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Herzinfarktrisiko-Test: Berechnen Sie, ob Ihr Risiko erhöht ist!

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Wahrscheinlichkeit berechnen  

Dieser Test zeigt Ihnen, ob Ihr Herzinfarktrisiko erhöht ist

Von Lydia Klöckner, Medizinredakteurin

14.01.2022, 18:14 Uhr
Herzinfarktrisiko-Test: Berechnen Sie, ob Ihr Risiko erhöht ist!. Mann und Frau mit Tablet: Ein Selbsttest im Internet ermöglicht eine ungefähre Einschätzung des eigenen Herzinfarktrisikos.  (Quelle: Getty Images/ izusek)

Mann und Frau mit Tablet: Ein Selbsttest im Internet ermöglicht eine ungefähre Einschätzung des eigenen Herzinfarktrisikos. (Quelle: izusek/Getty Images)

Bluthochdruck, Rauchen, zu viel Cholesterin im Blut: Verschiedene Faktoren können das Herz in Gefahr bringen. Unser Test berechnet für Sie, ob Ihr Herzinfarktrisiko erhöht ist, und was Sie tun können, um es zu senken.

Viele Menschen wissen nicht, welche gesundheitlichen Probleme das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen können – und in welchem Ausmaß. Das möchten wir ändern: Unser Rechner bietet Ihnen eine ungefähre Einschätzung dazu, ob und inwieweit Ihr Herzinfarktrisiko erhöht ist. Dazu benötigen wir Ihr Alter, Ihr biologisches Geschlecht und Angaben zu Ihrem Cholesterinspiegel sowie Ihrem Blutdruck. Zudem müssten wir wissen, ob Sie rauchen oder nicht.

Wenn Sie Ihre Cholesterinwerte und/oder Ihren Blutdruck nicht kennen, gehen wir bei der Berechnung automatisch von den gesündesten Werten aus. Bitte beachten Sie, dass das Ergebnis dann nur bedingt aussagekräftig ist.

Wichtig: Die Berechnung kommt selbstverständlich keiner ärztlichen Diagnose gleich. Für eine genaue und verlässliche Einschätzung Ihres Herzinfarktrisikos wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Wie funktioniert der Rechner?

Ein Herzinfarkt ereignet sich in der Regel plötzlich, aber er kommt selten aus dem Nichts: Die Vorzeichen sind oft schon Jahre vorher zu erkennen: Es sind viele (über zehn) Faktoren bekannt, die das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen können.

Zu den wichtigsten zählen hohes Lebensalter, Rauchen, Bluthochdruck und ein erhöhter Cholesterinspiegel. Allerdings wirkt sich nicht jeder dieser Faktoren gleich stark auf das Herzinfarktrisiko aus. Das bedeutet: Bei der Berechnung des Risikos müssen die einzelnen Faktoren – ihrem jeweiligen Einfluss entsprechend – unterschiedlich gewichtet werden.

Dazu haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Grundlage von großen Bevölkerungsstudien verschiedene Formeln entwickelt. Auf einer dieser Formeln, der sogenannten Framingham-Formel, basiert unser Rechner.

Was steckt hinter der Formel?

Die Formel ist nach der US-Kleinstadt Framingham benannt, wo Ende der 1940er Jahre eine große Studie begann: Über Jahrzehnte hinweg erfassten Forschende den Gesundheitszustand, den Lebensstil und die Lebensbedingungen von rund 5.000 dort lebenden Bürgerinnen und Bürgern.

Dabei stellten sie fest, dass Menschen mit bestimmten Gewohnheiten und Gesundheitsproblemen häufiger an Herzinfarkten erkranken als andere. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schlossen daraus, dass diese Faktoren offenbar das Risiko für Herzinfarkte erhöhen – und zwar in unterschiedlichem Ausmaß. Aus den Ergebnissen konnten sie die Framingham-Formel ableiten. 

Die Framingham-Formel ist nicht perfekt, sondern hat ihre Schwächen. Beispielsweise hat sich gezeigt, dass sie sich nicht ohne Weiteres auf Bevölkerungen anderer Länder als den USA anwenden lässt. Studien legen nahe, dass die Framingham-Formel das Herzinfarktrisiko für die deutsche Bevölkerung deutlich überschätzt, nämlich um etwa 50 Prozent. Dies berücksichtigt unser Rechner.

Verwendete Quellen:
  • Online-Informationen von Amboss: www.amboss.com (Abrufdatum: 5.1.2022)
  • US Preventive Services Task Force: Risk Assessment for Cardiovascular Disease With Nontraditional Risk Factors: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. JAMA, Vol. 320, Iss. 3, S. 272-280 (Juli 2018)
  • Hense, H.-W., et al.: Framingham risk function overestimates risk of coronary heart disease in men and women from Germany - Results from MONICA augsburg and the PROCAM cohorts. European Heart Journal, Vol. 24, Iss. 10, pp. 937-945 (Mai 2003)
  • Executive Summary of The Third Report of The National Cholesterol Education Program (NCEP) Expert Panel on Detection, Evaluation, And Treatment of High Blood Cholesterol In Adults (Adult Treatment Panel III). JAMA, Vol. 285, Iss. 19, pp. 2486-97 (Mai 2001) 
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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