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Symptome für Hämorrhoiden: Typische Anzeichen der Krankheit

Lästige Gefäßpolster  

Sieben typische Symptome für Hämorrhoiden

15.07.2019, 15:16 Uhr | rk (CF), t-online.de

Symptome für Hämorrhoiden: Typische Anzeichen der Krankheit. Hämorrhoiden können unangenehme Symptome wie Juckreiz und Brennen am After oder Blut im Stuhl auslösen. (Quelle: Getty Images/ljubaphoto)

Hämorrhoiden können unangenehme Symptome wie Juckreiz und Brennen am After oder Blut im Stuhl auslösen. (Quelle: ljubaphoto/Getty Images)

Jeder Mensch besitzt sie – Hämorrhoiden. Dabei handelt es sich um aufgequollene Gefäßpolster am Ende des Enddarms. Zusammen mit dem Schließmuskel dichten sie den After ab. Von Hämorrhoiden als Erkrankung spricht man jedoch erst, wenn sich die Gefäßpolster vergrößern und nach außen treten. Dieses Hämorrhoidalleiden kann sehr unangenehme Beschwerden hervorrufen. Wir nennen sieben klassische Symptome für Hämorrhoiden.

1. Fremdkörpergefühl

Ein typisches Symptom ist ein Fremdkörpergefühl im Afterbereich. Es entsteht indem sich die Hämorrhoiden vergrößern – besonders dann, wenn sie sich so stark erweitern, dass sie durch den Analkanal nach außen treten.

2. Druckgefühl

Häufig geht mit dem Fremdkörpergefühl auch ein Druckgefühl einher. Dies ist vor allem bei einer schwereren Form des Hämorrhoidalleidens der Fall. Dabei treten die Hämorrhoiden beispielsweise beim Stuhlgang aus dem Enddarm nach außen und entwickeln sich nicht mehr von selbst zurück.

3. Blutungen

Typisch für Hämorrhoiden sind Blutungen im After und Blut im Stuhl. Denn die Blutgefäße im Bereich des Afters können besonders leicht einreißen, wenn sich die Hämorrhoiden vergrößern. Die Blutung ist meist schmerzlos, kann stärker oder schwächer ausfallen und tritt einmalig oder regelmäßig auf. Das meist hellrote Blut findet sich meist im Stuhlgang oder ist als tropfende Blutung sichtbar.

Welche Ursachen kann Blut im Stuhl haben?
Nicht nur Hämorrhoiden können Blutungen im Analbereich auslösen. Für Blut im Stuhl gibt es mehrere Ursachen. Dazu zählen Erkrankungen im oberen, mittleren und unteren Verdauungstrakt. Magen-Darm-Geschwüre, eine gereizte Magenschleimhaut, vermehrtes Sodbrennen, Lebererkrankungen, regelmäßige Medikamenteneinnahme, häufiges Erbrechen oder Magenkrebs sind beispielsweise Ursachen für Blutungen im oberen Verdauungstrakt. Auslöser für Blutungen im mittleren und unteren Verdauungstrakt sind Krankheiten wie Tumore im Dünn- oder Dickdarm, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Darmpolypen, Infektionen und bakterielle Entzündungen oder Verschlüsse der Darmgefäße.

4. Stuhlschmieren

Viele Hämorrhoiden-Symptome sind nicht schmerzhaft, sondern eher unangenehm. Dazu gehört auch, das sogenannte Stuhlschmieren, wobei unkontrolliert Stuhl abgeht. Die Ursache dafür ist ein geschwächter Schließmuskel des Analkanals. Er verhindert, dass die Schließung des Afters nicht mehr ausreichend funktioniert.

5. Schleimabsonderung

Aus dem gleichen Grund gehört auch die Absonderung von Schleim zu den typischen Hämorrhoiden-Symptomen. Wie beim Stuhlschmieren ist die Absonderung häufig als Verfärbung in der Unterwäsche sichtbar. Ursache für das Nässen ist ebenfalls der Schließmuskel, der in seiner Funktionsfähigkeit eingeschränkt ist. 

6. Juckreiz

Stuhlschmieren und Schleimabsonderung führen ihrerseits zu einem weiteren typischen Hämorrhoiden-Symptom. Die Haut wird gereizt, dadurch entsteht ein unangenehmer Juckreiz und Schmerzen. Auch eine Entzündung ist möglich. Zur Behandlung werden meist Salben und Zäpfchen eingesetzt, welche die Beschwerden und Schmerzen im Analbereich lindern sollen. 

7. Unterschiedliche Schweregrade 

Neben den genannten Symptomen wie Blut im Stuhl, Schmerzen und Brennen im Analbereich, Druckgefühl im Enddarm sowie Schleim und Stuhlschmieren aus dem Analkanal ist es auch möglich, dass die erweiterten Hämorrhoiden keinerlei Beschwerden hervorrufen. Es gibt nämlich unterschiedliche Schweregrade von Hämorrhoidalleiden. Dies ist oft dann der Fall, wenn bei einer milden Form ersten oder zweiten Grades der Erkrankung, die Hämorrhoiden noch nicht nach außen erweitert sind.

Ursachen beim Arzt abklären lassen

Wenn Sie einige der genannten Symptome bei sich bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann dann erkennen, ob es sich wirklich um eine Erkrankung der Hämorrhoiden handelt und mögliche Ursachen herausfinden. Bei vielen Frauen kann auch während der Schwangerschaft ein Hämorrhoidalleiden auftreten. Zur Behandlung können eine Ernährungsumstellung, Salben und Zäpfchen, Verödung oder eine OP gehören. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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