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In der Corona-Krise: Diese Lebensmittel und Produkte sollten Sie vorrätig haben

Im Katastrophenfall  

Diese Lebensmittel sollten Sie vorrätig haben

17.10.2020, 16:59 Uhr | sms, dpa

In der Corona-Krise: Diese Lebensmittel und Produkte sollten Sie vorrätig haben. Vorratsglas: Ein Vorrat an Reis und Nudeln kann bei einem Katastrophenfall sinnvoll sein. (Quelle: Getty Images/Valeriy_G)

Vorratsglas: Ein Vorrat an Reis und Nudeln kann bei einem Katastrophenfall sinnvoll sein. (Quelle: Valeriy_G/Getty Images)

Die Bundesregierung rät unabhängig von der Corona-Krise zu bestimmten Vorräten, die Sie immer im Haus haben sollten. Hamsterkäufe sind allerdings weiterhin nicht notwendig. 

Leere Supermarktregale, keine Nudeln, kein Toilettenpapier, kein Desinfektionsmittel: Viele Menschen in Deutschland ließen sich Anfang des Jahres vor dem Lockdown wegen des Coronavirus zu Hamsterkäufen hinreißen. Diese Reaktionen sind jedoch in der Regel unnötig und nicht sinnvoll, da die Lebensmittel- und Produktvorräte der Supermärkte auch in Pandemiezeiten gut gefüllt sind. Erst durch derartige Panikkäufe wurden entsprechende Lieferengpässe verursacht.

Für den Notfall – beispielsweise bei Orkanen, Wirbelstürmen, Fabrik- oder Waldbränden sowie Hochwasser – kann es jedoch sinnvoll sein, einige Vorräte im Haus zu haben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat für diese Situationen eine Checkliste herausgebracht. Darauf finden Sie alles, was Sie immer vorrätig haben sollten. Alles darüber hinaus ist nicht sinnvoll. 

Bundesregierung entscheidet "lageabhängig"

"Alle Maßnahmen werden lageabhängig entschieden", erklärt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage von t-online. Ob ein Katastrophenfall ausgerufen wird oder wie sich die Lage entwickelt, werde auf Grundlage des Robert Koch-Instituts entschieden. Dort gibt es einen Pandemieplan. 

Der Vorsorge-Ratgeber hingegen enthalte Informationen, die auch unabhängig vom Coronavirus gültig seien. "Die Bundesregierung empfiehlt die Bevorratung gemäß den Vorgaben der Checkliste seit langem, unabhängig von einem spezifischen Ereignis, um für verschiedene Katastrophen und größere Schadensereignisse, die auftreten könnten, gut gerüstet zu sein", sagt der Sprecher. Eine Bevorratung, die über den Ratgeber hinaus gehe, werde aus fachlicher Sicht hingegen als nicht sinnvoll erachtet.

Diese Vorräte sollten Sie immer im Haus haben 

Im Katastrophenfall könnte es beispielsweise bei einem Hochwasser dazu kommen, dass die Straßen unpassierbar werden. Oder dass Schnee ein Dorf von der Außenwelt abschneidet. Auch ein Stromausfall oder die Quarantäne durch ein Virus könnten dafür sorgen, dass Sie sich einige Zeit selbst versorgen müssen, ohne einen Supermarkt erreichen zu können. Für diese Notfälle gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe einige Tipps: 

Getränke: 

  • Halten Sie pro Person und Tag etwa zwei Liter Flüssigkeit vorrätig – geeignet sind Wasser, Fruchtsäfte und Getränke, die Sie lange lagern können. 

Lebensmittelvorrat für zehn Tage/pro Person: 

Alle Lebensmittel sollten im Falle eines Stromausfalls auch ohne Kühlung haltbar sein. 

  • 3,5 Kilogramm Getreideprodukte 
  • 4 Kilogramm Gemüse und Hülsenfrüchte 
  • 2,5 Kilogramm Obst und Nüsse 
  • 2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte
  • 1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch, Eier, Volleipulver
  • 0,357 Kilogramm Fette und Öle
  • Zucker, Honig, Marmelade, Schokolade und Fertiggerichte nach Belieben 

Hausapotheke: 

  • DIN-Verbandskasten
  • eigene Medikamente
  • Schmerzmittel
  • Hautdesinfektionsmittel
  • Mittel gegen Erkältungskrankheiten
  • Fieberthermometer
  • Mittel gegen Durchfall 
  • Insektenstich- und Sonnenbrandsalbe
  • Splitterpinzette

Hygieneartikel: 

  • Seife, Waschmittel 
  • Zahnbürste, Zahnpasta
  • Einweggeschirr und Besteck 
  • Haushaltspapier
  • Toilettenpapier
  • Müllbeutel 
  • Campingtoilette
  • Haushaltshandschuhe
  • Desinfektionsmittel 

"Die Warenversorgung ist gewährleistet"

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) erklärt, dass es auch derzeit keinen Grund gebe, zusätzliche Vorräte anzulegen. "Die Warenversorgung ist stabil. Die Lieferketten arbeiten problemlos. Es sind ausreichend Lagerbestände vorhanden. Niemand muss leere Regale befürchten." Damit dies weiterhin der Fall ist, betont das BVLH: "Wenn jeder nur das kauft, was er braucht, ist auch genug für alle da."

Weder Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe noch Kaufland gehen davon aus, dass es derzeit zu Engpässen kommen könnte, erklärten sie auf Nachfrage von t-online.

Bereits im Frühjahr betonte Rewe, die die Lage in allen Ländern äußert aufmerksam zu beobachten und Kontakt zu den sicherheitsrelevanten Behörden wie dem Robert Koch-Institut, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Auswärtigen Amt zu halten. "Sollten Sofortmaßnahmen für Deutschland notwendig werden, sind wir in der Lage, entsprechend kurzfristig zu reagieren", sagte die Sprecherin vor wenigen Monaten. "Die Warenversorgung ist gewährleistet."


Auch die anderen Handelsketten gaben an, dass sie die Lage stets beobachteten. Wichtigstes Ziel sei es dabei, Mitarbeiter und Kunden zu schützen und die Warenverfügbarkeit für die Bevölkerung sicherzustellen, erklärte Lidl. Aldi Nord betonte, das Unternehmen könne Lieferengpässe für Lebensmittel und Hygieneprodukte derzeit ausschließen. "Die Versorgungssicherheit unserer Märkte ist sichergestellt." Auch Aldi Süd betonte, es könne kurzfristig reagiert werden, falls Sofortmaßnahmen im Verkaufsgebiet erforderlich werden sollten.

Verwendete Quellen:

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