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Studie: Geschiedene haben ein höheres Risiko an Demenz zu erkranken

Höheres Krankheitsrisiko  

Scheidungen fördern eine bestimmte Erkrankung

Von Sandra Simonsen

04.09.2019, 18:12 Uhr
Studie: Geschiedene haben ein höheres Risiko an Demenz zu erkranken . Einsamkeit im Alter (Quelle: dpa/tmn/Bodo Marks)

Eine ältere Frau schaut aus dem Fenster: Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. (Quelle: Bodo Marks/dpa/tmn)

Eine Ehe wirkt sich bekanntermaßen positiv auf die Gesundheit aus. Die Universität Michigan hat nun festgestellt, dass geschiedene Menschen auch häufiger an Demenz erkranken als verheiratete. 

In einer Studie haben Wissenschaftler rund 15.400 Menschen 14 Jahre lang begleitet. Dabei fanden sie heraus, dass all jene, die nicht verheiratet waren, eher dazu neigten, an Demenz zu erkranken, als die verheirateten Probanden.

Die Gruppe bestand sowohl aus Geschiedenen als auch aus Verwitweten oder Personen, die nie verheiratet waren, getrennt oder in einer Beziehung lebten. 

Geschiedene Männer besonders von Demenz gefährdet

Zu Beginn der Studie im Jahr 2000 waren alle Teilnehmer mindestens 52 Jahre alt, es nahmen etwas mehr Frauen als Männer teil. Die Probanden haben regelmäßig persönlich oder am Telefon Fragen zu ihren kognitiven Fähigkeiten beantwortet. 

Vor der Studie zeigte keiner der Probanden Anzeichen für eine Demenzerkrankung. Neben den Auffälligkeiten bei den Geschiedenen fiel den Forschern auf, dass vor allem geschiedene Männer von Anzeichen für Demenz betroffen waren. 

Einfluss von finanzieller Situation und Krankheiten

Die Wissenschaftler berücksichtigten auch Faktoren wie die finanzielle Situation der Teilnehmer sowie Vorerkrankungen oder gesundheitsbewusstes Verhalten. Diese Faktoren hatten jedoch nur einen geringen Einfluss auf das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Die Diagnose Demenz ist für die Betroffenen und ihre Angehörigen ein Schock: Nicht nur das Krankheitsbild selbst ist belastend, durch eine Demenz können auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionskrankheiten begünstigt werden. 

Mit den kürzlich veröffentlichten Ergebnissen der Studie hoffen die Wissenschaftler, Einfluss auf die Demenzforschung nehmen zu können. Möglicherweise kann so das Risiko für Demenzerkrankungen reduziert werden, indem Entscheidungsträger im Gesundheitswesen ein spezielles Augenmerk auf die partnerlosen Risikogruppen legt. 


Zahl der Demenzkranken steigt

Aktuell gelten in Deutschland laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft rund 1,7 Millionen Menschen als demenzkrank. Die meisten davon sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Jedes Jahr gibt es rund 300.000 Neuerkrankungen. Durch den demografischen Wandel nimmt die Zahl der Demenzkranken stetig zu. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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