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Corona Impftermin Brandenburg: Anmeldung, Hotline und wichtige Infos

Infos, Anmeldung und Durchführung  

Impftermin Brandenburg: Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

04.03.2021, 12:58 Uhr | cat, t-online

Corona Impftermin Brandenburg: Anmeldung, Hotline und wichtige Infos. Ampulle und Spritze mit Covid-19-Impfstoff: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: imago images/Alexander Limbach)

Ampulle und Spritze mit Covid-19-Impfstoff: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: Alexander Limbach/imago images)

Seit dem 5. Januar haben in Brandenburg die Impfzentren ihre Arbeit aufgenommen. Aktuell erhalten Menschen, die nach der Einstufung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" oder mit "hoher Priorität" zählen, eine Impfung gegen das Coronavirus. 

Hier erhalten Sie einen Überblick, wer zur Prioritätengruppe gehört, wie die Terminvergabe in Brandenburg erfolgt und wie die Impfung abläuft.

Prioritäten beim Impftermin: Wer wird wann geimpft?

Wer wann seine Impfung erhält, ist, wie in allen Bundesländern, auch in Brandenburg nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Corona-Impfverordnung; CoronaImpfV) festgelegt. Diese basiert auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut.

Die Reihenfolge der Impftermin-Vergabe erfolgt gemäß einer Priorisierung von Personengruppen, die ein hohes Erkrankungsrisiko aufweisen oder in Kontakt zu Risikopatienten stehen. Sie finden eine genaue Auflistung der Priorisierung der Personengruppen auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Aktuell können sich Personen, die der höchsten Priorisierungsgruppe angehören, anmelden. Hierzu zählen:

  • Menschen, die über 80 sind.
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind oder selbst behandelt werden.
  • Personen, die bei ambulanten Pflegediensten arbeiten und regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, Hierzu gehören Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, ambulante Palliativstationen oder Impfzentren.
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht (beispielsweise Krebs- oder Transplantationspatienten).

Seit dem 17. Februar werden Corona-Impfungen in Brandenburg auch mit dem Impfstoff von AstraZeneca zu verabreicht. Gemäß der Corona-Impfverordnung darf dieser aktuell an Personen der höchsten Priorisierungsgruppe, die unter 65 Jahre alt sind, verimpft werden. Krankenhausbeschäftigte können sich außerdem direkt in den Krankenhäusern impfen lassen.

Seit dem 22. Februar können sich auch Personen, die laut Paragraph 3 Absatz 1 Nummer 2 der Corona-Impfverordnung zur zweiten Stufe mit hoher Priorität gehören, für eine Corona-Impfung anmelden. In diese Gruppe fallen:

  • Personen mit Trisomie 21
  • Personen nach Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt
  • Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung
  • Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%)
  • Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Diese Personen können über eine Sonderrufnummer einen Termin in einem der elf Impfzentren Brandenburgs einen Termin vereinbaren. Um die Impfberechtigung nachweisen zu können, wird ein ärztliches Zeugnis von einem Arzt oder einer Ärztin benötigt.

Wie werde ich benachrichtigt?

Brandenburgische Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahren werden per Brief über ihr Impfangebot informiert. In den kommenden Wochen werden diese Anschreiben jahrgangsweise versendet und persönlich adressiert. Die Zusendung enthält unter anderem eine Sonderrufnummer unter der die impfberechtigte Person ihren Impftermin individuell vereinbaren kann.

Alle anderen impfberechtigten Personen werden nicht individuell auf diese Weise informiert.

Anmeldung: Hotline für den Impftermin

Aktuell steht für die telefonische Vergabe der Impftermine eine Sondernummer zur Verfügung. Diese steht jedoch ausschließlich den Über-80-Jährigen zur Verfügung, die per Brief über das Impfangebot informiert wurden. Diesem Schreiben liegt die für den Termin benötigte Telefonnummer bei. Nach der telefonischen Vereinbarung werden die Termine für die Erst- und Zweitimpfung ebenfalls auf dem Briefweg oder per E-Mail schriftlich bestätigt.

Impftermin online beantragen

Impfberechtigte Personen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren können den Termin für ihre Corona-Impfung in Brandenburg ausschließlich online beantragen. Dies ist unter www.impfservice.de möglich. Dabei steht begrenztes Kontingent an freien Terminen für die Online-Buchung zur Verfügung. Diese Impfungen werden derzeit ausschließlich mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca durchgeführt.

Sonderregelungen in Pflegeeinrichtungen 

Menschen, die 80 Jahre oder älter sind und in einem Seniorenheim leben, müssen keinen Termin über die genannte Telefonnummer vereinbaren. Bei ihnen erfolgt die Impfung direkt in der Einrichtung durch ein mobiles Impf-Team. Bei Fragen zu den Terminen wenden sich Betroffene oder deren Angehörige direkt an die Pflege- und Einrichtungsleitung. Die Termine für die Impftage können Pflegeeinrichtungen über ein zentrales Online-Terminbuchungssystem des DRK vornehmen.

Pflegebedürftige Menschen, die über 80 Jahre alt sind und nicht im Pflegeheim leben, können ihre Corona-Impfung nicht durch mobile Impf-Teams erhalten. Das liegt an den anspruchsvollen Eigenschaften der aktuell zugelassenen und verfügbaren Covid-19-Impfstoffe.

Liste der Impfzentren in Brandenburg

In Brandenburg haben elf regionale Impfzentren den Betrieb aufgenommen:

  • Cottbus
  • Potsdam
  • Schönefeld
  • Elsterwerda
  • Frankfurt (Oder)
  • Oranienburg
  • Brandenburg an der Havel
  • Eberswalde
  • Prenzlau
  • Luckenwalde
  • Kyritz

Sobald dem Land Brandenburg mehr Corona-Impfstoff zur Verfügung steht, soll die Zahl der Impfzentren bzw. Impfstationen nochmals erhöht werden. Ziel ist es, in jedem Landkreis bzw. jeder kreisfreien Stadt bis Ende Februar / Anfang März nach Möglichkeit je eine entsprechende Einrichtung eröffnen zu können.

Corona-Impfung beim Hausarzt in Brandenburg

Am 03.03. 2021 wurde damit begonnen Corona-Impfungen in Arztpraxen anzubieten. Bei dem Modellversuch sind zunächst vier Arztpraxen an den Start gegangen. Diese sind in:

  • Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark)
  • Pritzwalk (Prignitz)
  • Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz)
  • Wittenberge (Prignitz)

Welche Praxen das genau sind, ist derzeit noch nicht öffentlich. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB) und des Gesundheitsministeriums soll das Angebot noch im März auf ungefähr 50 Arztpraxen ausgeweitet werden. Die Ärzte sollen die Impftermine dann selbst an ihre Patienten vergeben. Ab April soll "endlich richtig voll in die Arztpraxen" gegangen werden, wie Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher gegenüber Radioeins mitgeteilt hat.

Mit dem Taxi ins Impfzentrum? 

Die Fahrt zum Impfzentrum muss in Brandenburg bislang jeder Impfwillige selbst organisieren. Laut Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg KVBB soll sich das aber noch ändern. Dann soll es etwa Fahrdienste in den Kommunen geben. Die Finanzierung dafür ist jedoch noch unklar.

Welche Unterlagen zum Impftermin mitbringen?

In den brandenburgischen Impfzentren gelten die bekannten AHA+L-Regeln zum Schutz vor Corona. Dazu gehört, ausreichend Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu befolgen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

Folgende Dokumente werden zur Impfung benötigt: 

  • Personalausweis
  • Arbeitsbescheinigung für alle, die im Gesundheits- und Pflegedienst arbeiten
  • nach Möglichkeit einen Impfpass (falls Sie keinen besitzen, erhalten Sie eine Bestätigung in Papierform)
  • Krankenversicherungskarte
  • Terminbestätigung
  • Einwilligungsbogen und Aufklärungsmerkblatt
  • Ärztliches Zeugnis als Nachweis zur Impfberechtigung (für Personen der zweiten Stufe mit hoher Priorität)

Ablauf: So wird die Impfung durchgeführt

Bereits vor dem Betreten des Gebäudes wird geprüft, ob ein Termin besteht. Anschließend erfolgen Empfang und Registrierung. Danach darf im Wartebereich Platz genommen werden bis ein Arzt in einem freien Beratungsraum die notwendigen Vorgespräche führt. Die Impfung wird dann durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt und im Impfpass mit der Chargennummer des Impfstoffs eingetragen. Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch etwa 30 Minuten unter medizinischer Beobachtung.

Einschließlich einzuplanender Wartezeiten, eines ärztlichen Aufklärungsgesprächs und der Nachbeobachtungszeit wird der Impfvorgang in der Regel etwa eine Stunde in Anspruch nehmen.

Aktuell wird der von BioNTech/Pfizer entwickelte Impfstoff verimpft. Für den vollen Impfschutz sind bei diesem Impfstoff zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen nötig. Den vollen Impfschutz erreichen Sie nach derzeitigem Kenntnisstand sieben Tage nach der zweiten Impfung.

Zusätzlich sind am 12. Januar die ersten 2.400 Impfstoffdosen des US-Pharmakonzerns Moderna in Brandenburg angekommen. Dieser erhielt am 6. Januar 2021 von der Europäischen Kommission die Zulassung. In absehbarer Zeit ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe anderer Hersteller zu rechnen.

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► Impftermine in Thüringen

Welche Impfstoffe sind derzeit zugelassen?

In Deutschland sind aktuell drei verschiedene Impfstoffe zugelassen, die nach Verfügbarkeit verimpft werden. Ende letzten Jahres wurde zunächst der Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen. Am 7. Januar folgte der Impfstoff von Moderna. Diese beiden Impfstoffe sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. Das bedeutet, dass sie keine Elemente des Virus enthalten, sondern nur Informationen aus dessen DNA. Auf dieser Basis entwickeln die körpereigenen Zellen die gewünschte Immunität.

Ende Januar erhielt außerdem der Impfstoff von Astrazeneca die Zulassung. Er gehört zur Gruppe der Vektor-Impfstoffe. Seine Wirkung beruht auf der Verabreichung von abgeschwächten und somit harmlosen Viren, auf die der Körper mit der Bildung eines Immunschutzes reagiert. Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland nur an Menschen unter 65 Jahren verimpft.

Bis Anfang März werden insgesamt etwa 170.000 Impfdosen erwartet, 76.000 von Biontech/Pfizer und 86.400 von Astrazeneca, wie Gesundheitssekretär Ranft mitgeteilt hat. Geplant ist zudem den Pflegekräften in Brandenburg spezielle Impftermine anzubieten. Diese sollen den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca erhalten, da er von der EMA nur für Unter-65-Jährige zugelassen wurde.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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