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Corona-Impfung: Werden auch bereits Infizierte gegen das Virus geimpft?

Noch viele Unklarheiten  

Werden auch bereits Infizierte gegen Corona geimpft?

24.01.2021, 12:03 Uhr
Corona-Impfung: Werden auch bereits Infizierte gegen das Virus geimpft?. Corona-Impfung: Vor dem Pieks wird nicht auf SARS-CoV-2 getestet. (Symbolbild) (Quelle: Getty Images/SeventyFour)

Corona-Impfung: Vor dem Pieks wird nicht auf SARS-CoV-2 getestet. (Symbolbild) (Quelle: SeventyFour/Getty Images)

Obwohl nach den Impfstoffen von Biontech und Moderna schon bald weitere zugelassen werden könnten, reichen die Impfdosen nicht für alle. Solange sie knapp sind, muss deshalb bei der Vergabe priorisiert werden.

Da derzeit nur eine begrenzte Menge an Corona-Impfstoff verfügbar ist, werden vorrangig Personengruppen mit einem besonders hohen Covid-19-Risiko geimpft. Die Bundesregierung hat eine entsprechende Priorisierung fest­gelegt. Einige Personen haben jedoch vorerst keinen Anspruch auf eine Impfung. So lauten die aktuellen Empfehlungen.

Corona-Impfungen erfolgen mit Priorisierung

Aktuell werden in Deutschland Menschen mit "höchster Priorität" geimpft. Dazu gehören:

  • Menschen über 80 Jahre
  • Personen, die in stationären Einrichtungen ältere und pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, pflegen oder betreuen
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Infektionsrisiko
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit hohem Risiko behandeln, betreuen oder pflegen

Nach der Impfgruppe mit "höchster Priorität" werden Menschen mit "hoher Priorität" und anschließend Menschen mit "erhöhter Priorität" geimpft. Wann das der Fall sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass ab Juli 2021 genügend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung vorhanden sein wird.

Wer vorerst nicht gegen Covid-19 geimpft wird

Einige Personengruppen werden allerdings vorerst nicht gegen Covid-19 geimpft. Der Grund: Nach bisherigem Forschungsstand sind die Nebenwirkungen und Risiken noch nicht weit genug erforscht worden. Bei manchen Personen sind daher die Sicherheitsbedenken zu groß. Dazu zählen:

  • Kinder
  • Jugendliche bis 16 Jahre
  • Schwangere

Auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen müssen noch warten. Denn sie wurden in den Impfstoffstudien nicht berücksichtigt und es gibt keine Belege, wie sie die Impfung vertragen.

Doch was ist mit Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben oder von Covid-19 genesen sind? Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sei davon auszugehen, dass Personen, die von einer Corona-Infektion genesen sind, zumindest vorübergehend über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen. "Es liegen jedoch noch keine ausreichenden Daten über die Dauer und Qualität des Schutzes vor", schreibt das RKI. Reinfektionen seien aber eher selten.

Angesichts der knappen Impfstoffdosen sollen Personen, die eine vom Labor bestätigte Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben, vorerst nicht geimpft werden, empfiehlt deshalb die Ständige Impfkommission (Stiko). So könne der Impfstoff für die Personen verwendet werden, die bisher keine Erkrankung durchgemacht haben.

Covid-19-Genesene: nur eine Impfung als Lösung?

Doch grundsätzlich gebe es laut der Stiko die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung auch nach durchgemachter Corona-Infektion. Der geeignete Zeitpunkt hierfür könne jedoch noch nicht angegeben werden.

Der Stiko-Vorsitzende Professor Dr. Thomas Mertens hatte bei einem Pressebriefing Mitte Januar erklärt, dass sich die Empfehlung zur Corona-Impfung bei der nächsten Aktualisierung ändern könnte. Vorstellbar sei zum Beispiel auch, dass Covid-19-Genesene gegebenenfalls nur eine einzige Impfung als Booster brauchen. Allerdings fehle es hierzu noch an Daten.

Verwendete Quellen:
  • Robert Koch-Institut
  • Paul-Ehrlich-Institut
  • Pharmazeutische Zeitung
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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