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Bluthochdruck: Ohrgeräusche als Symptom von Hypertonie


Herzschlag im Ohr  

Bluthochdruck: Ohrgeräusche als Symptom von Hypertonie

03.08.2018, 10:22 Uhr | dpa/tmn, t-online.de

Bluthochdruck: Ohrgeräusche als Symptom von Hypertonie. Frau mit Beschwerden am Ohr: Ein pulsierendes Geräusch im Ohr kann ein Anzeichen für Bluthochdruck sein. (Quelle: Getty Images/maselkoo99)

Frau mit Beschwerden am Ohr: Ein pulsierendes Geräusch im Ohr kann ein Anzeichen für Bluthochdruck sein. (Quelle: maselkoo99/Getty Images)

Zu hoher Blutdruck ist gefährlich und kann im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Das Tückische dabei ist: Viele bemerken ihn nicht. Aber es gibt kleine Anzeichen, die man ernst nehmen sollte: Ein pulsierendes Geräusch im Ohr kann ein erstes Symptom sein.

"Das Problem ist, dass Bluthochdruck sich mit der Zeit langsam entwickelt", sagt der Chefarzt für Innere Medizin Ulrich Tholl. "Wir merken nicht, dass wir einen bestimmten Blutdruck haben". Oder besser gesagt: Wenn wir es merken und die Symptome auftreten, ist der Blutdruck schon viel zu hoch. "Herzklopfen, Kopfschmerzen, Luftnot, Hitzegefühl, pulsierendes Geräusch im Ohr", zählt Tholl typische Anzeichen auf. Weil sie so spät auftauchen, ist das Warten auf die Symptome die falsche Vorgehensweise.

Ohrgeräusche als Anzeichen für Bluthochdruck

Erhöhte Blutdruckwerte können Ohrgeräusche auslösen. Diese lassen sich meist nicht räumlich lokalisieren und können sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten.

Die Geräusche im Ohr äußern sich von Patient zu Patient unterschiedlich: Manche nehmen ein Klopfen wahr, andere können ihren pochenden Herzschlag im Ohr hören. Wieder andere sagen, dass sie unter Ohrensausen oder einem Pfeifen im Ohr leiden, das Ähnlichkeit mit Tinnitus-Geräuschen hat. Oft werden die Ohrgeräusche durch Bluthochdruck von anderen Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Nasenbluten begleitet.

Hinweis: Auch ein niedriger Blutdruck kann Auslöser für Ohrgeräusche sein. Grund dafür ist die zu geringe Durchblutung des Gehirns, die Betroffene Ohrgeräusche wahrnehmen lässt.

Übergewichtige gehören zur Risikogruppe

Ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck haben Menschen, in deren Familie er bereits ein Problem ist. Auch Raucher, Übergewichtige und Diabetiker gehören zur Risikogruppe. Diese Menschen sollten regelmäßig ihren Blutdruck messen. Normal ist ein Wert von 120 zu 80. Wer dauerhaft Werte über 140 zu 90 misst, hat Bluthochdruck (Hypertonie).

Blutdruckmessung zu Hause oder beim Arzt

Damit das Messen in Eigenregie verlässlich ist, sollte es immer zu den gleichen Tageszeiten erfolgen, um Schwankungen im Tagesverlauf auszuschließen. "Vor dem Frühstück und vor dem Abendessen, nach einer gewissen Ruhephase", rät der Experte. Über einen Zeitraum von mindestens einer Woche können Patienten so einen Mittelwert errechnen. Wer schneller ein Ergebnis haben will, kann vom Arzt einen 24-Stunden-Test machen lassen. "Das ist ein ideales Instrument", so Tholl.

Therapiemöglichkeiten von Bluthochdruck

Ist der Blutdruck zu hoch, müssen Betroffene ihren Lebensstil anpassen. Bei der Ernährung empfiehlt der Chefarzt, auf Kochsalz zu verzichten. Es steigert den Blutdruck, erklärt er weiter. Außerdem ist Bewegung wichtig. Tholl empfiehlt regelmäßiges Ausdauertraining wie Radfahren, Walken, Schwimmen oder Laufen. "Dreimal 20 Minuten in der Woche sind ideal."

Auch Abnehmen senkt den Blutdruck. "Es ist nicht so, dass man große Sprünge machen muss", beruhigt Tholl. Fünf Kilo weniger können schon dazu beitragen, den Blutdruck zu reduzieren. Von unrealistischen Gewichtszielen rät der Experte ab. Diese seien nicht motivierend.

Nicht zuletzt ist ein Medikamentencheck nötig. Denn manche Arzneien, die teils sogar frei verfügbar sind, können den Blutdruck erhöhen. Ob es ein eingenommenes Mittel ist, das den Druck in den Adern in die Höhe treibt, muss ein Arzt ermitteln. Liegt der hohe Blutdruck nicht an einer unerwünschten Nebenwirkung und sinkt er nicht durch einen geänderten Lebensstil, muss der Betroffene entsprechende Medikamente nehmen.

Folgeerkrankungen: Schlaganfall und Herzinfarkt drohen

Wer Bluthochdruck nicht behandelt, riskiert schwere Erkrankungen. "Schlaganfall und Herzinfarkt sind die übelsten Auswirkungen", sagt Tholl. Auch das Sehvermögen und die Durchblutung in den Beinen können gestört werden. Und es drohen Nierenschäden, die sogar eine Dialyse nötig machen. "Es sind fast alle Organe, die in Mitleidenschaft gezogen werden", so der Facharzt.

Verwendete Quellen:
  • Deutsche Hochdruckliga e.V.

Die Themenfelder Cholesterin und Herz-Kreislauf-Gesundheit werden Ihnen in Kooperation mit der Amgen GmbH (Riesstraße 24, 80992 München) präsentiert. Die Amgen GmbH hat keinen Einfluss auf die inhaltliche Ausgestaltung, diese liegt ausschließlich bei der Redaktion von t-online.de.

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