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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Gedächtnisprobleme können Vorboten eines Schlaganfalls sein

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 06.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine ältere Frau greift sich an die Schläfen. Neben Sehstörungen und einem vorübergehenden Taubheitsgefühl können auch Gedächtnisstörungen Vorboten für einen Schlaganfall sein.
Neben Sehstörungen und einem vorübergehenden Taubheitsgefühl können auch Gedächtnisstörungen Vorboten für einen Schlaganfall sein. (Quelle: mheim3011/getty-images-bilder)
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Ein Schlaganfall wird oft als unvorhersehbares Ereignis wahrgenommen. Doch bestimmte Symptome kündigen den Hirninfarkt in vielen Fällen frühzeitig an.

Neben neurologischen Beeinträchtigungen wie Sehstörungen und einem vorübergehenden Taubheitsgefühl können auch Gedächtnisstörungen Vorboten für einen Schlaganfall sein. Das haben chinesische Neurologen vom Chang Gung Memorial Hospital in Chiayi in einer Meta-Studie herausgefunden.


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Zugrunde lagen Daten aus 18 Studien, die an insgesamt 121.879 Patienten durchgeführt wurden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im "Canadian Medical Association Journal".

Mentaler Minimalwert als Parameter

Die Gedächtnisprobleme – von den Ärzten als kognitive Einschränkungen bezeichnet – wurden mit dem sogenannten Mini-Mental-Status-Test gemessen, der auch zur Diagnose von Demenz und Alzheimer dient. Das Team um Dr. Meng Lee legte dann einen Mini-Mental-Status-Wert von 25 Punkten fest. Auf dieser Basis wurden die vorliegenden Patientendaten ausgewertet.

Schlaganfallrisiko um 40 Prozent erhöht

Faktoren wie erhöhtes Lebensalter, Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht wurden ebenfalls in die Risikobewertung miteinbezogen. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren zeigte sich, dass bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen oder Demenz die Schlaganfallrate um 40 Prozent höher lag als bei denjenigen, die keine Gedächtnisprobleme hatten.

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Gefahr einer ischämischen Attacke ist noch höher

Das Risiko, eine transitorische ischämische Attacke (TIA) zu bekommen, erhöhe sich bei Patienten mit geistigen Defiziten sogar um 65 Prozent. Bei einer TIA handelt es sich um eine vorübergehende Durchblutungsstörung im Gehirn, eine Art "Mini-Hirninfarkt", auf den nach einiger Zeit häufig ein echter Hirnschlag folgt.

Über die Gründe, warum Gedächtnisstörungen offensichtlich Vorboten eines Schlaganfallls sein können, sind sich die Forscher noch nicht ganz im Klaren. Sie vermuten jedoch, dass bei den Betroffenen bereits Gehirnschäden vorlagen, die durch stumme Infarkte oder Hirndurchblutungsstörungen entstanden sind.

Einem Schlaganfall kann man vorbeugen

Um das Risiko für einen Schlaganfall zu minimieren, kann jeder selbst aktiv werden. Viele Risikofaktoren lassen sich nämlich beeinflussen. Hierzu gehören Bluthochdruck, Rauchen, ein dicker Bauch, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel.

Sie liegen bei 80 Prozent aller Schlaganfälle zugrunde. Das hat die Analyse von mehreren Tausend Schlaganfallpatienten in Nordamerika gezeigt.

Hoher Blutdruck ist am gefährlichsten

Die Mediziner um Martin O’Donnel von der kanadischen McMaster-Universität hatten die Daten von 3.000 Schlaganfallpatienten mit denen von 3.000 Gesunden verglichen. Dabei war Bluthochdruck der wichtigste Risikofaktor: Er steigert das Risiko auf mehr als das 2,5-fache. Bei jedem dritten Schlaganfall spielt Bluthochdruck eine Rolle. Fast ebenso gefährlich ist das Rauchen, das die Schlaganfallgefahr verdoppelt.

Eine gesunde Lebensführung, insbesondere eine ausgewogene und fettarme Ernährung, reichlich Bewegung und ein Rauchverzicht könnten wesentlich dazu beitragen, das individuelle Risiko eines Hirnschlags zu minimieren.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Geraldine Nagel
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