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Bluthochdruck senken: Warum das so wichtig ist


Warum Sie Bluthochdruck unbedingt senken sollten


Aktualisiert am 26.03.2023Lesedauer: 4 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Blutdruckmessgerät neben Herzsymbol
Wer nichts tut, um anhaltenden Bluthochdruck zu senken, riskiert schwere Herz-Kreislauf-Komplikationen. (Quelle: Liudmila Chernetska/Getty Images)
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Fachleute empfehlen, Bluthochdruck immer zu senken. Doch viel zu oft geschieht das nicht. Welche drastischen Folgen das haben kann und was dagegen hilft.

Das Wichtigste im Überblick


Bluthochdruck – fachsprachlich arterielle Hypertonie genannt – ist weit verbreitet. In Deutschland sind rund 20 bis 30 Millionen Menschen betroffen. Das Risiko steigt mit dem Alter: Mehr als die Hälfte der über 50-Jährigen hat zu hohen Blutdruck. Dabei gibt es verschiedene Maßnahmen und Medikamente, mit denen sich Bluthochdruck wirksam senken lässt.

Doch häufig verläuft die Behandlung der Hypertonie nicht ideal. Manche Betroffene unternehmen nichts, um ihren Bluthochdruck zu senken, weil sie die Folgen verharmlosen oder gar nicht kennen. Und viele wissen noch nicht einmal, dass ihr Blutdruck zu hoch ist, da sie keine oder nur unklare Symptome verspüren.

Mehr erfahren

Erfahren Sie hier, welche Symptome möglicherweise auf Bluthochdruck hinweisen und was hinter abends erhöhten Blutdruckwerten stecken kann.

Bluthochdruck senken kann Leben retten

Auf Dauer verursacht unbehandelter Bluthochdruck schwerwiegende Komplikationen. Manche davon vermindern langfristig die Lebensqualität und Lebenserwartung, andere sind akut lebensbedrohlich. Grund für die Komplikationen ist, dass der anhaltend hohe Druck die Blutgefäße schädigt.

In der Folge ist die Durchblutung gestört. Dies bringt eine Minderversorgung von Organen und Geweben mit Sauerstoff und Nährstoffen mit sich. Langfristig kann eine Hypertonie somit auch an praktisch jedem Organ schwerwiegende Schäden hervorrufen. Zu den möglichen Spätfolgen von Bluthochdruck zählen vor allem:

  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Herzinfarkt
  • plötzlicher Herztod
  • Schlaganfall
  • Demenz
  • Nierenversagen (Niereninsuffizienz)
  • Veränderungen an den Gefäßen der Netzhaut
  • periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)
  • Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma)
  • Riss in der inneren Schicht der Hauptschlagader (Aortendissektion)
  • Verengung der Halsschlagader

Bei etwa 15 Prozent der Menschen mit langjähriger Hypertonie ist ein Schlaganfall die Todesursache, bei rund zwei Drittel von ihnen sind es Linksherzinsuffizienz und koronare Herzkrankheit. Das Risiko für Organschäden und Herz-Kreislauf-Komplikationen lässt sich jedoch durch eine ausreichende Behandlung von Bluthochdruck deutlich senken. So verringert die Normalisierung der Blutdruckwerte das Risiko

  • einer Linksherzinsuffizienz um ca. 50 %,
  • für Schlaganfälle um ca. 40 % und
  • für Herzinfarkte um ca. 25 %.

Bluthochdruck natürlich senken ohne Medikamente

Die Entstehung einer Hypertonie kann viele Gründe haben. Mitentscheidend für das Risiko sind die Erbanlagen und das Alter – beides lässt sich nicht ändern. Doch viele andere Risikofaktoren (wie Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Übergewicht) sind durchaus beeinflussbar. Wer sie ausschaltet, hat gute Chancen, Bluthochdruck natürlich zu senken – also ohne Medikamente.

Grundsätzlich ist es für alle Menschen mit Hypertonie ratsam, auf eine gesunde Lebensweise zu achten – egal, wie hoch die Werte sind. Selbst wer den Bluthochdruck dadurch nicht ausreichend senken kann, kommt zumindest oft mit weniger Medikamenten aus: Dadurch sinkt das Risiko für Nebenwirkungen.

Als unverzichtbar gilt dabei eine gesunde Ernährung. Fachleute empfehlen oft eine mediterrane Kost, was vor allem bedeutet: viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Olivenöl, Vollkornprodukte, Fisch und Geflügel – aber kaum tierisches Fett.

Auch weniger Salz zu essen hilft, Bluthochdruck zu senken. Frische Lebensmittel sind daher bei Hypertonie besser als verarbeitete Produkte, da Letztere oft viel Salz enthalten. Besonders salzreich sind etwa (gepökelte) Fleisch- und Wurstwaren, viele Fertiggerichte, Konserven, Chips, einige Käsesorten oder auch Brot.

Bei Menschen mit Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme unterstützend wirken. Als ideal gilt ein Body-Mass-Index (BMI) von 20 bis 25 sowie ein Taillenumfang von unter 94 Zentimetern bei Männern beziehungsweise unter 80 Zentimetern bei Frauen. Doch auch wer diese Maße nicht erreicht, profitiert von jedem verlorenen Kilo.

Zwar steigt der Blutdruck bei körperlicher Anstrengung vorübergehend an. Doch regelmäßiges Ausdauertraining – an fünf bis sieben Tagen pro Woche für jeweils mindestens 30 Minuten – kann Bluthochdruck langfristig senken. Dazu eignen sich beispielsweise Walken, Laufen, Fahrradfahren und Schwimmen.

Wer seinem Blutdruck etwas Gutes tun möchte, sollte zudem möglichst auf Nikotin und Alkohol verzichten. Auch Stress abzubauen empfiehlt sich: Manchen Betroffenen helfen schon regelmäßige Erholungspausen oder Entspannungstechniken (wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Meditation).

Bluthochdruck senken durch Medikamente

Auch die gesündeste Lebensweise kann unverzichtbare Arzneien nicht ersetzen. Oft sind Medikamente zur Blutdrucksenkung sogar lebenslang einzunehmen, da sie die Hypertonie nicht heilen, sondern "nur" deren Symptome bekämpfen. Häufig eingesetzt werden:

  • ACE-Hemmer
  • Sartane (bzw. Angiotensin-Rezeptorblocker oder AT1-Blocker)
  • Calciumantagonisten (bzw. Calciumkanalblocker)
  • Thiazide aus der Gruppe der entwässernden Mittel (Diuretika)
  • Betablocker

All diese Medikamente sorgen auf unterschiedliche Weise dafür, dass die Blutgefäße weit bleiben: Dadurch können sie Bluthochdruck effektiv senken. Betablocker verlangsamen zusätzlich den Herzschlag, was den Blutdruck ebenfalls senkt.

Gut zu wissen

Ob und welche Medikamente gegen Bluthochdruck zum Einsatz kommen, hängt nicht allein von der Höhe der Blutdruckwerte ab. Entscheidend ist auch, ob Begleiterkrankungen und/oder noch andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen.

Üblicherweise verschreiben Ärztinnen und Ärzte zunächst eine Kombination aus zwei Medikamenten gegen Bluthochdruck – etwa einen ACE-Hemmer oder ein Sartan plus ein Thiazid oder einen Calciumantagonisten. Betablocker kommen meist nur unter bestimmten Umständen als Blutdrucksenker infrage – etwa bei Menschen mit KHK, nach einem Herzinfarkt oder mit schnellen Herzrhythmusstörungen.

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Die Behandlung beginnt mit einer niedrigen Dosis, die sich nach Bedarf langsam erhöhen lässt. Wenn der Gesundheitszustand es gestattet, lautet das Ziel: Bluthochdruck so weit senken, bis die Werte wieder im Normalbereich liegen – ohne dass die Medikamente allzu störende Nebenwirkungen auslösen.

Gut zu wissen

Manchmal steckt auch eine Erkrankung – etwa eine Nierenerkrankung oder Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe) – hinter einer Hypertonie. Dann ist eine gezielte Behandlung dieser Grunderkrankung nötig, um den Bluthochdruck zu senken.

Fazit: Zu hoher Blutdruck ist auf Dauer lebensbedrohlich. Betroffene können dieses Risiko jedoch durch eine gesunde Lebensweise und eine angemessene ärztliche Behandlung von Bluthochdruck deutlich senken. Um eine Hypertonie auch rechtzeitig zu erkennen, sind regelmäßige Blutdruckmessungen wichtig.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • "Bluthochdruck bei Erwachsenen". Online-Informationen der Deutschen Hochdruckliga e. V.: www.hochdruckliga.de (Abrufdatum: 28.2.2023)
  • "Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck)". Online-Informationen von AMBOSS: www.amboss.com (Stand: 9.2.2023)
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