Interview
Unsere Interview-Regel

Der GesprĂ€chspartner muss auf jede unserer Fragen antworten. Anschließend bekommt er seine Antworten vorgelegt und kann sie autorisieren.

"Astrazeneca ist ein sicherer, wirksamer Impfstoff"

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

Aktualisiert am 01.04.2021Lesedauer: 8 Min.
Corona-Impfung: In Deutschland gibt es fĂŒr den Astrazeneca-Impfstoff jetzt eine AltersbeschrĂ€nkung.
Corona-Impfung: In Deutschland gibt es fĂŒr den Astrazeneca-Impfstoff jetzt eine AltersbeschrĂ€nkung. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

In der Diskussion um den Corona-Impfstoff von Astrazeneca stellt sich weiter die Frage: War der Impfstopp gerechtfertigt? Die Epidemiologin Ulrike Haug hat dazu eine klare Meinung.

Thrombosen nach Astrazeneca-Impfungen fĂŒhrten bereits Mitte MĂ€rz zu einem Impfstopp, jetzt gibt es neue AltersbeschrĂ€nkungen fĂŒr den Impfstoff. Auch allergische Reaktionen verunsichern die Menschen und verzögern die ohnehin schon schleppend verlaufende Impfkampagne in Deutschland zusĂ€tzlich.


Einfach erklÀrt: Die Etappen bis zur Zulassung eines Corona-Impfstoffs

Die Entwicklung eines Impfstoffs startet mit der Arbeit im Labor. Zuerst muss das Virus analysiert und verstanden werden, ĂŒber welche Mechanismen der Erreger die Immunreaktionen des Körpers auslöst. Erst dann folgen die eigentlichen Etappen bis hin zur Zulassung. (Symbolbild)
Etappe 1 – Erprobung an Tieren: ZunĂ€chst wird getestet, wie wirksam und vertrĂ€glich der Impfstoff ist. Neben Affen nutzen Forscher bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 auch Frettchen und genetisch verĂ€nderte MĂ€use. (Symbolbild)
+4

Doch wie sicher sind die Impfstoffe von Biontech, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson wirklich? War der Impfstopp gerechtfertigt? Und könnte auch der russische Impfstoff Sputnik V fĂŒr Deutschland kommen? t-online hat mit der Epidemiologin Prof. Ulrike Haug ĂŒber die Impfstoffe und ihre Wirksamkeit sowie Nebenwirkungen gesprochen. Im Interview verrĂ€t die Expertin auch, mit welchem Vakzin sie sich selbst impfen lassen wĂŒrde.

t-online: FĂŒr wie sicher halten Sie die Impfstoffe, die derzeit in Deutschland verimpft werden?

Prof. Ulrike Haug: FĂŒr sehr sicher. Der allergrĂ¶ĂŸte Teil der bisherigen Meldungen zu Nebenwirkungen entfĂ€llt auf die typischen Impfreaktionen, die zu erwarten waren. Die Impfreaktionen kommen bei JĂŒngeren hĂ€ufiger vor. Dementsprechend war es auch nicht ĂŒberraschend, dass öfter ĂŒber Impfreaktionen im Zusammenhang mit dem Astrazeneca-Impfstoff berichtet wurde, da dieser Impfstoff in Deutschland bisher ĂŒberwiegend bei JĂŒngeren eingesetzt wurde. Aber diese Impfreaktionen sind vorĂŒbergehend, haben nur selten einen schweren Verlauf, und die Symptome kann man therapieren. Alles andere war sehr selten und es ist noch nicht geklĂ€rt, ob ĂŒberhaupt ein kausaler Zusammenhang besteht.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Bayern-Wende im Fall Lewandowski"
Robert Lewandowski hat einen Vertrag bis 2023, will den FC Bayern aber am liebsten sofort verlassen.


Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Das Spektrum der Impfreaktionen unterscheidet sich wohl etwas zwischen den Impfstoffen. Beispielsweise kommt es bei dem Biontech/Pfizer-Impfstoff hÀufiger zu Schmerzen an der Einstichstelle und Kopfschmerzen, beim Astrazeneca-Impfstoff hÀufiger zu grippeÀhnlichen Symptomen.

(Quelle: Ulrike Haug/Leibniz-Institut)



Ulrike Haug ist Professorin fĂŒr Klinische Epidemiologie und Pharmakoepidemiologie an der UniversitĂ€t Bremen und Abteilungsleiterin am Leibniz-Institut fĂŒr PrĂ€ventionsforschung und Epidemiologie – BIPS. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die Untersuchung der Sicherheit von Arzneimitteln nach deren Zulassung basierend auf Routinedaten.

War es gerechtfertigt, die Impfungen mit Astrazeneca Mitte MĂ€rz zu stoppen?

Nein. Ich hielt es nicht fĂŒr gerechtfertigt. GrundsĂ€tzlich kann ich zwar Vorsichtsmaßnahmen nachvollziehen, aber in diesem Fall fehlte mir ein AbwĂ€gen des Schadens durch eine mögliche, sehr seltene Nebenwirkung, gegenĂŒber dem Schaden des Impfstopps. Wir verlieren mit jedem Tag wertvolle Zeit, Menschen vor einer Erkrankung zu schĂŒtzen, die zwar oft mild verlĂ€uft, aber auch nicht selten einen schweren Verlauf hat, teilweise tödlich endet oder zu SpĂ€tfolgen fĂŒhren kann. Und wir verlieren Zeit, um als Gesellschaft endlich wieder aus dem Ausnahmezustand mit all seinen Nebenwirkungen rauszukommen.

Das VerhÀltnis stimmt also nicht?

Es war von Vornherein klar, dass die Sinusvenenthrombosen – wenn sie ĂŒberhaupt im kausalen Zusammenhang zu der Impfung stehen – nur sehr, sehr selten vorkommen und man noch seltener daran verstirbt. Durch den Impfstopp hat sich die Impfung gerade bei Menschen verzögert, die im Alltag exponiert sind und sich schlecht schĂŒtzen können, wie beispielsweise Lehrer oder Erzieher. Das wird – gerade jetzt, wo wir mitten in der dritten Welle sind – zu weiteren Erkrankungen und TodesfĂ€llen fĂŒhren, die man hĂ€tte vermeiden können. Die Risiken der Erkrankung haben eine ganz andere Dimension als die mögliche schwere Nebenwirkung, um die es beim Impfstopp ging. Das gilt auch fĂŒr die JĂŒngeren.

Können Sie das mit Zahlen konkretisieren?

In der Altersgruppe der 35- bis 44-JĂ€hrigen beispielsweise ist davon auszugehen, dass ungefĂ€hr 680 pro einer Million Infizierter versterben – hinzukommt das Leid durch schwere VerlĂ€ufe und die möglichen SpĂ€tfolgen. Dem gegenĂŒber steht eine mögliche Nebenwirkung, die in Deutschland bei zwölf von einer Million Geimpften berichtet wurde und an der drei von einer Million Geimpften gestorben sind. Ich vermisse das nĂŒchterne AbwĂ€gen dieser Zahlen in der politischen Diskussion und habe den Eindruck, dass man in Großbritannien dahingehend viel rationaler vorgeht und entscheidet. Ich gehe davon aus, dass der Schaden des Impfstopps ĂŒberwiegt. Umso mehr, wenn man auch die Verunsicherung und den Vertrauensverlust berĂŒcksichtigt, der damit einherging.

WĂŒrden Sie Astrazeneca also trotz allem uneingeschrĂ€nkt empfehlen?

Ja, in jedem Fall. Das ist ein sicherer, wirksamer Impfstoff, der Nutzen ĂŒberwiegt deutlich gegenĂŒber den Risiken. Und wir können uns glĂŒcklich schĂ€tzen, dass es mittlerweile mit Biontech, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson sogar vier Impfstoffe gibt, die sich hinsichtlich des Schutzes vor schweren VerlĂ€ufen oder Tod durch Covid-19 alle als sehr wirksam erwiesen haben.

Impfzentrum: Die Impfkampagne in Deutschland verlÀuft aktuell noch recht schleppend.
Impfzentrum: Die Impfkampagne in Deutschland verlÀuft aktuell noch recht schleppend. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)

Das klingt, als gÀbe es keine QualitÀtsunterschiede bei den Impfstoffen...

Ich finde, wir reden zu viel von "Erster-Klasse-Impfstoff" und "Zweiter-Klasse-Impfstoff". In den wesentlichen Punkten, die wir bisher beurteilen können, sind die Impfstoffe alle gleich gut bzw. können wir gar nicht beurteilen, ob es dahingehend Unterschiede gibt. Das Zweiklassedenken nahm ja seinen Anfang, als in den Medien die Ergebnisse der klinischen Studien berichtet wurden. Die viel diskutierten Unterschiede bezogen sich darauf, ob der eine Impfstoff etwas mehr und der andere etwas weniger vor milden VerlĂ€ufen schĂŒtzt, aber das finde ich erstmal nicht das Wesentliche. Mag sein, dass sich die EinschĂ€tzung noch Ă€ndert, wenn mehr Daten vorliegen und weitere Aspekte bewertet werden können, aber das kann in alle Richtungen gehen. Ob es letztlich einen Sieger gibt, lĂ€sst sich derzeit nicht abschĂ€tzen.

Was halten Sie davon, dass der Astrazeneca-Impfstoff nun nur noch bei Personen ab 60 Jahren eingesetzt werden soll?

Ich mache mir Sorgen, dass diese Änderung in der Altersempfehlung zu einer weiteren Verzögerung der Impfkampagne fĂŒhrt. Wenn dem so ist, wird der Schaden deutlich ĂŒberwiegen. Leider scheint mir, dass auch hier – wie beim Impfstopp – kein AbwĂ€gen stattgefunden hat, was den Schaden einer Verzögerung der Impfkampagne gegenĂŒber dem Schaden einer möglichen, sehr seltenen Nebenwirkung betrifft.

Wie meinen Sie das?

Alleine die Infektionen, die fĂŒr die Altersgruppe der 35- bis 54-JĂ€hrigen im MĂ€rz gemeldet wurden, werden erwartungsgemĂ€ĂŸ zu 155 Covid-19-bedingten TodesfĂ€llen in dieser Altersgruppe fĂŒhren. Die Infektionen, die ĂŒber alle Altersgruppen hinweg im MĂ€rz gemeldet wurden, werden zu ca. 4.000 TodesfĂ€llen fĂŒhren. Pro Woche ergeben sich daraus 1.000 TodesfĂ€lle, die man durch eine Impfung hĂ€tte vermeiden können. Das heißt, jede Woche, um die sich die Impfkampagne weiter verzögert, fordert rund 1.000 Menschenleben. Die Tendenz ist steigend, da die Inzidenzen steigen und sich gefĂ€hrlichere Virusvarianten ausbreiten. Das Leid durch schwere VerlĂ€ufe und durch SpĂ€tfolgen der Erkrankung, der gesellschaftliche Schaden und die gesundheitlichen KollateralschĂ€den, die sich aus dem Lockdown ergeben, sind in dieser Schadensbilanz noch gar nicht berĂŒcksichtigt.

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Die Nebenwirkungen sind also weniger gefÀhrlich?

Der mögliche Schaden durch Sinusvenenthrombosen ist deutlich geringer. Beispielsweise mĂŒsste man, wenn alle Personen in Deutschland in der Altersgruppe 35 bis 54 Jahre mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden wĂŒrden, mit 77 TodesfĂ€llen durch Hirnvenenthrombosen rechnen, vorausgesetzt der Zusammenhang wĂ€re kausal. BerĂŒcksichtigt man, dass die FĂ€lle ĂŒberwiegend bei Frauen aufgetreten sind, reduziert sich die Zahl der TodesfĂ€lle. Diese FĂ€lle wĂ€ren natĂŒrlich auch tragisch und man möchte sie vermeiden; aber in der aktuellen Situation ist es leider unumgĂ€nglich, den Schaden auf der einen und den Schaden auf der anderen Seite gegeneinander abzuwĂ€gen. Ansonsten kann es zu Entscheidungen kommen, die eigentlich unverantwortlich sind.

Ist es tatsÀchlich so, dass auch die Post-Covid-FÀlle durch Impfungen gesenkt werden können? Die treten ja hÀufig auch nach einem nur leichten Verlauf auf.

Da die verfĂŒgbaren Impfstoffe nicht nur sehr gut vor Tod durch Covid-19, sondern auch vor schweren VerlĂ€ufen schĂŒtzen, sollten sie auch SpĂ€tfolgen abwehren, die sich aus den schweren VerlĂ€ufen ergeben. Ob die Impfungen auch vor Post-Covid-FĂ€llen nach leichten VerlĂ€ufen schĂŒtzen, wird sich zeigen. Um diese Frage zu untersuchen, braucht es eine lĂ€ngere Beobachtungszeit, aber ich gehe davon aus, dass dazu bald Daten vorliegen werden.

Auch der russische Impfstoff Sputnik V liegt der Ema zur PrĂŒfung vor – Glauben Sie, die Daten, die die Ema aus Russland erhĂ€lt, sind glaubwĂŒrdig genug, um eine richtige Entscheidung treffen zu können?

In die Datenlage habe ich keinen Einblick, aber ich bin mir sicher, dass die Ema sehr, sehr grĂŒndlich prĂŒfen und sich einen fundierten Einblick in die Datenlage verschaffen wird. Man kann darauf vertrauen, dass die Ema keine leichtfertigen Entscheidungen trifft.

Das Vakzin von Johnson & Johnson kann nun auch in der EU eingesetzt werden – eine Einzelimpfung genĂŒgt. Könnten andere Impfstoffe dahingehend angepasst werden?

Ich kann es mir eher andersherum vorstellen: Der Impfstoff von Johnson & Johnson wurde zunĂ€chst als Einzelimpfung getestet, aber es lĂ€uft noch eine Studie mit einer Auffrischimpfung. Wenn sich das als wirksamer erweist, kann es durchaus sein, dass auch fĂŒr den Impfstoff von Johnson & Johnson noch eine zweite Impfung empfohlen wird. Eine Auffrischimpfung könnte fĂŒr den Langzeitschutz wichtig sein. Insofern bin ich noch skeptisch, ob es bei der Einzelimpfung bleiben wird. Die anderen Hersteller haben sich von Vornherein dafĂŒr entschieden, die Studien mit zwei Impfungen durchzufĂŒhren und die Zulassung entsprechend beantragt. Die Schutzwirkung wird mit der zweiten Impfung zwar vermutlich noch gesteigert, aber das heißt nicht, dass bei diesen Impfungen nach der ersten Dosis noch kein Schutz geboten ist.

Impfzentrum in Sachsen: In Deutschland sollen kĂŒnftig nur noch Menschen ĂŒber 60 Jahre mit Astrazeneca geimpft werden.
Impfzentrum in Sachsen: In Deutschland sollen kĂŒnftig nur noch Menschen ĂŒber 60 Jahre mit Astrazeneca geimpft werden. (Quelle: HĂ€rtelPRESS/imago-images-bilder)

Also könnte es eher eine Anpassung des Impfstoffs von Johnson & Johnson geben?

Ja, das könnte sein. NatĂŒrlich ist eine einmalige Impfung fĂŒr den Einzelnen bequemer und fĂŒr die Impfkampagne einfacher umzusetzen, aber es hĂ€ngt zu viel dran – am Ende will ja jeder den bestmöglichen Schutz haben.

Es wird immer wieder versichert, dass die Impfstoffe auch gegen die Corona-Mutationen wirken. Woran kann man das erkennen?

So pauschal kann man das eigentlich nicht versichern, denn das Virus verĂ€ndert sich stĂ€ndig und es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu Mutationen kommt, die sich ungĂŒnstig auf die Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe auswirken. Dann ist eine Aktualisierung der Impfstoffe notwendig, Ă€hnlich wie bei der Influenza-Impfung. Immerhin scheinen die bisherigen Mutationen den Schutz der Impfstoffe vor schweren VerlĂ€ufen nicht wesentlich zu beeintrĂ€chtigen. In Großbritannien, wo die britische Variante "zuhause" ist, zeigt sich bisher eine sehr gute Wirkung der Impfungen. Die Zulassungsstudie fĂŒr den Johnson & Johnson-Impfstoff wurde in Regionen durchgefĂŒhrt, in denen die brasilianische und die sĂŒdafrikanische Variante verbreitet sind und auch da zeigte sich ein sehr guter Schutz vor schweren VerlĂ€ufen und Tod durch Covid-19.

Wie bewerten Sie den bisherigen Verlauf der Impfungen in Deutschland?

Schleppend. Woran es außer der Impfstoffknappheit noch liegt, kann ich nicht genau beurteilen. Die politischen Entscheidungen zum zwischenzeitlichen Stopp beim Astrazeneca-Impfstoff und jetzt zur AltersĂ€nderung fĂŒhren zu weiteren Verzögerungen. Ich schaue durchaus mit Neid nach Großbritannien, in die USA oder nach Israel, wo die Bevölkerung zĂŒgig durchgeimpft wird. Ich hoffe, dass wir das Tempo noch deutlich steigern. Die Impfung ist der einzige Weg, der uns aus dieser Pandemie fĂŒhren wird. Die Zahlen steigen wieder, gefĂ€hrlichere Virusvarianten breiten sich aus, gleichzeitig sind wir pandemiemĂŒde. Es zĂ€hlt jetzt wirklich jeder Tag. Wenn alle sonstigen HĂŒrden aus dem Weg gerĂ€umt sind, hoffe ich, dass es nicht an der Impfbereitschaft in der Bevölkerung scheitert.

Wie könnte man dem entgegenwirken?

Wir brauchen natĂŒrlich eine offene Diskussion ĂŒber die Risiken der Impfung, aber im gleichen Atemzug mĂŒssen wir darĂŒber reden, was passiert, wenn wir uns nicht impfen lassen. Der Schaden des Nichtimpfens ist deutlich grĂ¶ĂŸer, und hat viele Dimensionen, nicht nur gesundheitliche. Ich hoffe, dass auch die Politik ihren Beitrag leistet, dies den Menschen klar zu vermitteln und jetzt alles daran gesetzt wird, die Impfkampagne zu beschleunigen, anstatt sie weiter zu verzögern.

Wenn Sie es sich aussuchen könnten: Mit welchem Impfstoff wĂŒrden Sie sich impfen lassen und warum?

Sie können mir die vier zugelassenen Impfstoffe hinlegen, ich ziehe einen Impfstoff blind heraus und lasse mich damit impfen. Die fĂŒr mich wichtigen Kriterien sind: SchĂŒtzen sie mich vor schweren VerlĂ€ufen, vor Tod durch Covid-19 und sind sie sicher? Diese Kriterien treffen fĂŒr alle vier der aktuell zugelassenen Impfstoffe gleichermaßen zu. Wenn ich trotz Impfung oder wegen der Impfung fĂŒr ein, zwei Tage mit Fieber im Bett liegen muss, ist mir das egal. Ein weiteres Kriterium wĂ€re der Langzeitschutz, aber das können wir fĂŒr keinen der vier Impfstoffe bisher beurteilen. Insofern: Ich wĂŒrde blind reingreifen.

Weitere Artikel


Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch, Frau Prof. Haug!

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
COVID-19CoronavirusDeutschlandGroßbritannienImpfstoffSputnik VTodesfall
Beliebte Themen

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website