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Corona-Impftermin Schleswig-Holstein: Infos zu Anmeldung, Hotline

Infos, Anmeldung und Durchführung  

Impftermin Schleswig-Holstein: Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

26.03.2021, 10:51 Uhr | cat, t-online

Corona-Impftermin Schleswig-Holstein: Infos zu Anmeldung, Hotline . Spritze und Ampullen mit dem Covid-19-Impfstoff: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: Getty Images/Christof Stache)

Spritze und Ampullen mit dem Covid-19-Impfstoff: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: Christof Stache/Getty Images)

Am 4. Januar haben die ersten 15 Impfzentren in Schleswig-Holstein ihre Arbeit aufgenommen. Wie auch in allen anderen Bundesländern erhalten hier zunächst Menschen, die nach der Einstufung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" zählen, eine Impfung gegen das Coronavirus. 

Hier erhalten Sie einen Überblick, wer zur Prioritätengruppe gehört, wie die Terminvergabe in Schleswig-Holstein erfolgt und wie der Besuch im Impfzentrum abläuft.

Prioritäten beim Impftermin: Wer wird wann geimpft?

Die Entscheidung, wer wann geimpft wird, ist in Schleswig-Holstein wie in den übrigen Bundesländern auch nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Corona-Impfverordnung; CoronaImpfV) festgelegt. Diese basiert auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut.

Wer kann sich zuerst impfen lassen?

Diese Reihenfolge gilt bei der Impfung

Solange die Corona-Impfstoffe noch knapp sind, werden zuerst die Menschen geimpft, die besonders gefährdet sind. Dazu wurden verschiedene Priorisierungsgruppen gebildet. Wann von einer Gruppe zur nächsten gewechselt werden kann, richtet sich nach der Verfügbarkeit der Impfstoffe und wird von den Bundesländern entschieden. Der folgende Überblick zeigt die Reihenfolge bei der Impfung.

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen sowie in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus durchführen
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie
  • Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege begutachten und prüfen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren und in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (wie z.B. Bronchoskopie)
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht - insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin oder im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patienten
  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach einer Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression)
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
  • Personen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (z.B. interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose), Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus mit Komplikationen, Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen für geistig oder psychisch behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Erfasst sind auch Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind
  • Über 60-Jährige
  • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im  Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren  oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 60 Jahre alt sind und eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind
  • Wahlhelferinnen und Wahlhelfer
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht Grund-, Sonder- oder Förderschulen sind, tätig sind sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus besteht

Alle, die ein geringeres Risiko haben, einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung zu erleiden. Ihnen soll nach den priorisierten Gruppen ein Impfangebot gemacht werden.


 

In der ersten Phase konnten sich nur Personen, die der höchsten Priorisierungsgruppe angehören, anmelden. Seit dem 9. März können sich alle Menschen aus der zweiten Priorisierungsgruppe für einen Impftermin registrieren. 

Dabei handelt es sich unter anderem um Lehrer, Erzieher, Personal in Arztpraxen, Menschen mit bestimmten Erkrankungen, Schwangere sowie bis zu zwei Kontaktpersonen von Schwangeren. Eine genaue Beschreibung aller Personen finden Sie hier

Polizisten in Schleswig-Holstein erhalten als priorisiert eingestufte Gruppe ebenfalls eine Corona-Impfung. Durch eine Anpassung der "Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2" des Bundesgesundheitsministeriums ist dies möglich. Das Impfkonzept sieht vor, dass zunächst die Polizisten berücksichtigt werden sollen, die durch "häufigen und unüberschaubaren Kontakt" einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Wie werde ich benachrichtigt?

Impfberechtigte Bürgerinnen und Bürger Schleswig-Holsteins haben bislang keine automatische Einladung für die Terminvereinbarung zur Corona-Impfung erhalten. Sie müssen sich selbst über eine kostenlose Hotline oder online für einen Impftermin anmelden. Dabei wird je ein Termin für die Erst- und die Zweitimpfung vergeben.

Zusätzlich erhalten ab dem 28. Januar rund 220.000 impfberechtigte Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre oder älter sind, einen Brief mit einem persönlichen Pin-Code sowie einer Telefonnummer. Die Informationsschreiben werden in Tranchen versendet, wobei nach einer Altersstaffelung innerhalb der Gruppe der Über-80-Jährigen vorgegangen wird. Mit dieser Möglichkeit soll Seniorinnen und Senioren eine Registrierung für die Erst- und Zweitimpfung ohne Zeitdruck ermöglicht werden. Die im Anschreiben hinterlegte Nummer wird ab dem 1. Februar von Montag bis Samstag jeweils von 8 bis 18 Uhr erreichbar sein. Frühester Impftermin über diesen Weg ist der 8. Februar.

Anmeldung: Hotline für den Impftermin

Für die telefonische Vergabe der Impftermine hat die Regierung eine zentrale Hotline eingerichtet. Seit dem 12. Januar ist eine Anmeldung zur Corona-Impfung unter der bundesweiten Hotline 116 117 möglich. Daneben gibt es eine weitere Telefonnummer, unter der Menschen aus Schleswig-Holstein einen Termin buchen können. Die Nummer der regionalen Hotline lautet 0800 - 455 655 0 und ist kostenfrei erreichbar.

Für über 80-Jährige gibt es seit dem 1. Februar eine separate Hotline, die zwischen 8 und 18 Uhr erreichbar ist. Dort können Termine auch für einen späteren Zeitraum vereinbart werden. Zuvor war das nur für die Folgewoche möglich. Die Telefonnummer ist dem Schreiben zu entnehmen, das seit Ende Januar in Tranchen an die Impfberechtigten verschickt wird. 

Impftermin online beantragen

Neben der telefonischen Anmeldung zum Impftermin besteht die Möglichkeit, sich online für einen Impftermin anzumelden. Die Anmeldung erfolgt auf der folgenden Internetseite: https://www.impfen-sh.de/.

Sonderregelungen in Pflegeeinrichtungen 

Menschen, die 80 Jahre oder älter sind und in einem Seniorenheim leben, müssen keinen Termin über die genannten Telefonnummern oder Internetseiten vereinbaren. Bei ihnen erfolgt die Impfung direkt in der Einrichtung durch ein mobiles Impf-Team. Bei Fragen zu den Terminen wenden sich Betroffene oder deren Angehörige direkt an die Pflege- und Einrichtungsleitung. Die Einrichtungen, die von mobilen Impfteams aufgesucht werden, werden vorher über die organisierende Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein informiert.

Vorgesehen ist auch, dass Bewohnerinnen und Bewohner in ambulanten Angeboten ebenfalls geimpft werden, wenn eine räumliche und organisatorische Nähe zum stationären Angebot besteht. Pflegebedürftige Personen, die über 80 Jahre alt sind und zu Hause betreut werden, können, sofern die Möglichkeit besteht, in einem Impfzentrum einen Termin anfragen, zu dem sie von einem Angehörigen oder Betreuer begleitet werden.

Liste der Impfzentren in Schleswig-Holstein 

In Schleswig-Holstein haben bereits 15 der 29 geplanten Impfzentren den Betrieb aufgenommen:

  • Alt-Mölln
  • Bad Oldesloe
  • Eutin
  • Flensburg
  • Gettorf
  • Heide
  • Husum
  • Itzehoe
  • Kaltenkirchen
  • Kiel (Schwedenkai)
  • Kropp
  • Lübeck
  • Neumünster
  • Prisdorf
  • Schönberg in Holstein

In den nächsten Wochen und Monaten sollen 14 weitere Impfzentren geöffnet werden. Geplant sind Zentren in Bad Schwartau, Brunsbüttel, Büdelsdorf, Elmshorn, Geesthacht, Großhansdorf, Kiel (Citti-Park), Lensahn, Niebüll, Norderbrarup, Norderstedt, Plön, Reinbek und Wahlstedt. Impfberechtigte Personen dürfen bei der Terminanfrage das Impfzentrum frei wählen − auch, wenn dieser nicht im eigenen Wohnortkreis liegt.

Zu Beginn werden die Impfzentren jeweils von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein. Je nach verfügbarer Impfstoffmenge werden die Öffnungszeiten allerdings angepasst. Der Betrieb soll im Idealfall an sieben Tagen in der Woche für täglich zehn Stunden möglich sein. Feiertage sind davon ausgenommen. Das Land bereitet vor, dass die Impfzentren rund 300.000 Impfungen pro Monat durchführen können, bei Bedarf sogar mehr. Dies ist jedoch abhängig von der Menge an zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen.

Mit dem Taxi ins Impfzentrum? 

Die Anfahrt zum Impfzentrum ist in der Regel selbst zu organisieren und zu bezahlen. Eine Fahrtkostenerstattung für medizinische Behandlungen erfolgt nur in sehr wenigen gesetzlichen Ausnahmefällen seitens der Krankenversicherung. Hier ist es ratsam, einmal bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen, um so möglicherweise von einer Kostenübernahme zu profitieren.

Damit Menschen, die eingeschränkt mobil sind und über keinen eigenen PKW verfügen, der Besuch im Impfzentrum ermöglicht werden kann, sind die Städte, Kreise und das Land außerdem in Kontakt mit der NAH-SH, um die Anbindung der Impfzentren an den ÖPNV zu verbessern.

Welche Unterlagen zum Impftermin mitbringen?

In den schleswig-holsteinischen Impfzentren gelten die bekannten AHA+L-Regeln zum Schutz vor Corona. Dazu gehört, ausreichend Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu befolgen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

Folgende Dokumente werden zur Impfung benötigt: 

  • Buchungscode oder das Ticket für den Impftermin
  • Personalausweis, Reisepass oder Führerschein
  • Arbeitsbescheinigung für alle, die im Gesundheits- und Pflegedienst arbeiten
  • nach Möglichkeit ein Impfpass (falls Sie keinen besitzen, erhalten Sie eine Bestätigung in Papierform)
  • Krankenversicherungskarte

Ablauf: So wird die Impfung durchgeführt

Die Impfung wird durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt und im Impfpass mit der Chargennummer des Impfstoffs eingetragen. Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur etwa fünf Minuten. In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch etwa 15 bis 30 Minuten unter medizinischer Beobachtung.

Einschließlich einzuplanender Wartezeiten, eines ärztlichen Aufklärungsgesprächs und der Nachbeobachtungszeit wird der Impfvorgang in der Regel etwa 45 Minuten in Anspruch nehmen.
 


In Deutschland sind derzeit drei verschiedene Impfstoffe zugelassen. Aktuell wird der von BioNTech/Pfizer entwickelte Impfstoff verimpft. Für den vollen Impfschutz sind bei diesem Impfstoff zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen nötig. Den vollen Impfschutz erreichen Sie nach derzeitigem Kenntnisstand sieben Tage nach der zweiten Impfung.


Am 6. Januar 2021 erhielt auch der Impfstoff der Firma Moderna von der Europäischen Kommission die Zulassung. In absehbarer Zeit ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe anderer Hersteller zu rechnen.

Ende Januar erhielt außerdem der Impfstoff von Astrazeneca die Zulassung. Er gehört zur Gruppe der Vektor-Impfstoffe. Seine Wirkung beruht auf der Verabreichung von abgeschwächten und somit harmlosen Viren, auf die der Körper mit der Bildung eines Immunschutzes reagiert. Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland nur an Menschen unter 65 Jahren verimpft.

Zwischenzeitlich wurden Astrazeneca-Impfungen gestoppt. Im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung kam es zu Meldungen von Thrombosen der Hirnvenen. Die Ursache konnte im Anschluss ermittelt werden, weshalb die Impfungen wieder freigegeben wurden.

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In absehbarer Zeit ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe anderer Hersteller zu rechnen.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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