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Herz-Mythen im Check: Kann man mit einem Herzschrittmacher sterben?


Herz-Mythen im Check  

Kann man mit einem Herzschrittmacher sterben?

15.07.2019, 16:15 Uhr | akl, t-online.de

Herz-Mythen im Check: Kann man mit einem Herzschrittmacher sterben?. Herz-Mythos: Kann man mit einem Herzschrittmacher überhaupt sterben?  (Quelle: Getty Images/ angkhan)

Herz-Mythos: Kann man mit einem Herzschrittmacher überhaupt sterben? (Quelle: angkhan/Getty Images)

Rund um das Herz ergeben sich eine ganze Menge Fragen. Zum Beispiel, ob man mit einem Herzschrittmacher überhaupt sterben kann – oder ob kalkhaltiges Leitungswasser den Gefäßen schadet. Typische Herz-Mythen im Check.

1. Herzschrittmacher reagiert auf Herzsignale

Rund 65.000 Menschen bekommen jährlich einen Herzschrittmacher eingesetzt. Und viele stellen sich die Frage, ob sie überhaupt auf natürlichem Weg sterben können, solange dieser intakt ist. Doch die Sorge ist unbegründet. Der Herzschrittmacher registriert selbsttätig, wenn sein Träger stirbt und stellt dann automatisch die Arbeit ein. Somit kann der Betroffene trotz Herzschrittmacher sterben. Das Gerät registriert über Sonden die bestehende Erregung und schickt schwache Ströme, um den Rhythmus anzupassen, erklärt das Patientenmagazin "HausArzt". Bleiben diese natürlichen Signale des Herzens aus, erkennt dies das Gerät. Es arbeitet dann nicht mehr weiter.

2. Schädigt zu viel Kalk im Trinkwasser dem Herzen?

Dass Kalk im Trinkwasser die Herzkranzgefäße verkalkt, stimmt nicht. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen kalkhaltigem Trinkwasser und Herzproblemen. "Kalkreiches Trinkwasser zählt nicht zu den Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit wie etwa Rauchen, hoher Blutdruck, Diabetes mellitus, ungünstige Cholesterinwerte, Bewegungsmangel oder auch Übergewicht", erklärt Professor Harald Klepzig gegenüber der Deutschen Herzstiftung. Kalkablagerungen in den Gefäßen seien die Folge einer koronaren Herzkrankheit und nicht deren Auslöser.

3. Die Verstopfung der Arterie dauert Jahre

Zwar stecken hinter einem Herzinfarkt oft verstopfte Herzgefäße und man spricht dann von Gefäßverkalkung, doch dies hat nichts mit Kalk zu tun. Die Ablagerungen, auch Plaque genannt, bestehen aus Cholesterin, Fetten und Entzündungszellen sowie anderen Substanzen aus dem Blut. Ist eines der großen Herzkranzgefäße betroffen, führt dies meist zu schweren Herzrhythmusstörungen und anschließend zum Tod. Das Tückische: Die Verstopfung zieht sich oft über mehrere Jahre hin, ohne dass irgendwelche Anzeichen auf die verengten Gefäße hindeuten. Ein gesunder Lebensstil reduziert das Risiko. Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck sollten vermieden werden.

4. Ist Sex bei schwachem Herzen tabu?

Da herrscht oft Verunsicherung bei Männern, die einen Infarkt überlebt haben, aber dennoch weiterhin ihr Sexualleben genießen wollen. Allerdings ist die Herzfrequenz beim Sex nicht höher als beim Rasenmähen oder leichter Hausarbeit. Wer allerdings im Ruhezustand oder bei leichter Anstrengung, wie etwa Treppensteigen, schon Herzrasen oder gar Atemnot verspürt, sollte vorsichtig sein und lieber zum Arzt gehen.

5. Bleibt beim Sprung ins kalte Wasser das Herz stehen?

Und was ist dran an der Warnung, an heißen Tagen nicht ins kalte Wasser zu springen? Das ist ein Mythos. Bei einem plötzlichen Temperaturwechsel kommt es zwar zu einer entsprechenden Alarmreaktion des Körpers, diese führt jedoch nur in sehr seltenen Fällen zu einem Herztod. Vorsichtig sein sollten allerdings Patienten mit vorgeschädigten Herzen und bekannten Gefäßverkalkungen. Diese sollten sich langsam an kaltes Wasser gewöhnen.

Verwendete Quellen:
  • Deutsche Herzstiftung
  • "HausArzt PatientenMagazin"

Die Themenfelder Cholesterin und Herz-Kreislauf-Gesundheit werden Ihnen in Kooperation mit der Amgen GmbH (Riesstraße 24, 80992 München) präsentiert. Die Amgen GmbH hat keinen Einfluss auf die inhaltliche Ausgestaltung, diese liegt ausschließlich bei der Redaktion von t-online.de.

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