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Wo sich Lipome am häufigsten bilden

So erkennen Sie ein Lipom  

Wo sich die Fettgeschwulste am häufigsten bilden – und was hilft

16.03.2020, 13:44 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Wo sich Lipome am häufigsten bilden. Ein Patient mit einem Lipom am Ellenbogen: Eine solche Fettgeschwulst ist an sich harmlos, dafür aber ein ästhetisches Problem.  (Quelle: Getty Images/ TimoninaIryn)

Ein Patient mit einem Lipom am Ellenbogen: Eine solche Fettgeschwulst ist an sich harmlos, dafür aber ein ästhetisches Problem. (Quelle: TimoninaIryn/Getty Images)

Lipome sind Fettansammlungen im Gewebe. An Hals, Schultern und Rücken treten die Fettknötchen besonders häufig auf. Lipome sind in der Regel harmlos. Ein operativer Eingriff erfolgt meist aus ästhetischen Gründen.

Was ist ein Lipom?

Der Begriff Lipom bezeichnet ein gutartiges Fettgewebsgeschwulst, genauer gesagt eine gutartige Wucherung von Fettzellen im Unterhautfettgewebe. Weitere Bezeichnungen sind Fettgewebstumor und Fettgeschwulst. Das Lipom liegt als weiche oder festere knotige Veränderung unter der Haut vor. Die Größe der Fettansammlung reicht von linsen- bis handtellergroß. Manche Menschen haben nur ein Lipom. Bei anderen treten die Fettansammlungen zu mehreren auf. Hautärzte sprechen dann von Lipomatose.

Wie bildet sich ein Lipom?

Warum sich Lipome unter der Haut bilden, ist nicht bekannt. Weder der Körperfettanteil noch das Körpergewicht, die Ernährung oder hohe Blutfettwerte spielen nach aktuellem Kenntnisstand bei der Entstehung von Lipomen eine Rolle. Der Mechanismus, der hinter der Entstehung der Fettgeschwulsten steckt, ist folgender: Unter der Haut vermehren und vergrößern sich die Fettzellen des Unterhautfettgewebes aus bislang ungeklärten Gründen. Während manche Lipome eine weiche Struktur haben, sind andere deutlich fester und unter der Haut tastbar. Die Fettgeschwulst tritt oft ab dem 40. Lebensjahr auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Lipom-Symptome: Wie erkenne ich eine Fettgeschwulst?

Äußerlich sind Lipome nur durch eine Erhebung sichtbar. Ansonsten ist die äußere Haut optisch unauffällig. Ein weiteres Symptom sind tastbare knotige Veränderungen unter der Haut. Am häufigsten entsteht das Lipom an Hals, Schultern und Rücken. Doch auch an jeder anderen Körperstelle ist die Bildung des Fettgewebstumors möglich. Lipome wachsen langsam. Die meisten haben nach mehreren Jahren einen Durchmesser von kleiner als fünf Zentimetern. Manche können aber auch faustgroß werden. Die Fettgeschwulst ist beweglich und lässt sich mit Druck von außen unter der Haut verschieben.

Kann ein Lipom Schmerzen verursachen?

Schmerzhaft sind Lipome in den meisten Fällen nicht. Liegen sie in der Muskulatur unter der normalen Fettschicht (tiefliegende Lipome), bleiben sie von den Betroffenen oft unbemerkt. Schmerzen verursachen Lipome dann, wenn sie auf Blutgefäße, Muskeln, Sehnen und Nervenbahnen drücken. Auch besonders gefäßreiche Lipome können schmerzen. Mediziner sprechen dann von Angiolipomen. Treten diese in einer großen Anzahl auf, ist von Adipositas dolorosa (Morbus Dercum) die Rede.

Kann ein Lipom gefährlich werden?

Lipome sind in den meisten Fällen harmlos. Allerdings ist es möglich, dass Lipome entarten. Diese bösartigen Lipome werden Liposarkome genannt. Ein Liposarkom tritt bei etwa einem von 100 Betroffenen auf – vorwiegend am Nacken und am Rücken. Es wächst rasch und ist druckempfindlich. Es ist mit dem umliegenden Gewebe verwachsen und lässt sich nicht wie gutartige Lipome unter der Haut verschieben. Doch auch schmerzfreie und langsam wachsende Lipome können bösartig sein. Knotige Veränderungen der Haut sollten daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Fettgeschwulst behandeln

In der Regel sind es ästhetische Beweggründe, wenn sich Betroffene dafür entscheiden, das Lipom behandeln zu lassen. Viele empfinden die Ausbuchtungen der Haut als optisch störend. Die operative Entfernung des Fettgeschwulstes ist eine der Therapieformen. Dabei wird über einen Hautschnitt unter örtlicher Betäubung der Fettknoten entfernt. Der operative Eingriff ist besonders für festere Lipome geeignet.

Als Alternative zur Operation empfehlen viele Hautärzte für die Lipom-Behandlung die Absaugung des Lipoms. Diese Behandlungsform ist vor allem für größere, weiche Lipomen geeignet. Es bleibt nur eine kleine Narbe zurück.

Auch die "Fett-weg-Spritze" kommt bei der Lipom-Therapie zum Einsatz. Dabei werden bestimmte fettzellzerstörende Substanzen unter die Haut gespritzt. Diese Therapiemaßnahme wird Lipolyse (Auflösung) genannt. Die Lipolyse ist geeignet, wenn mehrere kleine Lipome bestehen. Betroffene sollten wissen, dass es möglich ist, dass sich das Lipom nach der Behandlung wieder erneut "füllt".

Kann eine Diät Lipome "wegschmelzen"?

Da sich Lipome unabhängig von Körpergewicht und Körperfettanteil bilden, kann eine Diät nichts gegen sie ausrichten. Die vermehrten und vergrößerten Fettzellen des Lipoms lassen sich durch eine Diät nicht "aushungern". Auch Massagen, die Anwendung von Cellulite-Cremes, Fastenkuren und andere Maßnahmen, die zur Gewichtsreduktion beziehungsweise zur Verbesserung des Hautbildes führen sollen, sind bei bestehenden Lipomen unwirksam.

Verwendete Quellen:
  • Dr. med. Arne Schäffler (Hrsg.): Gesundheit heute.  Krankheit – Diagnose – Therapie. Das Handbuch für Schulmedizin, Naturheilkunde und Selbsthilfe. Trias-Verlag 2014.
  • Altmeyers Enzyklopädie
  • gesundheitsinformation.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen


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