er ermöglicht es den Nervenfasern der Fotorezeptoren und deren Blutgefäßen, gebündelt aus der Augenhinterwand heraus- oder herein zu treten.

So kompensieren Auge und Gehirn den Blinden Fleck

Üblicherweise bemerken Sie diesen Sehfehler gar nicht, denn das Gehirn gleicht den Mangel so aus, dass vor Ihren Augen ein lückenloses Bild entsteht. Es nutzt hierfür eine Kombination verschiedener Methoden.

Zum einen speichert das Gehirn Informationen aus den Seheindrücken, die um den Blinden Fleck herum liegen. Es vervollständigt das Bild dadurch logisch. Zum anderen verwendet das Gehirn Seheindrücke des jeweils anderen Auges, um den Blinden Fleck auszugleichen. Laut Magazin "Focus" funktioniert diese Verrechnung jedoch nur, wenn sich beide Augen einheitlich bewegen.

Mit diesem Test machen Sie den Blinden Fleck erkennbar

Spannend zu beobachten: Zeichnen Sie in einem Dokument auf Ihrem Rechner auf der linken Seite des Dokuments einen Kreis O. Im Abstand von etwa zehn Zentimetern zum Kreis setzen Sie auf gleicher Höhe ein Kreuz +. Verwenden Sie die Symbole in einer fetten Strichstärke.

Halten Sie sich nun in einem Betrachtungs-Abstand von etwa 30 Zentimetern das linke Auge mit einer Hand zu und blicken Sie intensiv auf das Kreuz. Wenn Sie nun näher an die Vorlage herangehen, verschwindet das Pluszeichen in einer bestimmten Position. In diesem Sehwinkel befindet sich der blinde Fleck.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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