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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Was während und nach der Weisheitszahn-OP auf Sie zukommt

mp , Nica Trappe

Aktualisiert am 20.02.2022Lesedauer: 6 Min.
Junge Frau bei zahnärztlicher Untersuchung
Weisheitszähne brechen meist erst im Erwachsenenalter durch. (Quelle: Aja Koska/getty-images-bilder)
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Weisheitszähne ade! Aber wann müssen die "Extrazähne" wirklich raus und was genau ist rund um die Weisheitszahn-OP zu beachten? Hier die wichtigsten Fakten im Überblick.

Das Wichtigste im Ăśberblick


Das bleibende menschliche Gebiss besteht in jedem Quadranten – also oben und unten auf jeweils einer Seite – aus zwei Schneidezähnen, einem Eckzahn, zwei Vorbackenzähnen und zwei Backenzähnen. Oft bricht im Laufe des Lebens ein weiterer Backenzahn durch: der Weisheitszahn. Da er der hinterste, achte Zahn im Quadranten ist, nennen Zahnärztinnen und Zahnärzte ihn auch "Achter". Die Bezeichnung "Weisheitszahn" kommt schlicht daher, dass der Achter meist erst im Erwachsenenalter an die Oberfläche drängt.

Sind die Weisheitszähne also wichtig? Nein – zwar dienten sie unseren Vorfahren als zusätzliche Mahlwerkzeuge; heute aber reichen unsere vorhandenen Backenzähne in aller Regel aus.

Dass die meisten Menschen nicht alle vier oder sogar gar keine Weisheitszähne bekommen, ist also im Grunde unproblematisch. Probleme können eher durchbrechende Weisheitszähne bereiten, da sie zum Beispiel keinen Platz im Gebiss finden, schief wachsen oder gegen ihre Nachbarzähne drücken. Dann rät die Zahnärztin oder der Zahnarzt zu einer Weisheitszahn-OP.

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Woher weiß man, dass die Weisheitszähne raus müssen?

Bei manchen Menschen machen die Weisheitszähne sich deutlich bemerkbar: etwa durch Schmerzen und Entzündungen oder geschwollene Schleimhäute hinten im Kiefer. Oft bleibt ein durchbrechender Weisheitszahn aber auch unbemerkt und fällt erst bei einer zahnärztlichen Kontrolluntersuchung auf. Die Zahnärztin oder der Zahnarzt prüft dann die genaue Lage der Weisheitszähne und fertigt gegebenenfalls ein Röntgenbild des Kiefers an. So lassen sich auch die Teile des Zahns unterhalb der Zahnfleischgrenze und die Wurzeln der anderen Zähne gut sichtbar machen.

Wenn die Weisheitszähne gerade wachsen und keine Probleme verursachen, können sie im Gebiss bleiben. In vielen Fällen haben die Achter jedoch nicht genügend Platz. Dann bleiben sie entweder im Kiefer eingeschlossen (sog. retinierter Weisheitszahn) oder wachsen schräg nach vorn und drücken gegen die benachbarten Backenzähne. Das verursacht oft Schmerzen und Entzündungen. Im schlimmsten Fall schädigen die Weisheitszähne den Kiefer und die Nerven der Nachbarzähne. Um das zu vermeiden, rät die Zahnärztin oder der Zahnarzt manchmal schon vor dem Durchbruch dazu, ungünstig liegende Weisheitszähne zu entfernen.

Durch ihre Position weit hinten im Kiefer sind die Weisheitszähne mit Zahnbürste und Zahnseide zudem schwierig zu erreichen, sodass sich hier häufig Karies bildet. Auch das kann ein Grund für eine Weisheitszahn-OP sein.

Welche Betäubung erhalte ich für die Weisheitszahn-OP?

In einem Vorgespräch erklärt die Zahnärztin oder der Zahnarzt Ihnen genau den Ablauf der Weisheitszahn-OP und fragt ab, ob Sie bestimmte Vorerkrankungen haben oder Medikamente (etwa Gerinnungshemmer) einnehmen. Hier besprechen Sie auch die Art der Betäubung: In der Regel erhalten Sie am Tag der Operation ein Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetikum) über kleine Spritzen in den betreffenden Kieferbereich. So spüren Sie während des Eingriffs keine Schmerzen, bleiben aber bei vollem Bewusstsein.

Bei starken Ängsten oder voraussichtlich längeren Eingriffen können auch andere Formen der Betäubung zum Einsatz kommen: entweder eine sogenannte Sedierung mit einem Beruhigungsmittel, das Sie in eine Art Dämmerschlaf versetzt, oder eine Vollnarkose, unter der Sie für den Operationszeitraum komplett ohne Bewusstsein sind. Manche zahnärztliche Praxen bieten auch Operationen mit Lachgas an, das Sie über eine Maske einatmen. Dieses Gas hat eine schmerzlindernde und entspannende Wirkung.

Was genau geschieht während der Weisheitszahn-OP?

Sobald die Betäubung wirkt, beginnt die Zahnärztin oder der Zahnarzt mit der eigentlichen Operation. Wenn die Weisheitszähne relativ gerade wachsen und schon teilweise oder vollständig durchgebrochen sind, lassen sie sich meist unkompliziert herausziehen.

Weisheitszähne, die schräg liegen oder noch vollständig im Kiefer verborgen sind, erfordern etwas mehr Vorarbeit: Die Operateurin oder der Operateur muss zunächst das über dem Zahn liegende Zahnfleisch aufschneiden und vom Knochen lösen. Sitzt der Weisheitszahn noch fest im Kiefer, werden gegebenenfalls auch die Anteile des Knochens abgetragen, die im Weg sind.

Anschließend entfernt die Ärztin oder der Arzt den Weisheitszahn – in der Regel in einem Stück, in komplizierten Fällen auch zerteilt in mehreren Teilen. Danach wird die Wunde mit passenden Nähten verschlossen.

Wie lange dauert die Entfernung von Weisheitszähnen?

Wie lang die Weisheitszahn-OP dauert, hängt davon ab, ob einer, zwei oder gleich alle vier Weisheitszähne entfernt werden. Auch je nach Lage der Zähne im Kiefer kann die OP-Dauer variieren. Normalerweise dauert die Entfernung eines Weisheitszahns circa 20 Minuten. Werden alle vier Zähne entfernt oder gestaltet sich die Weisheitszahn-OP etwas komplizierter, nimmt sie mitunter auch ein bis zwei Stunden in Anspruch.

In manchen Fällen rät die Zahnärztin oder der Zahnarzt dazu, die Weisheitszähne in zwei Schritten zu entfernen: Erst im Ober- und Unterkiefer auf der einen und einige Wochen später auf der anderen Seite. Das hat vor allem zwei Vorteile: Zum einen verkürzt sich die Dauer der Operation. Zum anderen können Sie nach dem Eingriff auf der jeweils nicht betroffenen Seite ungehindert kauen.

Wie gefährlich ist die OP an den Weisheitszähnen?

Die Weisheitszahn-OP ist heute ein Routineeingriff und die Gefahr für Komplikationen normalerweise gering. Jedoch gibt es wie bei jeder Operation auch Risiken. So bluten die Wunden in den Tagen nach dem Eingriff manchmal nach oder infizieren sich – dann ist es ratsam, rasch noch einmal die zahnärztliche Praxis aufzusuchen. In seltenen Fällen verletzt die Operateurin oder der Operateur auch während der OP einen Nerv oder schädigt die Nachbarzähne beziehungsweise deren Wurzeln.

Wenn die oberen Weisheitszähne mit ihren Wurzelspitzen bis in die Kieferhöhle reichen, kann bei ihrer Entfernung ein kleines Loch zwischen Mundhöhle und Kieferhöhle entstehen – Fachleute nennen das Mund-Antrum-Verbindung (MAV). Die Zahnärztin oder der Zahnarzt vernäht die Wunde dann möglichst dicht. Bis die Stelle aber vollständig verheilt ist, gilt es ein paar Verhaltensregeln zu beachten: Vermeiden Sie beispielsweise, die Nase kräftiger zu schnäuzen, und treten Sie möglichst keine Flugreise an. Problematisch sind dabei die Druckwirkungen, durch die die Wunde wieder aufplatzen kann.

Beachten Sie zudem, dass in den Tagen und Wochen nach der Operation der Kiefer nicht ganz so stabil ist wie gewöhnlich. Ein Sturz oder ein starker Schlag führt daher schneller zu einem Kieferbruch. Wenn Sie also beispielsweise Handball spielen, boxen oder anderen Kontaktsport betreiben, ist es ratsam, für mindestens sechs Wochen nach der Operation zu pausieren.

Was ist nach einer Weisheitszahn-OP zu beachten?

Generell gilt nach einer Weisheitszahn-OP: Vermeiden Sie für mindestens eine Woche Sport und andere anstrengende Tätigkeiten, um das Risiko für Nachblutungen zu vermindern. Schlafen Sie beispielsweise auch mit leicht erhöhtem Oberkörper; das reduziert den Druck auf die Wunden.

Leichte Schmerzen sowie eine Schwellung des Zahnfleischs und des Kiefer-Wangen-Bereichs rund um die operierten Stellen sind unangenehm, aber ganz normal. FĂĽr Linderung sorgt zum Beispiel ein kĂĽhler, feuchter Waschlappen oder ein KĂĽhlpack, das Sie in ein Geschirrtuch einschlagen und auf die betroffene Stelle legen.

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Damit die Wunden ungestört heilen, ist es zudem wichtig, dass Sie in der ersten Zeit nach der Operation nicht rauchen und auf heiße Getränke, Kaffee und Alkohol verzichten. Als Essen nach einer Weisheitszahn-OP eignet sich vor allem weiche Nahrung, wie Suppen (nicht zu heiß oder scharf!), Haferbrei, Kartoffelpüree oder Apfelmus. Ärztinnen und Ärzte raten jedoch dazu, auf Milchprodukte wie Joghurt vorerst zu verzichten, da die enthaltenen Milchsäurebakterien in die Wunde eindringen und unter Umständen eine Infektion hervorrufen können.

Zwei bis drei Tage nach der Operation sind auch meist Brot ohne Kruste und weich gekochtes Essen unproblematisch. Wichtig ist jedoch, dass Sie nach dem Essen eine antibakterielle Mundspülung anwenden, um eventuell verbliebene Speisereste aus der Wunde zu entfernen. Sobald die Wunde infolge der Weisheitszahn-OP vollständig verheilt ist, können Sie wieder ganz normal essen.

Wie lang dauert die Heilung nach einer Weisheitszahn-OP?

Der Wundheilungsprozess nach einer Weisheitszahn-OP dauert unterschiedlich lange – abhängig von der Art und Tiefe der entstandenen Wunden. Auch Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus oder ungünstige Verhaltensweisen wie Tabakkonsum können den Heilungsprozess in die Länge ziehen.

Generell ist aber davon auszugehen, dass nach ein bis zwei Wochen die Wunden im Zahnfleisch verheilt sind. Dann spüren Sie nichts mehr von der Weisheitszahn-OP, können normal essen und auch wieder körperlich aktiver werden. Bis aber auch die tiefer liegenden Strukturen im Kiefer wieder vollständig stabil sind, dauert es mitunter einige weitere Wochen oder sogar Monate.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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