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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

GedÀchtnisprobleme können Vorboten eines Schlaganfalls sein

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 25.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine Ă€ltere Frau greift sich an die SchlĂ€fen. Neben Sehstörungen und einem vorĂŒbergehenden TaubheitsgefĂŒhl können auch GedĂ€chtnisstörungen Vorboten fĂŒr einen Schlaganfall sein.
Neben Sehstörungen und einem vorĂŒbergehenden TaubheitsgefĂŒhl können auch GedĂ€chtnisstörungen Vorboten fĂŒr einen Schlaganfall sein. (Quelle: mheim3011/getty-images-bilder)
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Ein Schlaganfall wird hĂ€ufig als unvorhersehbares Ereignis wahrgenommen. Dabei kĂŒndigen konkrete Symptome den Hirninfarkt in vielen FĂ€llen schon frĂŒhzeitig an. Hierzu gehören auch GedĂ€chtnisstörungen.

Neben neurologischen BeeintrĂ€chtigungen wie Sehstörungen und einem vorĂŒbergehenden TaubheitsgefĂŒhl können auch GedĂ€chtnisstörungen Vorboten fĂŒr einen Schlaganfall sein. Das haben chinesische Neurologen vom Chang Gung Memorial Hospital in Chiayi in einer Meta-Studie herausgefunden.


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Zugrunde lagen Daten aus 18 Studien, die an insgesamt 121.879 Patienten durchgefĂŒhrt wurden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im "Canadian Medical Association Journal".

Mentaler Minimalwert als Parameter

Die GedĂ€chtnisprobleme – von den Ärzten als kognitive EinschrĂ€nkungen bezeichnet – wurden mit dem sogenannten Mini-Mental-Status-Test gemessen, der auch zur Diagnose von Demenz und Alzheimer dient. Das Team um Dr. Meng Lee legte dann einen Mini-Mental-Status-Wert von 25 Punkten fest. Auf dieser Basis wurden die vorliegenden Patientendaten ausgewertet.

Schlaganfallrisiko um 40 Prozent erhöht

Faktoren wie erhöhtes Lebensalter, Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht wurden ebenfalls in die Risikobewertung miteinbezogen. Unter BerĂŒcksichtigung dieser Faktoren zeigte sich, dass bei Patienten mit kognitiven EinschrĂ€nkungen oder Demenz die Schlaganfallrate um 40 Prozent höher lag als bei denjenigen, die keine GedĂ€chtnisprobleme hatten.

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Gefahr einer ischÀmischen Attacke ist noch höher

Das Risiko, eine transitorische ischĂ€mische Attacke (TIA) zu bekommen, erhöhe sich bei Patienten mit geistigen Defiziten sogar um 65 Prozent. Bei einer TIA handelt es sich um eine vorĂŒbergehende Durchblutungsstörung im Gehirn, eine Art "Mini-Hirninfarkt", auf den nach einiger Zeit hĂ€ufig ein echter Hirnschlag folgt.

Über die GrĂŒnde, warum GedĂ€chtnisstörungen offensichtlich Vorboten eines Schlaganfallls sein können, sind sich die Forscher noch nicht ganz im Klaren. Sie vermuten jedoch, dass bei den Betroffenen bereits GehirnschĂ€den vorlagen, die durch stumme Infarkte oder Hirndurchblutungsstörungen entstanden sind.

Einem Schlaganfall kann man vorbeugen

Um das Risiko fĂŒr einen Schlaganfall zu minimieren, kann jeder selbst aktiv werden. Viele Risikofaktoren lassen sich nĂ€mlich beeinflussen. Hierzu gehören Bluthochdruck, Rauchen, ein dicker Bauch, ungesunde ErnĂ€hrung und Bewegungsmangel.

Sie liegen bei 80 Prozent aller SchlaganfÀlle zugrunde. Das hat die Analyse von mehreren Tausend Schlaganfallpatienten in Nordamerika gezeigt.

Hoher Blutdruck ist am gefÀhrlichsten

Die Mediziner um Martin O’Donnel von der kanadischen McMaster-UniversitĂ€t hatten die Daten von 3.000 Schlaganfallpatienten mit denen von 3.000 Gesunden verglichen. Dabei war Bluthochdruck der wichtigste Risikofaktor: Er steigert das Risiko auf mehr als das 2,5-fache. Bei jedem dritten Schlaganfall spielt Bluthochdruck eine Rolle. Fast ebenso gefĂ€hrlich ist das Rauchen, das die Schlaganfallgefahr verdoppelt.

Eine gesunde LebensfĂŒhrung, insbesondere eine ausgewogene und fettarme ErnĂ€hrung, reichlich Bewegung und ein Rauchverzicht könnten wesentlich dazu beitragen, das individuelle Risiko eines Hirnschlags zu minimieren.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Geraldine Nagel
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