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Bluthochdruck in der Nacht ist besonders gefährlich

Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko  

Nächtlicher Bluthochdruck ist besonders gefährlich

ag

12.10.2015, 11:28 Uhr
Bluthochdruck in der Nacht ist besonders gefährlich. Die nächtlichen Blutdruckwerte sind laut einer Studie entscheidend für die Bestimmung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die nächtlichen Blutdruckwerte sind laut einer Studie entscheidend für die Bestimmung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Unser Blutdruck schwankt im Laufe des Tages. In der Nacht sollte er deutlich sinken. Tut er das nicht, kann das ernste Folgen haben. Denn nächtlicher Bluthochdruck gilt als besonders gefährlich. Unter anderem steigt das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich an.

Laut Hochdruckliga sollte der systolische (obere) Blutdruck nachts um mindestens zehn Prozent sinken. Die Werte sollten 120/70 mmHg nicht überschreiten. Am besten lässt sich der nächtliche Blutdruck durch eine 24-Stunden-Messung vom Arzt bestimmen.

Blutdruckanstieg in der Nacht erhöht Risiko fürs Herz

Dass der nächtliche Bluthochdruck gefährlicher ist als hohe Werte am Tag konnten Forscher am St. Vincent Medical Center in Bridgeport in einer Metastudie zeigen. Sie analysierten die Daten von 14.000 Bluthochdruckpatienten. Bei allen Patienten waren sowohl 24-Stunden-Blutdruckmessungen als auch Messungen in Arztpraxen durchgeführt worden.

Dabei fiel auf, dass erhöhte nächtliche Werte das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko stärker steigen ließen als erhöhte Werte während des Tages.

Nächtliche Blutdruckmessung ist sinnvoll

Diejenigen Patienten, deren systolischer Wert nachts um 10 mmHg stieg, hatten ein um 25 Prozent erhöhtes Risiko für eine Herzkreislauferkrankung. Beim gleichen Anstieg tagsüber erhöhte sich das Risiko nur um 20 Prozent.

Kombiniertes Messverfahren schafft Sicherheit

Studienleiter Roush weist Gegenüber dem amerikanischen Medizin-Portal "Medscape" darauf hin, dass die vorliegende Analyse aufgrund der umfangreichen Datensätze eine der größten ihrer Art sei und daher besondere Relevanz habe. Bei der Entscheidung, welche Therapie für den Patienten die beste sei, sollten daher drei Messverfahren miteinbezogen werden: die nächtliche Messung, die Tagesmessung und die Messung in der Arztpraxis.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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