Sie sind hier: Home > Gesundheit > Coronavirus >

WHO: Coronavirus sehr wahrscheinlich durch Zwischenwirt übertragen

WHO berichtet  

Coronavirus wurde sehr wahrscheinlich durch Zwischenwirte übertragen

29.03.2021, 14:26 Uhr | AFP

Fledermaus: Die WHO geht von einer Übertragung des neuartigen Coronavirus auf den Menschen durch ein Zwischenwirt-Tier aus. (Quelle: imago images/ZUMA Wire)
Ursprung des Corona-Virus steht "wahrscheinlich" fest

Das Coronavirus ist wahrscheinlich von Fledermäusen über ein Zwischenwirt-Tier auf den Menschen übergesprungen. Davon geht die Weltgesundheitsorganisation in ihrem Bericht zur Expertenmission im chinesischen Wuhan aus. (Quelle: AFP)

Suche nach dem Ursprung: Wochenlang hatten Entsandte der WHO in China ermittelt, jetzt hat die Kommission ihren Bericht vorgelegt. (Quelle: AFP)


Es gibt viele Theorien, woher das Coronavirus stammt: Ein Laborunfall war es einem Bericht der WHO zufolge wahrscheinlich nicht. Zwischenwirte sollen das Virus übertragen haben.

In ihrem Bericht zur Expertenmission im chinesischen Wuhan geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einer Übertragung des neuartigen Coronavirus auf den Menschen durch ein Zwischenwirt-Tier aus.

Von der Fledermaus sei der Erreger "wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich" auf ein anderes Tier und von diesem auf den Menschen übergegangen, heißt es in dem am Montag in Genf vorgelegten WHO-Bericht.

Die These, das Virus sei aus einem Labor entwichen, wurde hingegen als "extrem unwahrscheinlich" bezeichnet. Diese Vermutung zum Ursprung der Pandemie war unter anderem vom früheren US-Präsidenten Donald Trump geäußert worden.

Experten reisten Anfang 2021 nach Wuhan

Internationale Experten verschiedener Disziplinen wie Zoologie und Epidemiologie hatten im Januar mehrere Wochen nach dem Ursprung der Pandemie gesucht. Dazu reisten sie nach Wuhan, wo Ende 2019 die ersten Corona-Infektionen bei Menschen registriert worden waren. Das Virus breitete sich schnell in aller Welt aus. Mittlerweile wurden bereits mehr als 127 Millionen Ansteckungen nachgewiesen; mehr als 2,78 Millionen Infizierte starben.

Die Nachforschungen nach dem Ursprung der Pandemie sind politisch heikel. Die etwa ein Dutzend Experten durften erst nach langwierigen Verhandlungen am 14. Januar 2021 nach China einreisen. Kritiker befürchten, dass die Berichtsautoren in China nicht frei arbeiten konnten.

Auch die USA haben unter dem neuen Präsidenten Joe Biden wiederholt die Befürchtung geäußert, der WHO-Bericht könne nicht alle Erkenntnisse und Hinweise offenlegen. Peking hebt hingegen hervor, dass die WHO-Mission in Wuhan nur dank Chinas wissenschaftlicher Zusammenarbeit möglich gewesen sei.

Weitere Studien notwendig

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO hält weitere Studien zum Ursprung des Coronavirus für nötig. Alle Hypothesen seien offensichtlich weiter offen und müssten weiter untersucht werden, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus zu dem neuesten Ergebnis. Der Bericht zu der Mission werde am Dienstag veröffentlicht, fügte er bei einer virtuellen Pressekonferenz mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in Genf hinzu.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Gesundheit > Coronavirus

shopping-portal