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Warum die Corona-Mutation aus Brasilien Forschern Sorgen macht

  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow

Aktualisiert am 12.02.2021Lesedauer: 3 Min.
Ein Helfer informiert die Bewohner eines Dorfes im Amazonas über Corona-Tests: Die Virusvariante aus Brasilien soll die Immunabwehr bereits erkrankter Corona-Patienten umgehen können.
Ein Helfer informiert die Bewohner eines Dorfes im Amazonas über Corona-Tests: Die Virusvariante aus Brasilien soll die Immunabwehr bereits erkrankter Corona-Patienten umgehen können. (Quelle: Agencia EFE/imago-images-bilder)
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Eine neue Virusvariante gibt Wissenschaftlern Rätsel auf. Im Amazonasgebiet in Brasilien steigen die Fallzahlen rasant – obwohl ein Großteil der Bewohner bereits infiziert war. Können sich auch Genesene und Geimpfte mit E484K anstecken?

Je weiter sich das Coronavirus ausbreitet, desto häufiger kommen Mutationen vor. Im Laufe der Pandemie hat SARS-CoV-2 schon mehrere potenziell ansteckendere und gefährlichere Varianten ausgeprägt – zunächst wurden zwei Formen aus Großbritannien und Südafrika bekannt. Nun beunruhigt Experten zunehmend eine dritte: P.1 aus Brasilien.


Coronavirus-Fotoshow: Das sind die wichtigsten Symptome

Husten: Ein trockener Husten ist ein besonders häufiges Symptom für das Coronavirus. Der Husten kann zusätzlich zu Atemnot führen.
Fieber: Eine erhöhte Temperatur ist ebenfalls ein häufiges Symptom für Covid-19. Viele Patienten haben zudem Gliederschmerzen oder fühlen sich schwach.
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Sie wird auch "Manaus-Variante" oder "Amazonas-Variante" genannt und könnte gefährlichere Eigenschaften als das Ursprungsvirus besitzen. Ein Überblick, was die Forschung bislang herausgefunden hat.

Corona-Variante P.1 schon im Januar nachgewiesen

Die Coronavirus-Variante P.1 wurde erstmals im Januar bei vier aus Brasilien nach Japan eingereisten Menschen nachgewiesen. Sie kamen aus dem Amazonasgebiet. Dort ist die Mutation inzwischen weit verbreitet – jüngste Analysen der Forschungseinrichtung Fundaçao Oswaldo Cruz in Rio de Janeiro deuten darauf hin, dass sie schon für 90 Prozent der Neuinfektionen im Amazonas-Bundesstaat verantwortlich ist.

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Aber auch in anderen Teilen Brasiliens und Ländern wie den USA und Deutschland wurde P.1 entdeckt. Wie die südafrikanische Variante weist auch die brasilianische die Spike-Protein-Mutationen N501Y, E484K und K417N sowie zahlreiche weitere Mutationen auf. Das bedeutet, dass aus der ersten Mutation neue Abwandlungen entstehen, die auch Veränderungen im Erbgut aufweisen können.

Besonders die veränderte E484K-Mutation steht derzeit im Fokus. Forscher gehen davon aus, dass sie einen Einfluss auf die Infektiosität und die Immunität haben könnte.

Weltweit ist die Virusvariante mit der E484K-Mutation nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO inzwischen in 20 Ländern nachgewiesen worden.

Mutation offenbar hochinfektiös – und Gefahr für Herdenimmunität?

Laut brasilianischen Regierungsangaben ist die Coronavirus-Variante dreimal ansteckender als das ursprüngliche Virus. Dies sagte Gesundheitsminister Eduardo Pazuello am 11. Februar im Senat in Brasília. Beweise dafür, dass diese Variante auch schwerere Erkrankungen verursachen kann, gibt es bislang nicht. Einschätzungen unabhängiger Experten bleiben abzuwarten.

Ebenfalls problematisch: Die E484K-Mutation könnte resistent gegen Corona-Antikörper sein. Es gebe erste Hinweise und Daten, "dass diese Mutation neutralisierende Antikörper nicht mehr so gut greifen könne", sagte die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek im NDR-Podcast "Coronavirus-Update" über E484K. Dieser Effekt wird "Immun-Escape" genannt. Antikörper können demnach nicht mehr so leicht am Virus andocken und es bekämpfen.

Beispiel Manaus: Genesene nicht vor Neuinfektion geschĂĽtzt?

Die Sorge ist groß, dass E484K auch bei Menschen, die bereits eine Corona-Infektion durchgemacht haben oder geimpft wurden, eine verminderte Immunreaktion hervorrufen könnte. Denn in Manaus, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas, hatten sich 2020 bereits drei Viertel der Menschen mit Corona infiziert. Man ging entsprechend von einer gewissen Herdenimmunität aus.

Zuletzt stiegen die Infektionszahlen aber überraschend wieder an – es kam zu einem riesen Ausbruch mit der E484K-Mutation. Auch ehemals Infizierte konnten sich mit dieser Form des Coronavirus ein zweites Mal anstecken. Wissenschaftler vermuten deshalb, dass diese Corona-Mutation der Immunantwort des Körpers entwischen kann. Sie raten nun eindringlich, Zweitinfektionen stärker zu untersuchen.

Virusvariante aus Brasilien: Sind die Impfstoffe trotzdem wirksam?

Laut der brasilianischen Regierung sind die Impfstoffe gegen den P.1-Virusstamm wirksam. Doch Belege dafĂĽr oder Angaben, um welche Impfstoffe es sich genau handelt, gibt es bislang nicht.

In Brasilien wird seit Kurzem der Impfstoff "CoronaVac" des chinesischen Unternehmens SinoVac verabreicht, der zusammen mit der renommierten Forschungseinrichtung Instituto Butantan in Sao Paulo entwickelt wurde. Seit Juli 2020 wird der Wirkstoff in der Phase-3-Studie an Tausenden Menschen in Brasilien, Chile, Indonesien und der TĂĽrkei getestet.

Corona-Impfung: In Brasilien wird der chinesische Wirkstoff CoronaVac verimpft.
Corona-Impfung: In Brasilien wird der chinesische Wirkstoff CoronaVac verimpft. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)

Einer Zwischenauswertung zufolge erzielt der Impfstoff eine Schutzwirkung von nur etwa 50 Prozent. Schwere Erkrankungen seien laut chinesischem Hersteller jedoch nicht aufgetreten. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse steht noch aus, wie das "Ärzteblatt" berichtet.

Ob die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna, die derzeit in Deutschland verabreicht werden, auch gegen den Virusstamm P.1 wirken, ist noch nicht geklärt. Es fehlt schlicht an Daten. Die Impfstoffentwickler haben derweil angekündigt, die Wirksamkeit ihrer Impfstoffe gegen die E484K-Mutation und andere Varianten zu untersuchen. Biontech hatte auch erklärt, man könne innerhalb von sechs Wochen einen neuen Impfstoff entwickeln, der wirksam gegen bestimmte Corona-Mutationen sein könnte.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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