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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

So erkennen Sie einen Schlaganfall schnell

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 30.11.2018Lesedauer: 3 Min.
Bei einem Schlaganfall ist das Hirn in Gefahr
Bei einem Schlaganfall ist das Hirn in Gefahr (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Ein Bekannter fÀngt plötzlich an zu nuscheln oder schwankt beim Gehen: Hinter diesen Symptomen kann ein Schlaganfall stecken. Dann zÀhlt jede Minute. Doch nur wer die Warnzeichen kennt und richtig deutet, kann zielgerichtet handeln. Der sogenannte FAST-Test kann dabei helfen.

Nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Hilfe ereignen sich jedes Jahr etwa 270.000 SchlaganfĂ€lle. Sie stellen die dritthĂ€ufigste Todesursache in Deutschland dar. Dabei wird die Durchblutung des Gehirns unterbrochen. In 80 Prozent der FĂ€lle ist ein Blutgerinnsel, das ein HirngefĂ€ĂŸ verstopft, der Auslöser des Schlaganfalls. Dann sprechen Ärzte von einem Hirninfarkt. Seltener platzt ein GefĂ€ĂŸ und es kommt zu einer Hirnblutung.


Schlaganfall: Mit dem FAST-Test Leben retten

FAST-Test zur Schnellerkennung eines Schlaganfalls
Ein Schlaganfall kann das Gesicht lÀhmen
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Schlaganfall-Warnzeichen erkennen

Zu den typischen Symptomen gehören Sehstörungen, Sprachprobleme, LĂ€hmungen und TaubheitsgefĂŒhle. Auch Schwindel und sehr starke Kopfschmerzen sind mögliche Warnzeichen. Doch wie deutet man einen Schlaganfall bei seinem GegenĂŒber richtig?

Vorsicht bei entgleisten GesichtszĂŒgen

Ein deutlicher Hinweis sind entgleiste GesichtszĂŒge, wenn beispielsweise der Mund schief ist oder ein Mundwinkel nach unten hĂ€ngt. Auch bei plötzlichen Gangschwierigkeiten sollte man aufmerksam werden. Oft zieht der Betroffene ein Bein etwas nach, schwankt auffĂ€llig oder kann gar nicht mehr gehen. LĂ€hmungserscheinungen in den Armen sind ebenfalls hĂ€ufig zu beobachten. Der Betroffene kann GegenstĂ€nde nicht mehr richtig festhalten.

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Symptome wie bei einem Betrunkenen

Aufgrund der plötzlich ungelenken Motorik kann es sogar passieren, dass Außenstehende hinter dem Verhalten zu viel Alkohol vermuten. Denn ein Schlaganfall kann dem Anschein nach die gleichen körperlichen Auswirkungen zeigen, wie sie bei einem Betrunkenen auftreten. Das kommt unter anderem daher, weil Betroffene mit Sehschwierigkeiten und manchmal auch Doppelbildern zu kĂ€mpfen haben.

Das eingeschrĂ€nkte Gesichtsfeld kann zu Orientierungsproblemen fĂŒhren. Oft kommt starker Schwindel hinzu. Der Betroffene schwankt, kann sich nicht mehr aufrecht halten. Aufgrund der Sprachprobleme wirkt das Sprechen abgehackt, Silben werden verdreht oder weggelassen. Viele können sich nur noch lallend bemerkbar machen. Übelkeit und Erbrechen sind weitere Warnzeichen. Es kann zur Bewusstlosigkeit kommen.

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall den FAST-Test durchfĂŒhren

Wer die genannten VerhaltensĂ€nderungen bei seinem GegenĂŒber bemerkt, sollte sofort den sogenannten FAST-Test durchfĂŒhren. Laut der Deutschen Schlaganfall-Hilfe lassen sich mit ihm die meisten SchlaganfĂ€lle innerhalb weniger Sekunden feststellen. Die Buchstaben F-A-S-T stehen dabei fĂŒr "Face - Arms - Speech - Time", also Gesicht, Arme, Sprache und Zeit.

  • Face: Bitten Sie die Person zu lĂ€cheln. Ist das Gesicht halbseitig verzogen und wirkt schief, deutet das auf eine HalbseitenlĂ€hmung hin.
  • Arms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die HandflĂ€chen nach oben zu drehen. Bei einer LĂ€hmung kann die Person nicht beide Arme gleichzeitig heben.
  • Speech: Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. Klingt die Sprache unklar, liegt wahrscheinlich eine Sprachstörung vor.
  • Time: Wenn der Betroffene mit diesen Aufgaben Probleme hat, sollten Sie sofort den Notarzt unter 112 verstĂ€ndigen.

Pro Minute sterben bis zu zwei Millionen Nervenzellen

Schnelles Handeln ist wichtig. Denn aufgrund der Durchblutungsstörung im Gehirn werden die Nervenzellen an der betroffenen Stelle nur noch unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Je lÀnger diese Störung besteht, desto mehr Nervengewebe wird unwiederbringlich zerstört. Medizinern zufolge sterben pro Minute bis zu zwei Millionen Nervenzellen ab.

Besser einmal zu viel zum Hörer greifen

Wer zögert und hofft, dass die Beschwerden von selbst wieder besser werden, riskiert schwerwiegende Folgen. Auch die Scheu vieler Menschen, nachts den Notarzt zu rufen, ist in diesem Fall fatal. Notdienste fordern immer wieder dazu auf, bei Verdacht sofort zum Hörer zu greifen: Besser einmal zu viel anrufen als zu lange zögern, lautet das Motto.

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Medikament nur in den ersten vier Stunden wirksam

Mit jeder Minute, die verstreicht, steigt das Risiko fĂŒr irreparable SchĂ€den im Gehirn. Zudem kann nur in den ersten vier Stunden nach dem Schlaganfall ein Medikament verabreicht werden, das das Gerinnsel auflöst. Verstreicht diese Zeitspanne, stehen die Chancen schlecht, dass sich der Patient wieder erholt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Geraldine Nagel
Deutschland

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