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Kortison bei Arthrose: Vorsicht vor Nebenwirkungen

Kortison bei Arthrose  

Kortisontherapie - Vorsicht vor Nebenwirkungen

04.09.2013, 13:29 Uhr | fk (CF)

Kortison bei Arthrose: Vorsicht vor Nebenwirkungen. Bei Arthrose kann Kortison den Schmerz lindern - doch es drohen gefährliche Nebenwirkungen (Quelle: imago images/ARCO IMAGES)

Bei Arthrose kann Kortison den Schmerz lindern - doch es drohen gefährliche Nebenwirkungen (Quelle: ARCO IMAGES/imago images)

Gegen akute Gelenkschmerzen ist Kortison bei Arthrose ein gebräuchliches Mittel, das Ärzte ihren Patienten meist mittels einer Injektion verabreichen. Zu häufig darf Kortison wegen drohender Nebenwirkungen jedoch nicht gespritzt werden.

Kortison bei Arthrose: Gegen akute Schmerzen

Arthrose, also übermäßiger Gelenkverschleiß, geht häufig mit schmerzhaften Gelenkentzündungen einher. Das Gelenk schwillt dann an und bereitet dem Patienten große Beschwerden bei jeder Bewegung. In diesen akuten Fällen greifen Ärzte meist zur Kortisonspritze, die sich als Therapiemittel bewährt hat. Der Arzt zieht zunächst die Flüssigkeit aus dem schmerzenden Gelenk und injiziert anschließend das Kortison. Dieses wirkt entzündungshemmend und stoppt die Flüssigkeitsproduktion der Schleimhäute, sodass die Schwellung allmählich abklingt. Je nach Dauer und Schwere der Entzündung wird dieser Prozess bis zu dreimal im Abstand von rund sechs Wochen wiederholt.

Damit ist die Arthrose nicht geheilt, aber die akuten Beschwerden sind erst einmal vorbei. Vielen Medizinern gilt Kortison bei Arthrose als das beste Mittel, um Gelenkentzündungen zu behandeln. "Wenn man Kortison in ein Gelenk spritzt, ist das Risiko für Nebenwirkungen deutlich geringer als in Tabletten- oder Salbenform, weil die Substanz sich nicht im Körper verteilt", zitiert der "Stern" zu diesem Thema den Orthopäden Stefan Rehart.

Nebenwirkungen von Kortison

Der Nachteil der Behandlung mit Kortison bei Arthrose ist, dass es nicht unbegrenzt häufig eingesetzt werden darf. Ansonsten drohen ernst zu nehmende Nebenwirkungen. Nach einer zu häufigen oder zu hoch dosierten Kortisontherapie wirkt der Körper häufig aufgeschwemmt, der Patient nimmt an Gewicht zu. Zudem können die Muskeln abbauen, die Haut kann dünn werden und sich röten.

Auch Schäden am Gelenkknorpel wurden beobachtet. Blutzucker, Blutfett und Blutdruck erreichen nach einer Behandlung mit Kortison bei Arthrose und anderen Erkrankungen oft ungesunde Werte. Zusätzlich greift Kortison in den Hormonhaushalt des Körpers ein.

Alternative Mittel gegen Schmerzen

Sie sollten also Verständnis dafür haben, dass Ihnen Ihr Arzt trotz schmerzhafter Gelenkentzündungen bei Arthrose nicht in unbegrenztem Maß Kortison injizieren wird. Neben weiteren gesundheitlichen Risiken und Nebenwirkungen können Kortisonspritzen auch Hautschäden und ästhetische Probleme hervorrufen. Verfehlt der Arzt das Gelenk und injiziert das Kortison versehentlich in Fettgewebe, kann dieses dabei zerstört werden. Dauerhafte Dellen in der Haut sind oft die Folge.

Alternativ gibt es weitere Mittel zur inneren und äußeren Anwendung, die gegen Schmerzen bei Arthrose helfen. Neben Salben und Gelen, die antirheumatisch wirken, können auch Physiotherapie, Injektionen mit anderen Schmerzmitteln oder im Extremfall auch eine Operation zur Besserung beitragen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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