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Oktoberfest: Statistik belegt die legendäre Wiesn-Grippe


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Belegt eine Statistik die legendäre Wiesn-Grippe?

Von t-online, dpa, msc

Aktualisiert am 22.09.2017Lesedauer: 1 Min.
Der Stern des Riesenrads auf dem Oktoberfest.
Der Stern des Riesenrads auf dem Oktoberfest. (Quelle: Felix Hörhager/dpa-bilder)
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Mancher hat die legendäre Wiesn-Grippe bisher als Schmarrn abgetan: nur zu viel getrunken. Doch eine Statistik weist jetzt darauf hin, dass es die Oktoberfest-bedingte Infektionskrankheit tatsächlich gibt.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuerst darüber berichtet: Bundesweiten Meldungen ausgewählter Arztpraxen zufolge beginnt das Gehuste im Raum München alljährlich in der 41. und 42. Kalenderwoche im Oktober – während der Rest Deutschlands noch gesund ist.

"Dafür gibt es keine andere vernünftige Erklärung als das Oktoberfest", sagte Ulrike Protzer, Chefin des Instituts für Virologie an der Technischen Universität München und der gleichnamigen Einrichtung am Helmholtz Zentrum München. Das Robert Koch-Institut in Berlin sammele Meldungen ausgewählter Arztpraxen über Atemwegserkrankungen und erstelle davon unter anderem Landkarten, die den Verlauf der alljährlichen Erkältungswelle zeigen.

Die Wiesn ist optimaler Lebensraum für Viren

Streng wissenschaftlich erwiesen sei der Zusammenhang allerdings nicht, sagte Protzer auf Anfrage der dpa. Zudem handele es sich nicht um die Influenza-Grippe, sondern Erkältungskrankheiten. Die Wiesn sei ein optimaler Lebensraum für Viren. "Die Menschen sind eng beieinander. Wenn jemand eine Erkältung hat, findet das Virus sehr schnell viele neue Wirte", sagte die Professorin. "Der Alkohol schwächt die Immunabwehr und die feuchtwarme Atmosphäre ohne direkte Sonneneinstrahlung ist für Viren ein gutes Umfeld."

Gute Nachricht: Magen und Darm der Wiesn-Gäste bleiben meist gesund. "Lebensmittelvergiftungen durch Bakterien kommen zum Glück nicht vor. Da greifen unsere Kontrollen." Die Wirte achten auf höchste Hygiene – sonst wackelt womöglich die Zulassung fürs nächste Jahr.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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