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Plötzlicher Herztod: Wie gefährlich ist Sport?


Pumpe unter Volllast  

Plötzlicher Herztod: Wie gefährlich ist Sport?

28.07.2019, 08:19 Uhr | akl, t-online.de

Plötzlicher Herztod: Wie gefährlich ist Sport?. Mann mit Herzbeschwerden beim Joggen: Wer beim Sport Schmerzen im Brustbereich oder ein Engegefühl verspürt, sollte sofort eine Pause einlegen. (Quelle: Getty Images/Nastasic)

Mann mit Herzbeschwerden beim Joggen: Wer beim Sport Schmerzen im Brustbereich oder ein Engegefühl verspürt, sollte sofort eine Pause einlegen. (Quelle: Nastasic/Getty Images)

Jedes Jahr erleiden hunderte Deutsche bei körperlicher Aktivität einen Herzstillstand. Wir erklären, wer besonders gefährdet ist und welche Warnzeichen den Sekundentod ankündigen.

Kann Sport dem Herzen schaden?

Wenn beim Sport ganz plötzlich das Herz versagt, liegt in den meisten Fällen eine Vorerkrankung des Herzens vor, die noch nicht erkannt worden ist. Denn oftmals treten im Alltag keine Beschwerden auf. Ab dem 35. Lebensjahr ist meist eine koronare Herzkrankheit die Ursache für gefährliche Herzrhythmusstörungen.

Zwar könne das Risiko für einen plötzlichen Herztod – auch Sekundentod – während des Sports kurzfristig ansteigen, doch der schützende Effekt überwiege, erklärt die Deutsche Herzstiftung. Sport gehöre zu den besten Möglichkeiten, einer koronaren Herzkrankheit entgegenzuwirken.

Somit zähle regelmäßiger Sport auch zu den besten Mitteln, um einen plötzlichen Herztod ab dem 35. Lebensjahr vorzubeugen. Das gelte auch dann, wenn man schon längere Zeit keinen Sport mehr getrieben hat, übergewichtig ist oder raucht.

Worauf Einsteiger achten sollten

Dennoch sollte man einige Regeln beachten, bevor man sich sportlich betätigt. Wer lange keinen Sport mehr gemacht hat, ist auf der sicheren Seite, wenn er sich vor der ersten Sportstunde von einem Arzt durchchecken lässt.

Gerade bei Wiedereinsteigern sei das Risiko für einen plötzlichen Herztod besonders hoch, so die Deutsche Herzstiftung. Außerdem gilt: Langsam starten und langsam steigern. Geeignete Sportarten sind Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen.

Wer Sport treibt, sollte auf seinen Körper hören und ihn nicht überfordern. Das gilt auch bei Infekten wie beispielsweise Erkältungen oder Grippe: Wichtig ist es, sich richtig auszukurieren, eine Sportpause einzulegen und dann nur langsam wieder einzusteigen.

Auf Warnzeichen beim Sport achten

Wer beim Sport Schmerzen im Brustbereich oder ein Engegefühl verspürt, sollte sofort eine Pause einlegen. Weitertrainieren kann dann tödlich sein, warnt auch die Deutsche Herzstiftung. Dauern die Beschwerden länger als fünf Minuten an, muss umgehend ein Notarzt unter der Nummer 112 gerufen werden.

Denn dann besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt – und der kann erst in Kammerflimmern und dann in den plötzlichen Herztod übergehen.

Auch wer mit Schwindel, Ohnmachtsgefühlen, Herzrasen oder Herzstolpern während des Sports zu kämpfen hat, sollte sich von einem Arzt durchchecken lassen.

Check beim Arzt – für wen er besonders wichtig ist 

Zudem sollte man sein Herz ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig untersuchen lassen, da ab diesem Alter die koronare Herzkrankheit die häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod ist.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach dem Gesundheits-Check. Er wird alle zwei Jahre von den Krankenkassen bezahlt. Ab dem 1.10.2019 wird der Check-up nur noch alle drei Jahre bezahlt. Auch der Blick in die eigene Familie ist hilfreich: Gibt es Herzerkrankungen oder ist ein Angehöriger sogar am plötzlichen Herztod gestorben? Dann sollten Sie sich auf jeden Fall ärztlich untersuchen lassen.

Warum kommt es zum plötzlichen Herztod?

Beim plötzlichen Herztod liegt, anders als beim Herzinfarkt, keine Schädigung des Herzmuskels vor. Er wird durch Kammerflimmern oder eine andere Herzrhythmusstörung ausgelöst. Das Herz gerät aus dem Takt. In einem solchen Fall kann nur noch ein Elektroschock helfen – und der muss so schnell wie möglich erfolgen. 
 

 
Hierfür wird ein sogenannter Defibrillator eingesetzt, der mit Hilfe von Stromstößen das Herz wieder in seinen natürlichen Rhythmus bringen kann. Doch mit jeder Minute, die ohne Defibrillation verstreicht, sinken die Überlebenschancen um zehn Prozent, so die Deutsche Herzstiftung. Der Notarzt kommt dann meist zu spät.

Verwendete Quellen:

Die Themenfelder Cholesterin und Herz-Kreislauf-Gesundheit werden Ihnen in Kooperation mit der Amgen GmbH (Riesstraße 24, 80992 München) präsentiert. Die Amgen GmbH hat keinen Einfluss auf die inhaltliche Ausgestaltung, diese liegt ausschließlich bei der Redaktion von t-online.de.

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