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Wie wirkungsvoll Mundwasser wirklich ist

Gurgeln für gesunde Zähne?  

Wie wirkungsvoll Mundwasser wirklich ist

19.02.2018, 15:19 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Wie wirkungsvoll Mundwasser wirklich ist. Mundwasser wird in Becher gefüllt: Mundwasser sollte die Zahnbürste und Zahnseide nicht ersetzen, nur ergänzen. (Quelle: Getty Images/AndreyPopov)

Mundwasser wird in Becher gefüllt: Mundwasser sollte die Zahnbürste und Zahnseide nicht ersetzen, nur ergänzen. (Quelle: AndreyPopov/Getty Images)

Mundwässer sollen Kariesbakterien bekämpfen, Mundgeruch vorbeugen, Zahnbelag verhindern und Zahnfleischerkrankungen bekämpfen. Doch halten die Produkte, was sie versprechen und sind sie wirklich wichtig für die tägliche Mundhygiene?

Nicht jedes Mundwasser ist gleich gut. Nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) halten Mundwässer nicht unbedingt, was sie versprechen. Da Mundwasser unter die "Verordnung für kosmetische Mittel" fallen, könnten Inhaltsstoffe beliebig variiert werden, solange das Produkt dem Menschen nicht schadet. Eine garantierte Wirkung gebe es nicht.

Anders ist das bei "medizinischen" Mundwässern. Sie gehen über die vorbeugenden Eigenschaften hinaus und werden eingesetzt, um krankhafte Beschwerden zu lindern oder zu beseitigen. Diese müssen einen nachweislichen Effekt haben. Erhältlich sind sie in der Apotheke.

Mundwasser: Nicht alle Produkte sind gleich gut

Doch auch viele Mundwässer, die Drogerien und Supermärkte für ihre Kundschaft bereit halten, sind gut für die Mundhygiene geeignet. Das zeigte eine Untersuchung von 20 keimreduzierenden Mundspüllösungen der Stiftung Warentest (test-Ausgabe 1/2018). Die Mehrheit der getesteten Produkte schnitt gut ab, darunter "Today Dent Mundspülung Mint-frisch" von Penny und Rewe sowie der "Zahn & Zahnfleisch Schutz Fresh Mint" von Listerine. Fünf Produkte wurden mit "mangelhaft" bewertet. Sie halten nicht, was die Hersteller versprechen.

Wer von Mundwasser profitiert

Das Fazit der Tester: Zahnbürste und Zahnseide ersetzen kann Mundwasser nicht. Es kann sie aber gut ergänzen. Vor allem für Personen, denen es schwerfalle, die Zahnzwischenräume zu reinigen, seien die Produkte für die tägliche Zahnpflege geeignet, so Stiftung Warentest. Auch für Menschen mit einem erhöhten Kariesrisiko, etwa Jugendliche mit fester Zahnspange oder ältere Menschen, die ihre Zähne nicht mehr optimal reinigen können, seien Mundspüllösungen eine gute Ergänzung. Etwa 30 Sekunden sollte die Spülung im Mund bleiben.

Wer kein Geld für Mundspüllösungen ausgeben möchte, kann auch mit Zahnpasta einen guten Effekt erzeugen, so die KZBV: "Wenn Sie nach dem Zähneputzen die aufgeschäumte Zahnpasta noch ein bis zwei Minuten durch die Zähne ziehen und dann nur ausspucken, aber nicht nachspülen, erreichen Sie einen vergleichbaren Effekt ohne zusätzliche Geldausgaben."

Vorsicht bei Mundduschen

Am wichtigsten sind nach wie vor Zahnbürste und Zahnseide im Kampf gegen Zahnbelag und Bakterien. Zweimal täglich sollte man die Zähne putzen. Die verwendete Zahnpasta sollte Fluorid enthalten, rät Stiftung Warentest. Zahnseide sollte einmal täglich zum Einsatz kommen.

Ein Zungenreiniger ist ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung zur Mundhygiene. Er entfernt mundgeruchverursachende Beläge von der Zunge. Verzichtbar sind laut den Testern Mundduschen. Sie seien gegen Zahnbeläge machtlos. Vor allem Menschen mit tiefen Zahnfleischtaschen sollten vorsichtig sein. Speisereste könnten in die Taschen gespült werden und Entzündungen verursachen. 

Bei Mundgeruch ist Mundwasser wirkungslos

Bei Mundgeruch bringt Mundwasser nur kurz Erfolg. Die Aromen können Mundgeruch zwar kurzzeitig überdecken, aber sie bekämpfen nicht den Auslöser. Am besten geht man damit zum Zahnarzt. Mundgeruch und blutendes Zahnfleisch sind Hinweise, dass mit der Mundgesundheit etwas nicht stimmt.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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