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Blasenentzündung: Diese Hausmittel helfen bei einer Zystits

Zystitis behandeln  

Hausmittel: Was Sie bei einer Blasenentzündung tun können

18.09.2018, 12:07 Uhr | ade, t-online.de

Blasenentzündung: Diese Hausmittel helfen bei einer Zystits. Blasentees sind wichtige Hausmittel, die bei einer Zystits helfen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/CentralITAlliance)

Blasentees sind wichtige Hausmittel, die bei einer Zystits helfen. (Quelle: CentralITAlliance/Thinkstock by Getty-Images)

Eine Blasenentzündung ist schmerzhaft und sehr lästig. Doch Sie müssen nicht gleich zu Medikamenten greifen. Bewährte Hausmittel helfen Ihnen dabei, die Blase von den Bakterien zu befreien und die Beschwerden zu beseitigen.

Typische Symptome einer Blasenentzündung

Wenn Sie ständig das Gefühl haben, zur Toilette zu müssen, dann aber nur minimale Mengen von Urin kommen, haben Sie sich wahrscheinlich eine Blasenentzündung eingefangen. Die Erkrankung kann bei beiden Geschlechtern auftreten. Frauen sind jedoch überdurchschnittlich oft von Blasenentzündungen betroffen, da aufgrund der Kürze ihrer Harnröhre und deren Nähe zum After die Bakterien, welche die Entzündung verursachen, leichter bis zur Harnblase.gelangen können.

Blasenentzündung: Frauen sind häufiger als Männer davon betroffen. (Quelle: dpa/dpa-infografik GmbH)Blasenentzündung: Frauen sind häufiger als Männer davon betroffen. (Quelle: dpa-infografik GmbH/dpa)

Neben häufigem Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen treten folgende Symptome häufig bei einem Harnwegsinfekt auf:

  • unangenehmer Juckreiz
  • Blut im Urin
  • Schmerzen und Krämpfe im Unterleib
  • vaginaler Ausfluss (dick und gelblich)
  • Fieber und Schüttelfrost
  • Schmerzen in der Nierenegegend

Häufig treten nur einige der genannten Symptome auf. Doch je mehr Anzeichen sich anhäufen, desto wahrscheinlicher kommt eine Blasenentzündung in Frage. Achtung: Blut im Urin kann auch auf Blasenkrebs hinweisen. Bei rötlicher Verfärbung sollten sie daher umgehend einen Arzt aufsuchen.

Wichtigstes Hausmittel bei Blasenenzündung: Viel Wasser und Tee trinken

Doch was kann man tun, um eine Blasenentzündung schnell wieder loszuwerden? Zunächst können Sie auf verschiedene Hausmittel setzen. Manche Mittel wirken zudem vorbeugend. So entsteht eine Blasenentzündung gar nicht erst. Wenn das Wasserlassen schmerzt, möchten Sie wahrscheinlich so wenig wie möglich trinken. Das ist jedoch ganz falsch. Im Gegenteil: Sie müssen möglichst viel Wasser aufnehmen, um die Keime aus der Blase zu spülen, idealerweise drei Liter pro Tag. Gut geeignet sind Tees aus Bärentraubenblättern, Kamille, Salbei und Goldrutenkraut. Sie wirken entspannend auf die Muskeln und töten die Bakterien ab. Blasentees aus der Apotheke verstärken aber auch den Harndrang.

Auf schwarzen Tee sollten Sie bei einer Blasenentzündung hingegen ebenso verzichten wie auf Kaffee. Weitere Hausmittel zum Trinken: ein Sud aus gekochten Blättern und Wurzeln des Löwenzahns oder Gänseblümchen. Außerdem können Sie Ihrem Körper durch Vitamin C-Pulver, das Sie in Wasser auflösen, zusätzliche Vitamine zuführen.

Wärme lindert die Schmerzen 

Bei einer Blasenentzündung lindert Wärme die Beschwerden spürbar. Sie sollten daher am besten ein heißes Bad nehmen und sich danach ins warme Bett legen. Im Idealfall platzieren Sie noch eine Wärmflasche zwischen Ihren Beinen. Das löst die Krämpfe und macht die Schmerzen erträglich. 

Besonders wichtig sind auch warme Füße, damit Sie nicht frieren. Kühlen Sie aus, verschlechtert sich nämlich automatisch die Durchblutung der Schleimhäute in der Blase. Bewährt haben sich auch heiß-feuchte Auflagen oder Wickel auf dem Unterbauch. Tränken Sie hierzu ein Frottee-Tuch mit heißem Wasser, wringen Sie es fest aus und legen Sie es auf den Unterleib. Gut geeignete Hausmittel gegen die schmerzhafte Erkrankung sind übrigens auch Beckenbodengymnastik und wärmende Fußbäder.

Übrigens: In den meisten Fällen wird eine Blasenentzündung durch Darmbakterien ausgelöst, die Escherichia coli oder abgekürzt E. coli genannt werden. Wenn es zu Sex kommt und dabei auch der Analbereich berührt wird, können solche Bakterien in die Harnröhre gelangen und sich die Blase entzündet. Daher hilft eine gute Pflege des Intimbereichs, sich vor einer Zystitis zu schützen.

Blasenentzündung durch Geschlechtsverkehr: So schützen Sie sich

Cranberrysaft gegen Blasenentzündungen

Ein Hausmittel, das bei der Behandlung einer Zystitis oft eingesetzt wird, ist Cranberrysaft. Er beinhaltet den Pflanzenwirkstoff Proanthocyanidin, der es den Bakterien erschweren sollen, sich an der Blasenwand festzusetzen. Ob der Saft der roten Beeren jedoch wirklich bei Harnwegsinfekten hilft, ist umstritten: Eine Studie der Yale School of Medicine aus dem Jahr 2016 zeigt, dass Cranberries nicht unbedingt zur Heilung des Infekts beitragen.

Senföle als natürliches Antibiotikum

Bei einer unkomplizierten Zystitis helfen pflanzliche Präparate aus Kapuzinerkresse und Meerrettich. Die Senföle haben eine keimtötende Wirkung auf die Blase und im Vergleich zu chemischen Antibiotika kaum Nebenwirkungen. Ein weiterer Vorteil von Rettich ist, dass der Körper nicht resistent gegen die pflanzlichen Wirkstoffe wird.  

Weitere Hausmittel, die sich bei Harnwegsinfektionen bewährt haben, sind Backpulver und Natron. Mit diesen Hausmitteln gleichen Sie den Säure-Basen-Haushalt des Körpers aus, der während einer Blasenentzündung oft übersäuert ist.

Wann zum Arzt mit Blasenentzündung? 

Bei einer Infektion der Harnwege sollte ein Arzt spätestens dann aufgesucht werden, wenn sich nach drei bis vier Tagen – trotz Einsatz der Hausmittel – keine Besserung einstellt. Wenn sich die Symptome sogar verschlimmern, die Schmerzen beim Wasserlassen nicht mehr auszuhalten sind oder Sie sogar Blut im Harn entdecken, ist eine medizinische Behandlung und gegebenenfalls die Einnahme von Antibiotika angeraten.

Auch bei grippeähnlichen Symptomen wie Schüttelfrost und Fieber ist es wichtig, sich untersuchen zu lassen. Wird eine Blasenentzündung verschleppt, kann sich die Infektion auf die Nieren ausbreiten und aus einer Harnwegsentzündung wird ganz schnell eine Nierenbeckenentzündung. 




Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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