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Corona-Impfung für Kinder: Diese Nebenwirkungen bei Biontech & Moderna gab es

Biontech und Moderna  

Corona-Impfung für Kinder: Diese Nebenwirkungen gab es bisher

24.09.2021, 14:25 Uhr
Corona-Impfung für Kinder: Diese Nebenwirkungen bei Biontech & Moderna gab es . Covid-19-Impfung bei Kindern: Nach jeder Impfung können Nebenwirkungen auftreten. Meist sind diese nur leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder. (Quelle: imago images/ANP)

Covid-19-Impfung bei Kindern: Nach jeder Impfung können Nebenwirkungen auftreten. Meist sind diese nur leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder. (Quelle: ANP/imago images)

Zwei Corona-Impfstoffe sind mittlerweile für Kinder und Jugendliche zugelassen – doch wie sicher sind diese? Ein Überblick, welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen beobachtet wurden.

Seit Ende Mai sind Corona-Impfungen auch für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. Dazu gibt es seit dem 16. August eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für diese Altersgruppe. Beide Impfstoffe, das Vakzin von Biontech/Pfizer und das Mittel des US-Herstellers Moderna sind hochwirksam gegen eine Covid-19-Erkrankung – aktuellen Studien zufolge auch bei der vorherrschende Delta-Variante.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden 40,3  Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren bereits mindestens einmal geimpft, 31,4 Prozent haben eine vollständige Impfung erhalten (Stand: 24. September 2021).

Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden bisher beobachtet?

Wie bei allen Impfungen können auch die Corona-Impfstoffe Nebenwirkungen hervorrufen. Das ist normal, da durch die Vakzine das Immunsystem angeregt wird. Da Kinder ein sehr aktives und lernfähiges Immunsystem haben, können auch die Impfreaktionen stärker ausfallen als bei Erwachsenen. Die Reaktionen klingen in der Regel aber nach ein bis drei Tagen wieder ab. Und auch, wenn keinerlei Nebenwirkungen auftreten, war die Impfung erfolgreich.

Es zeigte sich bereits in den Zulassungsstudien, dass beim Impfstoff von Biontech/Pfizer folgende Impfreaktionen vorkommen können:

  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • Müdigkeit und Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen und Schüttelfrost
  • Fieber und Gelenkschmerzen

Im aktuellen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) wird nun deutlich, wie häufig welche Nebenwirkungen bei Kindern sind. Demnach wurden insgesamt 1.228 Verdachtsfälle einer Nebenwirkung bei Kindern und Jugendlichen gemeldet. Darunter tauchen überwiegend vergleichsweise harmlose Beschwerden wie Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Fieber oder Erbrechen auf.

Bei 14,1 Prozent dieser Fälle handelte es sich laut PEI allerdings um "schwerwiegende unerwünschte Reaktionen". Dabei habe es auch drei Todesfälle im Abstand von zwei bis 24 Tagen nach Impfungen gegeben. Laut PEI ist der "ursächliche Zusammenhang mit der Impfung bisher nicht beurteilbar". Zwei der betroffenen Kinder hatten laut Bericht schwere Vorerkrankungen.

Mögliche Nebenwirkung Herzmuskelentzündung – Wie groß ist das Risiko?

Außerdem wurden nach der Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren mit Biontech Fälle einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) berichtet. Betroffen sind vorwiegend männliche Jugendliche. So wurden bis zum 31. August 2021 aus Deutschland 58 Fälle einer Myokarditis bei Jugendlichen gemeldet. Laut PEI verläuft die Erkrankung zumeist relativ mild. Myokarditis sei in der Fachinformation als Nebenwirkung vermerkt.

Zuvor gab es bereits Meldungen von Herzmuskelentzündungen aus Ländern wie den USA oder Israel. Auch dort traten die Nebenwirkungen nach Impfungen mit den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna auf. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC spricht von einer Häufigkeit von etwa 1:18.000 bei den 12- bis 17-Jährigen. In den allermeisten Fällen seien die Entzündungen, verbunden mit leichten Schmerzen im Brustkorb, nach einigen Tagen von allein verschwunden. Es ist laut Experten davon auszugehen, dass in den meisten Fällen keine langfristigen Folgen bestehen.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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