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Marisken selbst entfernen: Was Hausmittel bringen


Hautfalten am After
Marisken selbst entfernen – was Hausmittel bringen


Aktualisiert am 01.03.2024Lesedauer: 3 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

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Rückansicht einer Frau, die ihr Gesäß mit den Händen bedeckt.Vergrößern des Bildes
Wenn Marisken Beschwerden bereiten, scheuen viele den Gang zum Arzt – und denken möglicherweise daran, die Hautfalten selbst zu entfernen. (Quelle: Staras/getty-images-bilder)

Marisken sind Hautfalten am After, die mitunter zu Beschwerden führen. Lesen Sie, ob sich Marisken selbst entfernen lassen und was Hausmittel bringen.

Schmerzlose Hautfalten oder -knoten aus Bindegewebe, die sich am äußeren Rand des Afters bilden, bezeichnen Fachleute als Marisken.

Gefährlich sind Marisken nicht. Sie können jedoch bei der Analhygiene stören. Selten entzünden sie sich und führen zu Beschwerden wie Juckreiz, Fremdkörpergefühl, Nässen oder Schmerzen. Auch können sie für die Betroffenen aus kosmetischer Sicht ein Problem darstellen. Doch lassen sich Marisken selbst entfernen oder verkleinern, etwa mit Hausmitteln? Oder bilden sie sich vielleicht sogar von allein zurück?

Marisken sind keine Hämorrhoiden

Marisken werden häufig mit Hämorrhoiden verwechselt oder fälschlicherweise als äußere Hämorrhoiden bezeichnet. Mit Hämorrhoiden haben die Hautlappen jedoch nichts zu tun, sie können jedoch ähnliche Beschwerden hervorrufen. Was vergrößerte Hämorrhoiden sind und wie sie behandelt werden, lesen Sie hier.

Können Marisken von selbst verschwinden?

Marisken entwickeln sich häufig ohne ersichtliche Ursache. Sie können aber auch die Folge einer anderen Erkrankung sein: Zum Beispiel treten sie häufiger im Zuge einer chronischen Analfissur, eines Hämorrhoidalleidens oder nach einer Analthrombose auf.

Ist eine Hautfalte erstmal entstanden, bildet sie sich nicht mehr von allein zurück. Wer Marisken loswerden möchte und eine ärztliche Behandlung scheut, denkt dann möglicherweise daran, Marisken selbst zu entfernen.

Lassen sich Marisken selbst entfernen?

Beschwerden, die durch die Hautfalten entstehen, können Betroffene mit verschiedenen Hausmitteln lindern. Die eigentlichen Marisken lassen sich von Laien jedoch nicht einfach selbst entfernen oder verkleinern – auch nicht mit Hausmitteln. Diese Aufgabe gehört vielmehr in professionelle Hände.

Keinesfalls sollten Betroffene versuchen, Marisken auf eigene Faust aufzustechen oder auf andere Weise zu entfernen. Andernfalls riskieren sie, dass Krankheitserreger in die offene Wunde eindringen und eine Infektion auslösen. Zudem kann es zu Blutungen kommen. Daher ist dringend davon abzuraten, Marisken selbst entfernen zu wollen.

Wenn Marisken sehr stören, können sie von einer Ärztin oder einem Arzt operativ entfernt werden. Oft reicht für den Eingriff eine örtliche Betäubung aus.

 
 
 
 
 
 
 

Marisken: Hausmittel bei Beschwerden

Wenn Marisken zu Beschwerden führen – was relativ selten vorkommt –, können Salben oder einige Hausmittel Linderung verschaffen.

Wichtig ist in jedem Fall eine sorgfältige und gründliche, aber sanfte Analhygiene. Auf diese Weise lassen sich Entzündungen verhindern oder behandeln. Empfehlenswert ist, die Afterregion nur mit klarem Wasser zu reinigen.

Seifen oder aggressive Zusätze können die Haut reizen und sind daher nicht geeignet. Ebenso wichtig ist, es mit der Hygiene nicht zu übertreiben. Tägliches Waschen reicht in der Regel aus. Betroffene sollten bei der Reinigung nicht zu stark reiben, da die Haut ansonsten leicht irritiert wird.

Bei Beschwerden wie Juckreiz oder Nässen empfinden manche ein Sitzbad als wohltuend. Dieses kann klares Wasser, aber auch Zusätze wie Kamille enthalten. Gegebenenfalls kann eine Zinkpaste oder -creme die Beschwerden vorübergehend lindern. Es empfiehlt sich jedoch, vor der Anwendung in der Apotheke oder Arztpraxis um Rat zu fragen.

Im Zweifel ärztlichen Rat suchen

Beschwerden wie Schmerzen, Juckreiz oder Nässen im Analbereich können diverse Ursachen haben. Dazu zählen etwa vergrößerte Hämorrhoiden, ein gutartiger Hautknoten (Fibrom), aber auch ein Analkarzinom.

Daher sollten Betroffene die Symptome sicherheitshalber abklären lassen. Die Ärztin oder der Arzt kann in der Regel leicht herausfinden, ob es sich um Marisken handelt oder ob eine andere Erkrankung dahintersteckt. Liegt zugleich eine andere Krankheit vor, etwa ein Hämorrhoidalleiden, sollte dieses behandelt werden.

Fazit

Marisken sind harmlose Hautfalten am After. Sie lassen sich nicht selbst entfernen. Bereiten Marisken Beschwerden, können sich Betroffene mit Hausmitteln Linderung verschaffen. Bei starken Symptomen oder wenn Marisken kosmetisch stören, können sie von einer Ärztin oder einem Arzt entfernt werden.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • "Marisken". Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: November 2022)
  • Staufenbiel, B.: "Hämorrhoidalleiden. Tabuthema mit hohem Leidensdruck". Pharmazeutische Zeitung, Online-Publikation: www.pharmazeutische-zeitung.de (5.4.2020)
  • Gingert, C., Frei-Lanter, C., Adamina, M.: "Proktologie in Praxis und Notaufnahme". Springer, Berlin 2018
  • Sterry, W.: "Kurzlehrbuch Dermatologie". Thieme, Stuttgart 2018
  • Schwandner, O.: "Proktologische Diagnostik". Springer, Berlin 2016
  • Rohde, H.: "Lehratlas der Proktologie". Thieme, Stuttgart 2007
  • Lippert, H.: "Wundatlas. Kompendium der Wundheilung". Thieme, Stuttgart 2006
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