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Neues Corona-Medikament halbiert Risiko schwerer Verläufe

Schwerer Krankheitsverlauf  

Neues Corona-Medikament halbiert Risiko

01.10.2021, 17:48 Uhr | AFP

Neues Corona-Medikament halbiert Risiko schwerer Verläufe. Neues Corona-Medikament von Merck: Das Unternehmen will in den USA eine Notfallzulassung beantragen. (Quelle: imago images/Zuma Wire)

Neues Corona-Medikament von Merck: Das Unternehmen will in den USA eine Notfallzulassung beantragen. (Quelle: Zuma Wire/imago images)

Die Studien verliefen positiv, nun soll eine Notfallzulassung her. Dann könnte ein neues Medikament gegen Corona auf den Markt kommen – erstmal zumindest in den USA. Was Experten davon halten.

Es ist ein womöglich wichtiger Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie: Nach positiven Studienergebnissen will der US-Pharmariese Merck & Co. in den USA eine Notfallzulassung für sein Corona-Medikament Molnupiravir beantragen.

Merck und sein Partner Ridgeback Biotherapeutics erklären, das antivirale Medikament halbiere bei infizierten Patienten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung oder eines tödlichen Krankheitsverlaufes.

Studie verlief positiv

Demnach wurden während einer klinischen Phase-3-Studie 7,3 Prozent der 385 Patienten mit leichten oder mittleren Covid-19-Symptomen, die das Medikament erhielten, ins Krankenhaus eingeliefert. Einen Todesfall gab es nicht. In der Versuchsgruppe mit 377 Patienten, die ein Placebo erhielten, kam es in 14,1 Prozent der Fälle zu einer Krankenhauseinlieferung oder einem tödlichen Verlauf. Konkret starben acht Patienten.

Merck & Co. will nun "so bald wie möglich" eine Notfallzulassung in den USA für die Pillen beantragen. Auch bei Gesundheitsbehörden in anderen Ländern sollen Anträge eingereicht werden.

"Wir sind optimistisch, dass Molnupiravir ein wichtiges Medikament als Teil der weltweiten Bemühungen im Kampf gegen die Pandemie werden kann", erklärt Merck-Chef Robert Davis. Ridgeback-Biotherapeutics-Chefin Wendy Holman erklärte, antivirale Medikamente, die zu Hause eingesetzt werden könnten und nicht im Krankenhaus verabreicht werden müssten, würden "dringend benötigt".

Eine Reihe von Pharmakonzernen arbeitet an antiviralen Medikamenten gegen die durch das Coronavirus verursachte Lungenerkrankung Covid-19. Solche Medikamente sollen verhindern, dass Viren in Körperzellen eindringen oder sich dort vermehren. Molnupiravir wäre das erste antivirale Medikament in Pillenform, das eine Zulassung erhält. Das antivirale Medikament Remdesivir wird intravenös verabreicht.

So reagieren Experten

Experten reagieren positiv auf die Merck-Studienergebnisse, mahnen aber zugleich Zurückhaltung an. "Ein sicheres, erschwingliches und wirksames orales antivirales Medikament wäre ein riesiger Fortschritt im Kampf gegen Covid", schreibt der Infektiologe Peter Horby von der Universität Oxford im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er warnt aber, es müsse darauf geachtet werden, dass das Coronavirus keine Resistenz gegen das Medikament entwickle.

Der US-Medizinprofessor Peter Hotez mahnt, ein solches Medikament sei "kein Ersatz für Impfungen". "Es ist kein Wundermittel, aber ein Begleitwerkzeug." Auch Hotez warnt vor möglichen Resistenzen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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