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Prostata-Selbsttest: Haben Sie Symptome einer kranken Prostata?

Prostata-Selbsttest  

Haben Sie Symptome einer kranken Prostata?

Moritz Faller

27.03.2021, 11:49 Uhr
Prostata-Selbsttest: Haben Sie Symptome einer kranken Prostata?. Ein Mann beim Toilettengang zu Hause: Häufiges Wasserlassen ist nicht nur lästig, sondern kann auch auf eine Erkrankung der Prostata hinweisen. (Quelle: Getty Images/eugenekeebler)

Häufiges Wasserlassen ist nicht nur lästig, sondern kann auch auf eine Erkrankung der Prostata hinweisen. (Quelle: eugenekeebler/Getty Images)

Während des Filmabends pausieren Sie den Film mehrere Male, um auf die Toilette zu gehen? Oder Sie haben oft das Gefühl, dass Ihre Blase nicht vollständig entleert wurde? Die Ursache hierfür könnte eine gutartig vergrößerte Prostata sein. Ein Test verrät, ob Sie möglicherweise betroffen sind.

Verstärkter Harndrang und Entleerungsstörungen der Blase sind lästig und betreffen meist Männer über 50 Jahren. Die Symptome sind typisch für eine gutartige Prostatavergrößerung, medizinisch "benigne Prostatahyperplasie". Der folgende Selbsttest zeigt Ihnen, ob bei Ihnen Anzeichen für eine vergrößerte Prostata vorliegen und wie diese zu bewerten sind.

Hinweis: Dieser Test ersetzt keine ärztliche Diagnose. Er analysiert nur bestimmte Symptome und zeigt auf, ob diese im Zusammenhang mit Prostatavergrößerung stehen könnten. Die Auswertung des Selbsttests erfolgt nach einem festgelegten Punktesystem. Für eine endgültige Diagnose wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Urologen.

Selbsttest: Haben Sie Symptome für eine Prostatavergrößerung?

Testen Sie sich: Leiden Sie unter einer gutartigen Vergrößerung der Prostata?

Wie oft während des letzten Monats hatten Sie das Gefühl, dass Ihre Blase nach dem Wasserlassen nicht ganz geleert war?







Wie oft während des letzten Monats mussten Sie in weniger als zwei Stunden ein zweites Mal Wasser lassen?







Wie oft während des letzten Monats mussten Sie beim Wasserlassen mehrmals aufhören und neu beginnen?







Wie oft während des letzten Monats hatten Sie Schwierigkeiten, das Wasserlassen hinauszuzögern?







Wie oft während des letzten Monats hatten Sie einen schwachen Strahl beim Wasserlassen?







Wie oft während des letzten Monats mussten Sie pressen oder sich anstrengen, um mit dem Wasserlassen zu beginnen?







Wie oft sind Sie während des letzten Monats im Durchschnitt nachts aufgestanden, um Wasser zu lassen? Maßgebend ist der Zeitraum vom Zubettgehen bis zum Aufstehen am Morgen.









© Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.
Bitte füllen Sie den gesamten Test aus.

Ihr Ergebnis: Milde Symptomatik


Die Beschwerden des unteren Harntraktes sind nach offizieller Einteilung der milden Symptomatik zugeordnet. Trotzdem sollte der Patient ein Gespräch mit seinem Arzt über dieses Thema führen und den Test nach vier Wochen wiederholen. 

  

Ihr Ergebnis: Mittlere Symptomatik


Die Beschwerden des unteren Harntraktes sind bereits stark beeinträchtigend. Sie werden nach offizieller Einteilung der mittleren Symptomatik zugeordnet. Es sollte bald ein Arzt aufgesucht werden. 

  

Ihr Ergebnis: Schwere Symptomatik


Die Beschwerden des unteren Harntraktes wirken sehr stark beeinträchtigend. Sie sind nach offizieller Einteilung der schweren Symptomatik zuzuordnen. Es sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. 

  

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig: Die Eingaben und das Ergebnis des Selbsttests werden durch t-online weder gespeichert noch mit Dritten geteilt. 

Wie funktioniert der IPSS-Selbsttest?

IPSS steht für International Prostate Symptom Score. Der IPSS-Fragebogen ist von der American Urological Association entwickelt worden, um zu überprüfen, ob Symptome oder Beschwerden vorliegen, die auf eine gutartige Prostatavergrößerung hindeuten können.

Mit einem IPSS-Selbsttest können die Symptome einer Prostatavergrößerung bewertet und überwacht werden. Dafür werden sieben Fragen zum Wasserlassen gestellt.

Wie wird der Test ausgewertet?

Auf der Grundlage der Gesamtpunktzahl des IPSS-Selbsttests kann eine Einteilung in Schweregrade vorgenommen werden. Ein hoher Wert weist auf schwerwiegende Symptome hin, ein niedrigerer Wert auf eine eher milde Symptomatik, die in der Regel nicht behandelt werden muss. Der Test kann dem Urologen wichtige Hinweise geben, um eine Diagnose zu stellen und auch die richtige Behandlung zu wählen.

Wie äußert sich ständiger Harndrang?

Harndrang ist ein normales Signal des Körpers, um darauf hinzudeuten, dass die Blase gefüllt ist. Häufiges Wasserlassen wird durch vermehrtes Ausscheiden von Harn und über die Frequenz der Toilettengänge definiert. Dabei können verschiedene Arten auftreten:

  • Polyurie: vermehrtes Ausscheiden von Urin (bei etwa mehr als drei Litern Urinmenge am Tag)
  • Pollakisurie: häufiges Wasserlassen, die Menge des Urins muss nicht unbedingt erhöht sein.
  • Nykturie: Die Betroffenen müssen in der Nacht mehr als zweimal Wasser lassen.

Häufiges Wasserlassen tritt oft in Kombination mit weiteren Beschwerden auf wie Schmerzen beim Urinieren, Blut im Urin oder einem schwachen Harnstrahl. Als weiteres Symptom kann auch eine Blasenschwäche (Harninkontinenz) auftreten.

Wie funktioniert das Harnsystem?
Die Nieren sind das „Klärwerk“ des Körpers. Sie filtern Abfallstoffe aus dem Blut heraus. Daraus entsteht der Urin. Durch die Harnleiter fließt dieser von der Niere in die Harnblase. Ist die Blase voll, verspüren wir Harndrang und müssen auf Toilette.

Ursachen für häufiges Wasserlassen

Häufiges Wasserlassen und ständiger Harndrang können verschiedene Ursachen haben. Harndrang und eine hohe Urinmenge treten unter anderem dann auf, wenn viel getrunken wird und ist dann harmlos.

Ein starkes Durstgefühl und eine erhöhte  Ausscheidung von Urin (Polyurie) können aber auch auf schwerwiegende Krankheitsbilder wie etwa Diabetes oder auf Erkrankungen der Niere oder des Herzens hinweisen. Auch Mangelerscheinungen, psychische Belastung und einige Medikamente (Diuretika) können zu häufigem Wasserlassen führen. Ursachen für häufiges nächtliches Wasserlassen (Nykturie) können unter anderem Bluthochdruck, Diabetes oder ein starker Alkoholkonsum sein.

  • Ursachen, Symptome & Behandlung: Diabetes

Hinter häufigem Harndrang (Pollakisurie) können neben einer gutartigen Prostatavergrößerung auch eine Reizblase, eine Blasenentzündung oder Steine in den Harnwegen stecken.

Gutartige Prostatavergrößerung: Ursachen und Symptome

Wo die Ursachen für eine Vergrößerung der Prostata liegen, ist noch nicht abschließend wissenschaftlich geklärt. Das Alter scheint jedoch ein wesentlicher Risikofaktor für das natürliche Wachstum der Prostatazellen zu sein, das mit einem größerem Volumen der Vorsteherdrüse einhergeht.

Eine benigne Prostatavergrößerung ist, wie der Name sagt, gutartig und hat nichts mit Krebs zu tun und erhöht auch nicht das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Da die vergrößerte Prostata auf die Harnblase (Blase) und die Harnröhre drückt, treten verschiedene Beschwerden auf:

  • häufiger und ständiger Harndrang
  • Probleme am Anfang des Wasserlassens
  • schwacher Harnstrahl
  • Nachtropfen nach dem Wasserlassen
  • Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung

Die Beschwerden der gutartigen Prostatavergrößerung sind für Männer zwar lästig, meist jedoch völlig harmlos.

Anatomie des menschlichen Harnsystems: Der größere rote Kreis ist die Blase, der kleinere Kreis direkt unten dran ist die Prostata. Eine gesunde Prostata hat in etwa die Größe einer Walnuss. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/magicmine)Anatomie des menschlichen Harnsystems: Der größere rote Kreis ist die Blase, der kleinere Kreis direkt unten dran ist die Prostata. Eine gesunde Prostata hat in etwa die Größe einer Walnuss. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/magicmine)

Häufiges Wasserlassen: Wann sollte man zum Arzt?

Wenn es keine klar erkennbare Ursache für den gesteigerten Harndrang gibt und weitere Beschwerden wie Blut im Urin oder starkes Durstgefühl hinzukommen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. So können schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes oder Blasenkrebs ausgeschlossen werden und die richtige Behandlung für die Erkrankung eingeleitet werden.

Ratsam ist es, sich zunächst an den Hausarzt zu wenden und ihn auf die Beschwerden anzusprechen. In der Regel werden Sie dann an einen Urologen überwiesen. Für die Diagnose stellt der Arzt zunächst einige Fragen zur Krankheitsgeschichte und führt anschließend eine oder mehrere Untersuchungen durch, um die Ursache der Beschwerden zu finden. Wenn diese gefunden ist, kann eine passende Therapie empfohlen werden.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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